Ulli´s geträumtes Alphabet und meine daraus geträumte Stadt

Träume; Künstlerin: Dörte Müller

Vor einiger Zeit hatte Ulli von Café Weltenall einen Beitrag zum „geträumten Alphabet“ gepostet. Daraus war die Idee einer Meditation zu den einzelnen Buchstaben – und den daraus von Ulli erträumten Wörtern – geboren ( Erinnerung an das Alphabet des mutigen Träumens | (wordpress.com)). Jede*r für sich, zur gleichen Zeit 26 Abende lang.

Das erste Wort war Allgemeinwohl. Aus diesem Wort erstand vor meinen geschlossenen Augen eine kleine Stadt, in der sich alle Bewohner einfach WOHL fühlen. Also eine Stadt, in der das allgemeine Wohlbefinden für alle an allererster Stelle steht. Diese Stadt baute sich dann Buchstabe für Buchstabe in meinen abendlichen Meditationen weiter auf. Und das ist das Ergebnis:

Ich wandre durch die Straßen. Rechts und links stehen Häuser. Sie sind aus recycelten und recycelbaren oder rein natürlichen Materialien erbaut. Die meisten Fassaden und Dächer sind begrünt und bunt bepflanzt. Durch die Straßen schwirren Schmetterlinge in den verschiedensten Farben. Singvögel trällern fröhlich ihre Lieder. Der Duft von Blütennektar hängt in der Luft. Und lockt Bienen und andere bestäubende Insekten. Die Straßen sind nicht geteert, sondern wie Fußwege mit Platten gepflastert, damit Regen in den Rillen versickern kann. Viele Platten sind mit Kunstwerken verziert.

Die Häuser sehen unterschiedlich aus. Sie sind auch unterschiedlich groß und offenbar jeweils genau an die Bedürfnisse ihrer Bewohner angepasst. In den meisten Mehrfamilienhäusern gibt es einen großen Gemeinschaftsraum mit Zugang ins Freie. In diesen Räumen beobachte ich buntes Treiben: Mehrmals die Woche gemeinsame Veranstaltungen, Kaffee und Kuchen, gemeinsamen Gesang, Spiele o.ä.. Die Älteren und allein Lebenden, die nicht mehr so gut zu Fuß sind, freuen sich besonders daran, weil sie so jederzeit Gesellschaft haben können. Man kennt sich in den Häusern, weiß um die jeweiligen Bedürfnisse und hilft sich gegenseitig.

Auf den Straßen sehe ich keine Autos. Die Leute gehen meist zu Fuß, einige fahren Fahrrad, Skates oder andere kleine Sportgeräte. Menschen, die nicht mehr so gut zu Fuß sind, sind mit einer Art elektrischem Golfcabby unterwegs, die vor den Häusern zur freien Verfügung stehen und so konzipiert sind, dass sie auch von Menschen mit motorischen Einschränkungen problemlos genutzt werden können. Alle Einrichtungen der Stadt sind barrierefrei zugänglich. Für längere Wege gibt es kleine städtische Elektrobusse, die jederzeit angefordert werden können. Die Menschen haben offensichtlich Zeit. Niemand ist hektisch oder auch nur in Eile. Achtsam nehmen sie ihre Umgebung beim Gehen wahr und scheinen diese zu genießen.

In der Stadt sehe ich etliche kleine Parks mit Grünflächen und Spielplätzen sowie Sportgeräten für groß und klein. Alles ist gut besucht.

Überall sind Gemeinschaftsgärten. Man sagt mir, dass jede Person, die möchte, mithelfen kann, Gemüse und Obst zu ziehen. Alles, was über den eigenen Bedarf hinausgeht, wird jeweils in kleine Läden gebracht, wo jeder mitnehmen oder bestellen kann, was er oder sie braucht.

Ich frage, ob die Menschen nicht arbeiten müssen, und man schaut mich groß an. „Arbeit?“ Man erklärt mir, dass jede Person in der Stadt genau das tut, was sie besonders gut kann und besonders gerne mag oder auch einfach nur mal ausprobieren möchte. Alles, was dabei erzeugt und produziert wird, steht dem Allgemeinwohl zur Verfügung.

