Die Krake

Gefertigt von Dörte Müller

Wer ein klein wenig hinter die allzu bunten Kulissen unserer westlichen Welt schaut, bemerkt heutzutage leicht:

Die Finanzwirtschaft beherrscht die Welt. Ein Wirtschaftszweig, der nichts produziert, der keinen eigenen Nutzen für die Menschheit hat. Jedenfalls keinen positiven. Ein Wirtschaftszweig, der unzählige Leben auf dem Gewissen hat, ebenso wie den fortwährenden Raubbau an der Natur.

„Wirtschaftszweig“ ist der völlig falsche Begriff. Es ist kein „Zweig“. Es ist ein Monster. Ein extrem gefräßiges Monster.

Wenn man sich anschaut, wem die großen Digital- und Kriegswaffen-, die Pharma- und Ernährungs-, die Energie- und Mobilitätskonzerne dieser Welt gehören, wird man immer auf dieselben Namen stoßen. Konkurrenz ist bei den Großen längst eine Illusion. Die Anteilseigner sind immer dieselben, die Interessen damit vollkommen gleich.  

Die Anteileigner sind selbst Finanzkonzerne. Es sind Kapitalunternehmen, die ihren eigenen Anteilseignern wiederum zur Rendite verpflichtet sind.

Es geht um Wachstum. Überall. Denn ein Kapitalunternehmen, das nicht wächst, stirbt. Für das Kapitalunternehmen ist dabei irrelevant, ob sein Wachstum anderen das Leben kostet. (Kleinen inhabergeführten Unternehmen z.B., oder auch der Natur.)

Wenn man sich anschaut, von wem so viele angeblich öffentliche Institutionen „großzügig“ und meist zweckgebunden unterstützt werden, wird man immer auf dieselben Namen stoßen. Namen von Stiftungen. Dahinter stehen Namen, die wiederum mit den betreffenden Finanzkonzernen personelle Verflechtungen aufweisen.
In Form der Stiftung können diese als „gemeinnützig“ anerkannte Gelder verteilen. Und so Einfluss nehmen auf für ihre Konzerne wichtige Institutionen, deren Handlungen – und natürlich auch auf die von diesen Institutionen erfolgenden „Regulierungen“. Denn den großzügigen Geldgeber, von dem die eigene Existenz mehr oder weniger abhängig ist, will niemand verprellen.

Die großen Finanzkonzerne haben die sogenannte westliche Welt komplett im Griff. Schon lange. Es war nur bisher nicht so sichtbar.

Sie sind wie riesige Krakenmonster, die immer mehr fressen wollen. Immer mehr fressen müssen, denn sonst würden sie selbst sterben.

Der Ballon an von der Realwirtschaft völlig abgekoppelten Finanzprodukten ist unvorstellbar riesig. Und er kann jederzeit platzen. Tatsächlich bestand wohl in 2019 eine große Gefahr des Platzens, die nur abgewendet wurde, weil Politiker*innen über staatliche (bzw. im Fall der FED private) Institutionen seitdem Billionen in das System pumpen, um es irgendwie am Leben zu halten.

Voller Panik, dass ein Platzen die gesamte Wirtschaft und damit unseren „Wohlstand“ mit in den Abgrund reißen würde.

Denn das Krakenmonster ist getarnt als Goldenes Kalb, das „unseren Wohlstand sichert“. Der Glanz dieses Kalbes zieht viele an. Und gerade Politiker*innen neigen dazu, sich in seinem Glanze sonnen zu wollen.

Die Priester des Goldenen Kalbes versprechen, die menschliche Sucht nach Anerkennung zu erfüllen. Und nach Macht. Und nach Konsum, der beides „sichere“.

Die Menschen im „Westen“ können sich ein Leben ohne dieses Kalb nicht mehr vorstellen.
Aber sie leiden.

Glücklich sind sie nicht trotz all ihres „Wohlstands“.

Die Priester des Kalbes schreien: „Mehr!, Mehr! Wenn Ihr nur mehr von unseren „Segnungen“ bekommt, DANN seid ihr glücklich.“

Und so wollen die Leute mehr, immer mehr. Was sie erhalten an Anerkennung und Macht, ist ihnen aber niemals genug. Denn das eigentliche Loch, das sitzt in ihrem Innern. Und das wird nicht gefüllt.

Und die Krake schließt ihren Griff immer fester.

