Was ist eigentlich Glück? Der Sinn des Lebens, meine ich!!!

Glück ist eine Frage der eigenen Einstellung sagen die meisten spirituellen Lehrer. Ich stimme zu.

Für Menschen mit chronischen Erkrankungen ist es besonders wichtig, sich möglichst viele Glücksmomente zu verschaffen. Kleine und große. Denn nichts ist schlechter für die eigene Gesundheit, als ständig sein Unglück zu beklagen. „Warum gerade ich?“ „Total unfair so etwas!“ bringt einen nicht wirklich weiter … . Und nervt andere. Ich zumindest kann es gar nicht leiden, wenn mir jemand im „Jammermodus“ begegnet. Schmerzen werden stärker, wenn man sich auf sie fokussiert. Leicht führt das Ganze dann zu einer Abwärtsspirale – und irgendwann lebt man die Krankheit.

Muss nicht sein, finde ich! Lachen ist eine der besten Methoden, sich schnell Glücksmomente zu verschaffen. Denn es „gaukelt“ dem Gehirn und damit auch dem Körper sofort Fröhlichkeit vor, auch wenn wir ursprünglich gar nicht in fröhlicher Stimmung waren. Aus der Gehirnforschung weiß man, dass das Gehirn da nicht wirklich unterscheidet. .. Und das ist äußerst praktisch! :-).

Sich längerfristig glücklich zu fühlen, erfordert eine entsprechende Lebenseinstellung. Denn sich glücklich zu fühlen, hat weder mit Reichtum, noch mit Gesundheit so viel zu tun, wie die meisten Menschen denken. Ein Grundlevel an Geld und auch an Gesundheit ist hilfreich, mehr macht aber nicht glücklicher. Das ist heutzutage alles durch zahllose Studien belegt.

Es gibt bestimmte Faktoren, die zum Glücksgefühl beitragen. Dazu zählen laut wissenschaftlicher Forschung: Positive Emotionen spüren, sich für etwas engagieren, Verbundensein mit anderen Menschen erfahren, Sinn in unserem Tun finden und merken, dass wir etwas bewegen können (vgl. Martin Seligman in „Flourish – Wie Menschen aufblühen“, der diese Faktoren allerdings ausdrücklich nicht als Voraussetzungen zum „glücklich sein“, sondern für „Wohlbefinden“ definiert.).

Ich finde diese Art der Forschung natürlich spannend, weiche aber insofern von Seligman ab, als meiner Ansicht nach von diesen Faktoren für ein längerfristiges Glücksgefühl der „Sinn“ das Entscheidende ist. Die anderen vier Faktoren haben für mich als Voraussetzung, dass ich „Sinn“ spüre (bzw machen nur dann glücklich).

Dabei geht es aus meiner Sicht nicht nur darum, dass wir einen Sinn in unserem Tun finden, sondern vor allem auch darum, dass wir einen Sinn in unserem Leben sehen.

Das ist heutzutage gar nicht so einfach. Ich persönlich bin strengstens katholisch erzogen worden, und hatte es insofern einfacher, als für mich immer klar war, dass der wichtigste Faktor des Menschen seine Seele ist. Für mich ist das keine Frage des Glaubens, sondern des Spürens. Und damit letztlich des (inneren) Wissens.

Aber auch ich habe mich im Laufe von Ausbildung und Berufsleben irgendwie immer weiter sozusagen „distanziert“ von meiner Seele. Jura ist ein Fach, das das Distanzieren sehr erleichtert…. Man widmet sich den Schwachpunkten der „Gegenseite“, und in den meisten Berufen, wo Juristen gebraucht werden, gibt es eine „Gegenseite“. Seele, wie ich sie verstehe, strebt aber nach Verbundenheit und gerade nicht nach Distanzierung und Gegnerschaften…..

„Lebenssinn“ oder gar „Seele“ wird unter Jurist(inn)en normalerweise nicht diskutiert. Man hält die Behauptung, dass wir „Zufallsprodukte“ der Evolution seien, die aus dem Nichts auftauchen und nach dem Tod wieder im Nichts verschwinden für wissenschaftlich erwiesen (tatsächlich ist heutzutage wissenschaftlich erwiesen, dass beide Behauptungen so nicht stimmen können). Laut Seligman ist die Juristerei der Beruf mit den höchsten Selbstmordraten. Das sagt Einiges aus… Tatsächlich ist es genau der Punkt, der mich an meinem Beruf auch gestört hat: Es fehlte mir der Sinn, der Nutzen für die Welt.