Außerhalb der kleinen Stadt erkenne ich ausgedehnte Wälder. Außerdem etliche Felder und mehrere kleine Bauernhöfe. Auch dort arbeitet jede*r mit, der oder die mag und Talent dazu hat, wird mir berichtet. Der Anbau erfolgt in Permakultur. Neben Getreide und verschiedenstem Gemüseanbau gibt es auch eine kleine Schaf- und eine kleine Kuhherde, sowie Hühner. Diese liefern Milch, Eier, Wolle und gelegentlich auch Fleisch und Leder. Geschlachtet werden die Tiere in einem Anhänger, der auf das Feld gebracht wird. Ausschließlich die Tiere, die freiwillig in diesen Anhänger gehen. Auch mal Wildschweine oder Rotwild aus dem Wald. Alle Tiere werden mit großem Respekt und mit Liebe behandelt, ihr Opfer mit Dankbarkeit angenommen. Von dem betreffenden Tier wird dann selbstverständlich alles verwendet. Da niemand in der Stadt täglich Fleisch oder Wurst essen möchte, reicht es für alle. Es gibt eine kleine Mühle, in der das Getreide vermahlen wird. Wer gerne bäckt, bäckt für die mit, die das nicht so gut können. Gleiches gilt für das Kochen. Für den Anbau „exotischer“ Produkte, wie Kaffee oder Kakao z.B., gibt es Gewächshäuser, in denen die besonderen Anbaubedingungen nachgestellt werden.
Alle, die ich treffe, wirken sehr zufrieden. Sie fragen mich, ob es tatsächlich mal eine Zeit gegeben habe, in der die Menschen überall Mangel wahrgenommen hätten? Sie können sich das nicht vorstellen, denn es sei doch überall Fülle zu sehen. Es sei doch alles da, was man brauche, um glücklich zu sein. Für alles sei so wunderbar gesorgt von „Mutter Erde“. Sie strahlen mich an. Ich erkläre ihnen, dass die Menschen einen Mangel in ihrem Innern empfunden hätten, auch dann, wenn sie materiell im Überfluss lebten, oft sogar gerade dann. Viele hätten sich selbst als „mangelhaft“ empfunden, ebenso wie die Welt um sich herum, und sich und diese Welt „optimieren“ wollen. Viele hätten geglaubt, dass ihnen Konsum bei dieser „Selbstoptimierung“ helfen könne. Man versteht nicht so ganz, wie ich das Wort „Konsum“ meine und wieso man damit einen inneren Mangel beheben können sollte.

Durch die Stadt schlängelt sich ein Fluss mit Wasser so klar und sauber, das es jederzeit als Trinkwasser verwendet werden kann. Ich genieße das gurgelnde Plätschern, das der Fluss von sich gibt, während ich ein Stück an seinem natürlichen Ufer entlang spaziere. Er speist mehrere kleinere natürliche Seen, die im Sommer zum Baden und im Winter zum Schlittschuhlaufen einladen. Jetzt im Frühjahr sind nur wenige Menschen beim Schwimmen im kalten Wasser zu sehen.

Ich frage nach Schulen und man erklärt mir, dass die Kinder in den ersten Jahren eine Art gemeinsamen Grundlagenunterricht bekommen, der im Wesentlichen draußen im Wald und in der Natur stattfindet und Mathematik, Musik, Kunst, Bewegungselemente sowie Lese- und Schreibunterricht umfasst. In welchem Alter sie beginnen möchten, suchen sich die Kinder mit ihren Eltern zusammen selbst aus. Für die älteren Kinder gibt es überall unterschiedliche Lernangebote, die sie sich selbst je nach Lust und Neigung und Talent aussuchen können. Jede Person, die etwas besonders gut kann oder weiß, bietet an, Interessierte darin zu unterrichten. Auch Kinder, die eine besondere Begabung in einer Sache haben, können andere Kinder (und Erwachsene) darin unterrichten, wenn sie dies möchten. Zensuren gibt es nicht. Niemand wird „beurteilt“. Der Unterricht erfolgt individuell und liebevoll und ist im Wesentlichen ein begleitetes Selbstlernen, Erkunden und Ausprobieren. Das Wichtigste sei es, die natürliche Kreativität und Neugier der Kinder nicht zu beschneiden durch irgendwelche Vorgaben, sondern sie zu ermuntern. Wert lege man aber darauf, den Kindern zu zeigen, dass man mit gleichberechtigter Kooperation meist weiter komme, als wenn man etwas alleine tut.