Es gibt Menschen, die trauen dem Goldenen Kalb nicht. Die sehen die Krake dahinter und sie sehen, dass beides nur Schmerz und Leid bringen kann.

Und sie tanzen nicht mit um das Kalb. Sie versuchen zu warnen, rufen immer lauter: „Seht ihr denn die Krake nicht? Spürt ihr den Würgegriff denn nicht?“

Aber die Priester sagen ihren Anhängern: „Die, die nicht mittanzen, die sind Schuld an eurem Leid! Würden die auch die von uns vorgeschriebenen Riten um das Goldene Kalb ausführen, denn wäre das Kalb besänftigt. Und es ginge allen gut.“

Und so kämpfen die, die das Goldene Kalb anbeten, gegen die, das nicht tun. Der Krake gefällt das Spektakel. Denn sie ist zwar sichtbar, aber die Leute sind mit ihrem Kampf gegen die nicht Mittanzenden so beschäftigt, dass sie die Krake nicht wahrnehmen. Ihren Würgegriff missdeuten.

Ich bin eine von denen, die immer unbedingt retten wollen. Helfen, heilen, Ich mag es nicht, wenn Menschen leiden. Ich leide dann mit.

Und so stehe ich da, und rufe immer wieder:

„Sehr ihr denn nicht, dass diese Spritze ein Produkt der Krake ist?? Versteht ihr denn nicht, dass die Krake NICHT an eurer Gesundheit interessiert ist, denn die würde IHREM Überleben nichts nutzen? Die Krake wächst, wenn ihr krank und abhängig seid!

Was ihr „boostert“ ist nichts anderes, als ein zutiefst krankes System, dessen Krankheit ansteckend ist!“

Bei meinem Ruf geht es mir nicht darum, ob einzelne Menschen „gut“ oder „böse“ sind, denn das kann und will ich nicht beurteilen. Diese Menschen hängen in einem System fest. Und dieses System, das halte ich nicht für gut.

Mein Ruf verhallt. Ich frage mich: „Ist es überhaupt wirklich meine Aufgabe, andere zu retten? Stelle ich nicht immer wieder fest, dass es mir gar nicht gut tut, mich zu sehr um das Wohlergehen anderer zu kümmern, statt um das eigene? Erst recht, wenn diese Menschen überhaupt nicht gerettet werden WOLLEN?

Und ist es nicht auch ihr gutes Recht, NICHT gerettet werden zu wollen?

Sollte ich nicht einfach nur MICH rüsten für den zu erwartenden Zusammenbruch des Systems?“  

Und die Kinder?? Wenigstens die Kinder …?
Was soll ich machen??

Kann ich mich denn überhaupt „rüsten“? Wie???

Vermutlich nur mit Gottvertrauen.

Was passiert, wenn das System zusammenbricht??

Es gibt überall schon Samen für Neues. Haben sie schon gekeimt? Sind die Pflänzchen schon groß genug?  

Sollte ich vielleicht sogar dankbar sei, dass das Spritzen-Theater den Zusammenbruch hinauszögert – bis das Neue lebensfähig ist?

Wie kann ich dazu beitragen, das Keimen zu unterstützen? Kann ich meine Talente irgendwie nutzbringend einsetzen?

Oder reicht es, einfach nur das Loslassen zu üben??? Loslassen von ALLEM, was ich kannte und gewohnt war?

Ich tue mich schwer.            

Veröffentlicht von lachmitmaren

Ich bin voller Lebensfreude. Manchmal albern, manchmal ernst. Gute Zuhörerin. Vielseitig interessiert. Ich bin kritisch und hinterfrage die Dinge. Bin Volljuristin, staatlich geprüfte Heilpraktikerin, zertifizierte Lachyoga-Leiterin - Und Rheumatikerin seit gut 30 Jahren.

Beteilige dich an der Unterhaltung

46 Kommentare

  1. Wieder ein schöner wichtiger Beitrag von dir, liebe Maren. Ja, wenn all die, die längst eingesehen haben, dass das „Wachstum“ um jeden Preis die Natur und damit unsere Lebensgrundlagen zerstört, wenn sie verstünden, WER das „Wachstum“ dennoch um jeden Preis („whatever it costs“, sagte der damalige Chef der EZB Draghi, heute MP Italiens) vorantreibt – wenn sie also begreifen würden, dass es dieses Monster gibt, das das Wachstum BRAUCHT, um zu leben, dann würde vielleicht ein Umdenken beginnen. Ich verzweifle wirklich an den GRÜNEN und ihrem Verstand (oder soll ich sagen: an ihrer Moral?). Sehen sie denn nicht, dass sie das Monster füttern?)