Leider ist das mit dem Lebenssinn aus meiner Sicht aber nicht nur den Juristen, sondern ganz vielen Menschen weltweit abhanden gekommen. Irgendwo im Innern spürt man deutlich, dass etwas nicht stimmt. Aber nach außen folgt man dem, was einem alle ständig erzählen: Der Lebenssinn liege in „möglichst viel Geld verdienen und Spaß haben“. Denn „man lebe nur einmal“. Der „Spaß“ wird dabei in aller Regel in Konsum gesehen (also in allen Tätigkeiten, die in irgendeiner Form die natürlichen Ressourcen dieses Planeten angreifen), deshalb will und braucht man ja das Geld. Dass die Ressourcen des Planeten irgendwann verbraucht sind, ist aus dieser egoistischen Sicht unproblematisch, denn „man lebt ja nur einmal“.

Das Tolle an einer schwereren Erkrankung ist, dass man mehr Zeit hat, über den Lebenssinn nachzudenken. Dass man beginnt, viel mehr zu hinterfragen von dem, was einem so erzählt wird. Und dass einem sofort klar wird: Im Karriere machen und möglichst viel Geld verdienen. liegt der Lebenssinn ganz sicher nicht! Rücksichtsloser Konsum erscheint im Gegenteil plötzlich furchtbar sinnentleert. Gibt mir vielleicht ein ganz kurzes Gefühl des „ich habe es“, einen schnellen Dopaminkick und ist kurz danach schon wieder uninteressant. Glück ist ganz sicher etwas anderes. Etwas, was tiefer geht, etwas, was keine Leere hinterlässt. Etwas, was länger anhält.

Spaß haben, ist gut, aber nur, solange dies nicht zulasten anderer und insbesondere nicht zulasten unserer Umwelt und der natürlichen Ressourcen unseres Planeten geht.

Nach fast 40 Jahren Nachdenken über den Lebenssinn und rund 30 Jahren Erkrankung, glaube ich nunmehr tatsächlich, den möglichen Lebenssinn gefunden zu haben. Und das Lachen hat mir dabei sehr geholfen!

Ich glaube, dass der Sinn des Lebens darin liegt, wahrhaft glücklich zu sein – und möglichst vielen Menschen dieses Glück weiter zu geben.

Es geht für mich darum, die Art Glücksgefühl zu generieren, die man spürt, wenn man jemand anderem eine große Freude gemacht hat. Wenn man sich ehrenamtlich engagiert. Wenn man Verbundenheit mit anderen spürt. Es geht um das Glücksgefühl, das mit Wertschätzung, Dankbarkeit, Nächstenliebe, Toleranz und Mitgefühl zu tun hat.

Glück hat mit Geben zu tun und nicht mit Nehmen!!! Wow!!!

Glück ist also nichts, was einem zufällig widerfährt, sondern ich habe es selbst in der Hand! Wahnsinn!!! Und im Grunde genommen doch auch so einfach (und trotzdem auch so schwer, denn aus irgendwelchen Gründen ist das mit Wertschätzung, Dankbarkeit, Nächstenliebe, Toleranz und Mitgefühl gar nicht so leicht…).

Fröhliches Lachen, das man mit anderen teilt, kann ein erster Schritt hin zu dieser Art Glücksgefühl und damit letztlich zu mehr Lebenssinn sein. Für mich ist das ein guter Weg. Und mein dabei entstehendes Gefühl, dem Lebenssinn näher zu kommen, fühlt sich absolut großartig an!!!

Veröffentlicht von lachmitmaren

Voller Lebensfreude. Manchmal albern, manchmal ernst. Gute Zuhörerin. Spirituell. Vielseitig interessiert. Volljuristin, staatlich geprüfte Heilpraktikerin, zertifizierte Lachyoga-Leiterin. Rheumatikerin seit gut 30 Jahren.

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