Beim Spazieren durch die Stadt bemerke ich viele kleine Bühnen. Auf einigen wird Theater gespielt, auf manchen gesungen. Man sagt mir, einige Bühnen werden jeden Nachmittag oder Abend bespielt, für die anderen gilt: Alle, die wollen, können etwas aufführen, Theater, Musik, Sport, Zauberkunst etc.. Es gibt ein Stadtkommunikationssystem, in dem man die Aufführung bekannt geben kann. Wer gern zuschauen oder zuhören möchte und selbst nicht so mobil ist, kann dies anmelden und wird dann dort hingebracht.

Anderswo gibt es Möglichkeiten zum gemeinsamen Tanz oder gemeinsamem Gesang. Alles wird gern genutzt. Niemand stört sich an „falschen“ Klängen oder Tanzschritten. Ich bleibe zum Abend und erlebe, wie die Abende widerhallen von Musik und dem fröhlichen Lachen der Menschen.

***

Die einzelnen Buchstaben fügen sich in dieser Stadt wie folgt:

Bruttosozialglück: Es gibt in dieser Stadt kein Geld. Denn niemand ist interessiert daran, Eigentum zu vermehren. Stattdessen wollen alle das gemeinsame und damit auch das eigene Glück vermehren.

Die Stadt strahlt Charme aus und vibriert voller Lebensenergie (chi).

Die Menschen begegnen der Natur, der Erde und allen ihren Geschöpfen mit Demut und Dankbarkeit. Niemand hält sich für „besser“ oder „wichtiger“ als andere.

Alle wichtigen Entscheidungen werden gemeinsam getroffen. Jeder kann die eigenen Ideen einbringen. Nichts wird als abwegig angesehen. Nichts wird verlacht. Es gibt kein „ja, aber…“. Sondern jeweils ein JA!. Ideen bauen aufeinander auf. Werden weiter geführt, zusammen gemischt. Verbunden. Bis etwas Tragfähiges daraus entstanden ist = Einigung.

Die Menschen haben in sich Frieden gefunden. In ihrem eigenen Inneren. Und sie leben diesen Frieden daher auch nach außen.

Güte ist ein Grundgefühl und Hilfsbereitschaft eine Selbstverständlichkeit. Niemand, der oder die Hilfe benötigt, schämt sich deshalb – oder wird beschämt. Das Gefühl der Scham im Sinne einer Erniedrigung ist den Menschen überhaupt nicht mehr bekannt.

[Da „Ideale“ für mich zu sehr die Gefahr in sich bergen, in „Ideologien“ abzurutschen, habe ich hier stattdessen „Ideenreichtum“ eingesetzt und verweise hierfür, wie auch für das „Ja“ auf den Passus zu „Einigung“.]

Das wichtigste Element der Kommunikation ist das Zuhören. Ein großer Teil der Kommunikation verläuft stumm, einfach nur über Berührungen: Hände halten, Umarmungen, streicheln.

Liebe: Die Menschen haben endlich zur Selbstliebe gefunden. Und so ist die Nächstenliebe eine ganz einfache Selbstverständlichkeit geworden. Mitgefühl ist ein Teil dessen. Menschen, die sich selbst lieben, konkurrieren nicht einmal mehr um Partner*innen miteinander. Wenn sich jemand für eine andere Person entscheidet, wird das nicht als persönliche Zurückweisung und Erniedrigung empfunden, sondern als Ausdruck der Entscheidungsfreiheit jeder Person.