    Zu deinen Fragen: Andere retten zu wollen ist immer auch: sich selbst retten wollen, denn wir leben ja in einem unauflöslichen Zusammenhang mit den anderen Menschen. Wenn die anderen zugrunde gehen, gehen wir auch zugrunde.
    Samen gibt es, sie werden sich entwickeln. Die Frage ist nicht, ob, sondern in welchem Zeitaum es gelingt: müssen wir durch einen furchtbaren jahrhundertelangen Zusammenbruch hindurch wie so viele andere Kulturen vor uns, wird es Generationen dauern, bis Neues ans Licht treibt, oder gibt es einen freundlicheren Übergang. Ich sehe so viele kluge Kinder, so viel tiefe Weisheit in ihnen. Sie zu schützen, damit sie sich entwickeln könneen, ist unsere Aufgabe.

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    1. Ich freue mich über deinen Kommentar, liebe Gerda! Ja, die GRÜNEN … . Ich erinnere mich an eine Zeit, als ich vegan lebte und ganz selbstverständlich der Meinung war, dass allen anderen doch wohl zumindest ein vegetarischer Tag in der Woche zugemutet werden könne (der Meinung bin ich immer noch ..) und zwar durchaus mit Zwang, da ja freiwillig nichts erreicht zu werden schien. Heute lebe ich nicht mehr vegan, aber immer noch mit hohem moralischem Anspruch an meine Ernährung. Aber eben an MEINE. Ich habe aufgehört, missionieren zu wollen.
      Bei den Spritzen hingegen will ich weiterhin „missionieren“ (dagegen!) – und spiegele damit in gewisser Hinsicht natürlich auch die GRÜNEN, die ja eine sehr „missionarische“ Partei sind. Was mich bei den GRÜNEN so entsetzt, ist, dass sie von einer menschen- und naturfreundlichen – und systemkritischen Partei in eine menschenkritische und extrem systemstützende Partei mutiert sind. Der missionarische Eifer wurde beibehalten, nur der Inhalt hat sich komplett gedreht. Von dem Krakenmonster sozusagen „freundlich übernommen“, wie es bei Kapitalunternehmen ja immer so schön heißt … .
      Ja, retten wollen hat immer auch etwas auf sich selbst Bezogenes, das sehe ich auch so. Ich hoffe sehr, dass es einen friedvollen und sanften Übergang gibt. Und irgendwie glaube ich auch daran…. . 💞

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    1. Diese Art des Systems besteht ja auch nicht erst seit unserer Zeit. Nur in unserer Zeit wurde das Wachstum in so gigantische Höhen getrieben, dass auch die damit verbundene Zerstörung in Natur (und Menschen) gigantisch wurde und wird. Das System daher über kurz oder lang nur zusammenkrachen kann. Und, wenn man genauer hinsieht, kann es nicht mehr lange dauern, sondern wird derzeit nur mit verzweifelten Maßnahmen etwas hinausgezögert.
      Ja, das Loslassen Einzelner hilft dem Gesamten (noch) nicht. Aber zumindest den Einzelnen, die loslassen … .😉💕
      Herzliche Grüße zurück!

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  2. Etwas „abarbeiten“ und etwas „aufarbeiten“, – klingt so ähnlich und kommt aus verschiedenen Quellen. Wenn wir aber während des gefahrvollen „Aufdeckens“ schon das „Zukünftige“ ahnen und im scheinbaren „Abbauen“ schon mit „aufbauen“ helfen, haben wir alle „Hilfen“ auf unserer Seite🌈

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  3. Das monströse
    der Gewaltakt
    der weltlichen
    und der
    spirituellen Mächte

    ist mir ein Gleichnis
    mir selbst
    das eigene Monster
    täglich
    an den Hörner
    zu packen

    der Fingzeig
    auf das Böse
    der anderen

    hat noch nie
    etwas gebracht
    der Menschheit
    zum Besseren
    verholfen

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    1. Danke dir, lieber Hans. Das Monströse, das ich hier anzusprechen versuche, ist nicht „das Böse der anderen“, sondern ein System, das so, wie es derzeit ist, auf Gedeih und Verderb auf Wachstum ausgerichtet ist. Und immerwährendes Wachstum kann aus meiner Sicht nur zu einem Monster führen. … Einem alles verschlingenden Monster …

      Gefällt 5 Personen

      1. Guten Tag Marlen,

        Vielen Dank für Deine Erklärung, die auch als solche verstanden habe.

        Die Doktrin des ewigen Wachstums, ist das Credo, der Weltwirtschaft der Mächtigen.

        Die Menschen die diesen fatalen Liberalismus vertreten, die gibt es rund um den Globus.

        Wir sehen, dass wir damit vor dem Abgrund stehen.

        Was diejenigen Menschen, die ihre Ideologie für ihre Macht, dem Reichtum und den Profit nicht hindert, ihr Schema, ihr Lehrgebäude auf Teufel komm raus verteidigen.

        Eine Systemanalyse und deren Erklärung hilft uns zur Verbesserung in unserer Praxis im Alltag nicht weiter.

        Es ist wichtig, zu diesem Thema der Masslosigkeit, bei sich selbst Hand anzulegen.

        Herzliche Grüße
        Hans

        Gefällt 2 Personen

      2. Ich habe deinen Kommentar nicht als „besser wissen“ aufgefasst (obwohl mir das „Besserwissen“ zugegebenermaßen nicht ganz so fern liegt … 😉), sondern als Ergänzung zu meinem Beitrag und auch zu deinem ersten Kommentar. Herzlichen Gruß! 💌

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  4. Befürworter des „Spikens“ sind genau so fest in ihrer Vorstellung gefangen, wie die Gegner in der ihrigen. Unmöglich, mich freiwillig zum „Gespikten“ zu machen und wahrscheinlich genauso unmöglich die Gespikten vom Boostern abzuhalten. Außerdem fehlt den meisten die Fantasie, sich vorzustellen, was Ursache, Auslösung und Aufrechterhaltung dieses Wahnsinns sein könnte. Das schaffen nur Verschwörer und Paranoiker… Du hast keine Chance… gib sie ihr…

    Beim Lesen fiel mir ein Gedicht ein, das ich früher mal schrieb. Es passt nicht so ganz, ich poste es trotzdem:

    Ausverkaufsrun

    Einst hungerten sie
    und wanderten aus
    weit, weit fort
    über den Ozean

    Jene, die dort lebten
    rotteten sie aus
    gnadenlos
    und ohne Gewissen

    Jetzt haben sie viel
    und wollen noch mehr
    unstillbar
    der Hunger des Molochs

    Mit Krakenarmen
    breitet er sich aus
    Terrorist,
    wer Widerstand leistet

    Der Erde Gesicht
    entstellt von der Gier
    wen kümmert´s,
    wir brauchen Energie

    Alle machen mit
    beim Ausverkaufsrun
    Jeder
    will noch sein Säckchen füllen

    Doch was brauchen wir denn
    zum Überleben?
    Frei von Gift,
    Wasser, Nahrung und Luft…

    Zu wenig, denkt mancher
    und vergißt dabei,
    ohne es
    ist alles verlorn.

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  5. Liebe Maren, prima gesagt, mit tiefem Einblick und weitem Überblick !
    Und das Gefühlsgemisch von Helfenwollen und Hilflosigkeit kenne ich auch..
    Wie vorbereiten, vomit rüsten? Mit Gottertrauen, sagst Du – und das ist wahr! 💗💛💗

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  6. Nun steht er zwischen einigen „MAXIMEN“ („auf innerem Wege aufgenommen“ ..). Also genau vor diesen beiden:
    1)“Fordere Deine Kräfte! Gehe keiner Anforderung aus dem Weg! Deine Kräfte werden sich stählen“ und
    2) „Hüte Dich vor Extremen! Halte die goldene Mitte! Strebe nach Ausgleich und Harmonie in Dir selbst. Zügele Dich!“
    Die habe ich selbst vor Jahren in meinem Eigenverlag herausgegeben.

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  7. Hallo in die Runde,

    ich muss gestehen, möglicherweise nicht intelligent genug zu sein, um diese Seite, bzw. den Inhalt dieser Seite zu verstehen. Vielleicht kann man mir da ja mal auf die Sprünge helfen. Wir danken.