Im Umgang miteinander herrscht eine erfrischende Natürlichkeit und Offenheit. Niemand versucht, etwas vorzuspielen, was er oder sie nicht ist. Jede Person weiß, dass sie schön ist, so wie sie ist. Niemand putzt sich heraus oder versteckt sich hinter Fassaden.

Durch das ganz selbstverständlich wirkende Zusammenspiel von Mensch und Natur schwingt durch die Straßen eine Art natürlicher Poesie. Belebt durch die natürliche körperliche Sinnlichkeit der Bewohner*innen, die alle Sinne ihres Körpers als Geschenk erleben und genießen.

Querdenken ist erwünscht. Niemand versucht, andere von der eigenen Meinung oder Sichtweise zu überzeugen oder diese für „richtiger“ zu halten, als andere Sichtweisen. Man weiß, dass es kein „richtig“ oder „falsch“ gibt. Meinungs- und Ideenvielfalt wird deshalb als Grundbedingung angesehen, um sich weiterzuentwickeln, und auf der Basis verschiedenster Ansätze dann zu gemeinsamen Lösungen zu kommen. Selbstverständlich sind auch Richtungswechsel jederzeit möglich, wenn die Bewohner*innen erkennen, dass eine angestrebte Lösung sich in der Praxis als doch nicht ganz so gut herausstellt. Niemals geht es dabei darum, „Schuldige“ zu benennen für einen „Fehler“. Stattdessen schaut man sich die Folgen des Handelns an, um daraus zu lernen.

Die Menschen haben ihre Träume zu Wirklichkeit werden lassen. Zuvor allerdings hat es eine Zeit der Trauer und vieler Tränen gegeben, da das Alte verabschiedet werden musste. Menschen hatten sich sehr daran gewöhnt, materielles Eigentum als wichtigstes und erstrebenswertestes Gut zu betrachten. Es kam ihnen zunächst wie ein großer Verlust vor, stattdessen auf Glück zu setzen. Es gab zunächst großen Widerstand. Man verurteilte sich gegenseitig.

Aber heute verurteilt niemand mehr einen anderen. Jeder weiß, damit würde er oder sie auch ein Stück von sich selbst verurteilen. Urteilsfreiheit ist ebenso selbstverständlich wie das Vertrauen in die Natur und in die Mitmenschen. Das Vertrauen in die Schöpfung. Und wie die Demut gegenüber dieser Schöpfung. Die Menschen geben sich dem Fluss des Lebens hin und leben im Einklang mit der Natur, weil sie wissen, dass diese es gut mit ihnen meint. Sie verschwenden ihre Kraft und Energie nicht, um gegen die Natur zu arbeiten, diese „optimieren“ zu wollen und sich Sorgen um das morgen zu machen.

Sobald im Innern einer Person doch noch einmal ein gewisser Widerstand oder eine Unzufriedenheit aufkommt, z.B., weil sie sich mit anderen messen möchte, geht sie dieser Unzufriedenheit in ihrem eigenen Innern nach. Denn „Wettkampf“ gibt es in dieser Stadt vor allem gegen sich selbst, indem jeder versucht, in dem, was er oder sie besonders gut kann, noch besser zu werden. Und gleichzeitig Neues hinzuzulernen.

Das Unbekannte X steht bei mir für die Kenntnisse, die sich die Menschen inzwischen erworben haben: Zum Beispiel haben sie gelernt, wie man sich die freie Umgebungsenergie zunutze machen kann. Mit dieser betreiben sie ihr Stromsystem. Sie wissen auch, wie man Radioaktivität unschädlich machen kann. Auch für Abwasser und verbleibenden Müll haben sie intelligente Lösungen gefunden, die Planet und Menschen nicht belasten.

Der YinYangAusgleich war Grundvoraussetzung, um in dieser Stadt anzukommen.
Denn über die letzten Tausende von Jahren war das Yin immer mehr an den Rand gedrängt worden und fast nicht mehr existent. Das Yang war völlig aus dem Ruder gelaufen und hatte sogar seinen eigenen Yin-Kern versucht zu zerstören. Es wollte herrschen um jeden Preis. Es hatte Technik und Waffensysteme hervorgebracht, die Kontrolle und Macht über alle Menschen an sich reißen wollten.
Aber das Yin kam zurück. Die Menschen begannen wieder, auf ihr Inneres zu hören. Auf ihre Intuition zu vertrauen. Ihre innere Weisheit wieder wahrzunehmen. Sie hörten auf, sich im Außen von Ängsten und von irgendwelchen aufgebauten Szenarien mitreißen zu lassen. Sie besannen sich auf ihre Verbindung mit der Natur, statt sich Angst vor dieser einreden zu lassen. Sie kamen wieder in Kontakt mit der ihnen inne wohnenden Liebe. Sie kamen wieder in Kontakt mit dem nährenden weiblichen Element in ihnen. – Und sie sagten einfach „nein“ zu denen, die Macht über sie wollten.
Es wurden immer mehr, die dieses „nein“ zur Macht und „JA“ zu Liebe sagten.
Denn sie hatten verstanden, dass sie mit ihrem Inneren das Äußere gestalten. Und dass dieses von allen gemeinsam gestaltete Äußere dann wieder auf das Innere jedes Einzelnen zurückwirkte. Dass im Innern bestehende Angst, Wut und Aggression über die Rückwirkung im Außen so zu einer Spirale der Zerstörung werden kann.
Dass sich diese Spirale aber auch gegensätzlich nutzen ließ, nämlich um Liebe zu verbreiten. So gab es immer mehr Menschen, die übten, sich innerlich zu reinigen von Angst, Wut und Aggression. Und die so Platz schufen für die Liebe in ihnen. Je mehr Menschen begannen, diese Liebe nach Außen auszustrahlen, desto mehr Liebe kam zu ihnen allen zurück.
Diese Spirale der Liebe ließ sich irgendwann auch von dem machtbesessenen Yang, das sich über die Zeit so sehr selbst übersteigert hatte, nicht mehr unterdrücken.
Und so brach dieses völlig aufgeblasene künstlich erzeugte Mega-Yang endlich in sich zusammen. Und darunter kam wieder das wahre Yang zum Vorschein. Das Yang, das sich seines Yin-Kerns wohl bewusst ist und in vollkommener Harmonie mit dem Yin lebt, welches wiederum ihrerseits ihren Yang-Kern kennt und versteht.

Mit dem Zusammenbruch dieses technokratischen machtbesessenen Yang-Kolosses kam die Zuversicht der Menschen wieder. Sie zerlegten alle Waffen und Waffensysteme dieser Welt in ihre Bestandteile und nutzten die gewonnenen Rohstoffe für den Bau von Brücken, Brücken auch im übertragenen Sinn.
Und sie begannen, sich die Zukunft aufzubauen, die sie wirklich wollten.

**************************************

Vielleicht hat der ein oder die andere von euch Lust, an dieser Zukunft mitzudenken / – träumen / -bauen? Mit eigenen Visionen, Wünschen, Vorstellungen, die natürlich auch ganz anders aussehen können, als meine? Ich würde das toll finden!!!

P.S.: Den „Schlachtanhänger“, in den die Tiere freiwillig gehen, habe ich mir übrigens nicht ausgedacht, wobei es sich in dem realen Fall auf Schweine bezog.

Veröffentlicht von lachmitmaren

Ich bin voller Lebensfreude. Manchmal albern, manchmal ernst. Gute Zuhörerin. Vielseitig interessiert. Ich bin kritisch und hinterfrage die Dinge. Bin Volljuristin, staatlich geprüfte Heilpraktikerin, zertifizierte Lachyoga-Leiterin - Und Rheumatikerin seit gut 30 Jahren.

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29 Kommentare

  1. Liebe Maren,
    ich bin begeistert was mein Alphabet der mutigen Träume in dir hervorgerufen hat! In dieser Stadt möchte ich auch gerne wohnen. Nur eins weiss ich nicht, kann man wirklich Kaffee und Kakao in Gewächshäusern ziehen? Nun, das ist letztlich sekundär, das was zählt ist der Frieden und das Miteinander. Auch hinzuschauen und gemeinsam nach Lösungen zu schauen, notfalls neue Ideen zu entwickeln, wenn die erste Lösung nicht funktioniert. Am meisten aber freute mich beim Lesen wie in dieser Stadt Kinder lernen dürfen. Ich dachte an die Freien Schulen, die dies ja im Ansatz versuchen umzusetzen.
    Nun lese ich in den Kommentaren auch dieses Ja-aber, und stimmt mich, wie schon damals bei mir, wieder etwas traurig. Man muss das Unmögliche denken, um Visionen wahr werden zu lassen und nicht schon gleich wieder im Keim ersticken, nur weil man meint, etwas ginge nicht, weil es noch nie gegangen ist.
    Nun aber meinen herzlichen Dank für deine Umsetzung meines Alphabets und liebe Grüße
    Ulli

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    1. Liebe Ulli, ich dank dir nochmal für den Impuls durch dein Alphabet!
      Viele der von mir beschriebenen Punkte gibt es tatsächlich zumindest in Ansätzen schon (bei den Gewächshäusern hatte ich allerdings kein reales Vorbild … ;-)). Ich staune oft, wenn ich Berichte höre oder lese von innovativen Ansätzen für viele Problemlösungen unserer Zeit. Wenn jemand all dies zusammenfassen würde und z.B. in Orten, die wegen der Schließung von Bergbau von Arbeits- und Perspektivlosigkeit bedroht sind, mal probieren würde? Es probieren würde, den Menschen auf die Art eine Perspektive zu geben als Modellregion, auf die sie stolz sein können; was könnte man vielleicht bewirken? [Leider fehlt dann immer das Geld, bzw. wird für anderes ausgegeben, was den Geldgebern (mehr) Rendite verspricht… .]
      Wenn immer mehr Menschen diese und ähnliche Ideen in die Welt bringen, dann wird sich auch etwas ändern. Davon bin ich überzeugt. Das „aber“ entsteht ja hauptsächlich deshalb, weil es schwierig ist, sich eine ganz andere Welt, als die heutige, überhaupt vorzustellen. Es gibt jede Menge Menschen, die sich eine schlechtere Welt, als die heutige, vorstellen. Aber noch viel zu wenige, die sich eine bessere vorstellen, finde ich. Und genau darum geht es nach meinem Verständnis beim „schamanischen Träumen“.
      Liebe Grüße!
      Maren

      Gefällt 3 Personen

      1. Ja genau darum geht es beim „schamanischen Träumen“, um die Kraft der Gedanken und Visionen, aber nicht nur dort, auch im Buddhismus weiß man davon und heute wissen es die Quantenphysiker:innen und Neurobiolog:innen.
        Ich stimme dir auch darin zu, dass es schon viele neue Lebensformen und Projekte weltweit gibt, darüber wird nur meistens nicht berichtet, die findet man wie die sprichwörtliche Nadel im Heuhafen in der Presse, meistens aber noch nicht einmal dort, sondern in alternativen Medien.
        Ich selbst habe mittlerweile große Lust nach einer generationsübergreifenden Lebensgemeinschaft. Noch überlege ich.
        liebe Grüße
        Ulli

        Gefällt 3 Personen

  2. Liebe Maren, ich möchte gern alle meine Ratten-ABERs in ihre Löcher zurückjagen und deiner Einladung folgen: „Vielleicht hat der ein oder die andere von euch Lust, an dieser Zukunft mitzudenken / – träumen / -bauen? Mit eigenen Visionen, Wünschen, Vorstellungen..“ Vielleicht entwickelt sich hier dann doch das, was ich als „Alternativen denken“ einmal anregte. Auf meiner Seite gelang es nicht, es gab schon zu viel Polarisierung, zu viele Verdächtigungen bis hin zu offener Feindseligkeit.
    Auf deiner Seite, von deinem positiven Geist betreut, könnte es gedeihen! Vielleicht magst du alle entsprechenden Beiträge bei dir verlinken lassen und als eigene Rubrik führen? Das wäre schön!!

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    1. Liebe Gerda, JA, das finde ich ganz wunderbar!!!! Ich werde mir am Wochenende mal von meinem Liebsten erklären lassen, wie das mit der eigenen Rubrik funktioniert… 😉 und mache das sehr gerne, alle Beiträge dazu dann dort zu verlinken! Freue mich!!!

      Gefällt 2 Personen

  3. Jetzte erst kann ich diese wunderbare Zukunftsvision lesen. Ja, an solch einer Welt möchte ich auch gern mitbauen. Alle Kraft dazu wird uns aber von Oben geschenkt. Ohne den Himmel werden wir das wohl nicht schaffen, nur immer in kleinen Schritten und täglichem Üben. Diese Erde wird auch nicht ewig bestehen, sondern hat einen Anfang und ein Ende, und unsere Bewährungszeit hier ist nur kurz. Auch bringen nicht alle Menschen, die hier inkarniert sind, das reine gute Wollen mit, sondern kommen mit den Folgen früherer Leben hier wieder in Kontakt, um sich zu bessern. Leider aber gelingt das auch jetzt nicht. Wenn aber alle nur das Gute wollen, wie kann da noch jemand Böses wollen? Ich finde diesen Traum einer heilen Welt wunderbar und stelle mir vor, so könnte es im Paradiese sein, das unsichtbar über der Vergänglichkeit schwebt.

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      1. Ja, hoffen wir, und tun wir es in kleinen Schritten von Mensch zu Mensch, keinesfalls in großen Projekten. Da ich aber auch von diesem Ideal träumte, habe ich es jetzt auch unter „Ulli’s geträumtes Alphabet“ auf meinem Blog sichtbar gemacht, damit noch mehr Menschen sich davon berührt fühlen können. Ob es aber wirklich sichtbar wird? Muß es vielleicht erst freigeschaltet werden?

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      2. Ich habe keine Anfrage zum Freischalten bekommen. Freue mich über die Verbreitung!
        Es soll insofern ein Projekt werden, als ich Menschen einladen möchte, selber Herzens-Träume für eine menschlichere Welt beizusteuern. Diese auf dem eigenen Blog zu veröffentlichen und zu mir zu verlinken, so dass eine Sammlung von Samenkörnern entstehen kann. Ich habe vor, dazu am Wochenende noch etwas zu zu schreiben, muss mir aber vorher die technischen Details dafür von meinem Mann erklären lassen, denn Technik ist leider nicht meine „Hauptbegabung“ … . Liebe Grüße von Maren!!

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      3. Danke.Ich schreibe ja dauernd und unentwegt im Sinne einer helleren, besseren Welt. D. h. die Natur zeigt uns ja bereits, was der Wille des Schöpfers von uns will. Seien wir für jeden Tag dankbar, wo wir die Natur noch erleben können, um daraus zu lernen. Und außerdem sind es die Weisungen aus dem GEISTE, da wir Menschen ja nicht wir die Tiere nur Natur und Wesen, sondern auch Seele und Geist sind.

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      4. Eine Sammlung von Samenkörnern, – das ist gut gesagt. Das ist eigentlich seit langem mein Thema, z.B. mit Zeichnungen von Pflanzen. Wie soll ich das jetzt alles wieder heraussuchen? Es ist ja alles ein Entwicklungsprozeß. Außerhallb unserer naturgegebenen Vorbilder habe ich eigentlich keine Träume. Wir leben nun einmal hier auf Erden. Und die Erde verbindet uns mit dem Willen des Schöpfers. Und JESUS zeigte uns den Weg, und der war immer innerhalb der Schöpfungsgesetze. Und das Ende war bitter, weil ER hier dem Bösen begegnete in den Menschen. Die Menschen, also wir, müssen uns ändern und umkehren und gut werden.

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  4. Was für eine schöne Utopie.
    Weiter möchte ich jetzt fast nicht schreiben. Aber Du hattest mich darum gebeten. Denn es ist leider auch nur eine Utopie.
    Ich bezweifle, daß der Mensch es je wirklich schaffen wird, den „tierischen“ Teil seines Wesens soweit zu „kultivieren“, daß er mehr einen Engel gleicht, denn einem nackten Affen. Als Beispiel für meine Überlegung möchte ich kurz das Oxytocin anführen – das „Kuschelhormon“. Es hat eine dunkle Seite: Es macht aggressiv gegenüber Fremden – vermutlich um die eigenen Lieben zu schützen.
    Aber selbst wenn es der Mensch schafft, sich in dieser Richtung so weit weiterzuentwickeln, dann wäre eine solche Stadt voraussichtlich nicht sehr lange lebensfähig. Es würde die notwendige Aggression fehlen, um sich gegen „Feinde“ von außen zu schützen – Feinde aus der Natur – aus der der Mensch selber auch kommt…
    🙏💚🤗

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    1. Danke, dass du dir die Mühe mit dem Kommentar gemacht hast!!!
      Es gibt mir die Gelegenheit, den Hintergrund nochmal zu erläutern, denn deine Einwände haben mit Sicherheit viele. Es ist eine Art Reflex des „ja, aber“, „völlig utopisch „.
      Beim „schamanischen“ Träumen geht es nicht darum, etwas zu „erträumen „, was in der jetzt als Realität erscheinenden Welt unmittelbar realistisch wirkt. Sondern darum, sich zu fragen, wo man hin möchte, wenn ALLES möglich ist. Bevor man neue Wege beschreiten kann, sollte man ja wissen, wo man in etwa hin möchte, welches Ziel man erreichen will am Ende des Wegs.
      Wenn man nicht weiß, wo man hin will, macht man vielleicht mal einige Schritte hierhin und dorthin und kehrt dann wieder auf den Hauptweg zurück, den andere definiert haben, aus eigenen Interessen.
      Diese Welt basiert letztlich auf Informationen. Und der Mensch hat die Möglichkeit, Informationen „ins Feld“ zu geben. Je mehr Menschen dies in einem konstruktiven Sinne tun, desto lebenswerter könnte diese Welt werden. Es gibt schon etliche, die das tun. Und je mehr das werden, desto weniger werden sagen, das funktioniere alles nicht, weil der Mensch nun einmal anders sei.😉😇
      Der Mensch hat sich immer weiter entwickelt. Und die Funktionen von Oxytocin und Dopamin, die jetzt biochemisch für bestimmte „Glücksaspekte“ stehen, werden vielleicht irgendwann mal andere sein…. Aus meiner Sicht folgt die Materie dem Geist, nicht umgekehrt. Und ganz allein stehe ich mit dieser Sicht heute nicht mehr… 😉🤗💞.
      Und, was vielleicht auch noch wichtig ist: Es geht mir nicht darum, dass MEINE Vorstellungen das einzig schöne Ziel sei, sondern eher darum, verschiedene Visionen für eine schöne Zukunft zu sammeln, die dann gemeinsam vielleicht eine Saat bilden können.
      Liebe Grüße
      Maren

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      1. Diese Technik, daß schamanische Träumen, kannte ich noch nicht. Aber ihre Funktion leuchtet mir ein, und ich stimme dem Gedanken dahinter auch aus meiner Haltung heraus zu. Dann macht natürlich auch der „utopische Ansatz“ Sinn.
        👍🍀🤗

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  5. Wirklich schöner Beitrag 🙂
    Ich bin da vielleicht ein wenig von früheren Lesevorlieben geprägt, denn in solchen schönen Szenarien verbirgt sich in einer typischen „Dystropie“ etwas weit weniger Schönes oder gar Gutes und die Charaktere erkennen dies langsam und sehen hinter die Schleier.
    Vielleicht schafft die Menschheit eines Tages genau das und wir werden uns damit anfreunden können/dürfen zu leben, wie wir gerne leben wollen.

    Behalt dieses Bild – es ist eine schöne Vorstellung

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