    Also, geht es „nur“ um Geld, bzw. das Finanzsystem? Klar ist das nicht so toll. Das sagen sogar die „guten“ Finanzexperten. Die Zinsen müssen offenbar so niedrig bleiben. Das ist nicht gut. Na ja, usw. Jedenfalls; pauschal Kacke ist das Finanzsystem nicht. Klar, man kann auch ohne Geld auskommen, oder mit wenig. Geld ist nicht alles. Aber man kann mit Geld schon einiges an Probleme lösen. Aber auch das ist klar; es gibt keine Vorteile (Probleme lösen) ohne Nachteile (vielleicht neue Probleme schaffen).

    Oder geht es um was anderes? Um das Impfen gegen Corona? Um das Versagen der Politik dazu?

    VG, Jürgen

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    1. Lieber Jürgen, vielen Dank für deinen Kommentar, der mir hilft, besser zu verstehen, warum bestimmte Zusammenhänge von vielen nicht gesehen werden.
      Ich weiß nicht, ob du dich mal näher mit der „Finanzkrise“ damals 2007/2008/2009 beschäftigt hast. Mit den Ursachen und den Auswirkungen. Vielleicht auch den Gründen, warum nach der Lehman-Pleite damals dann alle Banken „gerettet“ wurden? Die Ursachen, warum es damals zu dieser Krise gekommen ist,- ist dir klar, dass die nie beseitigt wurden? Stattdessen wurden Unsummen Geld ins System gepumpt, um dieses irgendwie am Leben zu erhalten.
      Ein Finanzsystem ist „gut“, wenn es sozusagen der Vereinfachung des Warenaustauschs dient. Das Finanzsystem, was wir haben, ist ein anderes. Wir haben über gigantische Summen verfügende Finanzkonzerne, die nichts selber produzieren, sondern deren einziges Geschäftsmodell ist, aus Geld mehr Geld zu machen. Einige dieser Finanzkonzerne (insbesondere zwei), triffst du sowohl in dem unregulierten Markt, wie in so gut wie jedem großen und „wichtig“ erscheinenden Unternehmen der Welt als Hauptanteilseigner an. Blackrock und Vanguard verfügen über zig Billionen, sehr viel mehr als jeder einzelne Staat dieser Welt. Sie haben daher auch sehr viel mehr Macht. Denn wenn eines dieser Unternehmen „fällt“, weil Spekulationsblasen platzen, dann reißt das jedes große Unternehmen und so gut wie alle Banken mit in den Abgrund. Diesen Domino-Effekt will (und kann) keine Regierung zulassen.
      Da das Wachstum aber eigentlich ausgereizt ist, längst die Substanz der natürlichen Ressourcen äußerst gefährdet ist, muss etwas anderes her. Biotec und Digitalisierung erscheinen da vielen Politiker*innen als „Heilsbringer“. Die Biotec-Branche (also die Branche, die mithilfe von Gentechnik versucht, den Menschen zu „verbessern“) boomt seit gut 20 Jahren, und es sind enorme Gelder hineingeflossen. Ich selber habe lange ein sogenanntes „Biological“ genommen, und anschließend sehr lange und sehr sehr unangenehm an den Folgen geknabbert. Denn, was man mir damals nicht so deutlich gesagt hat, die Produkte sind im Prinzip ein „Abo“. Wenn man sie aufgrund der nicht mehr tolerierbaren Nebenwirkungen absetzt, ist man im Grunde gezwungen, ein anderes Neues zu nehmen. Es sei denn, man ist so wie ich, und steht die „Entzugserscheinungen“ durch. Auch die Corona-Spritzen sind so ein Abo, wobei das dort von Anfang an klar war. Solche Abo´s sind für die Branche ein Geschenk. Und für die Hauptanteilseigner dieser Unternehmen auch … . Für die betroffenen Menschen aber weniger … .
      Die Corona-Politik gibt die Möglichkeit, hohe Geldsummen in das System zu pumpen, ohne öffentliche Kritik befürchten zu müssen. Gleichzeitig hat sie den von der Politik erwünschten Effekt, die Digitalisierung, insbesondere auch im Gesundheitsbereich rasant voran zu treiben, die Gesellschaft insgesamt umzubauen. Auch hier kann man erkennen, wessen Interessen dahinter stehen … . Es sind nicht die Interessen von Lieschen Müller. … .
      Man kann dabei in einzelnen Aspekten durchaus Positives sehen (ich habe das selbst lange getan, bevor ich mir aufgrund der Corona-Geschichte Vieles noch einmal sehr viel genauer angesehen habe…). Ich bin aber der Meinung, dass es sehr wichtig ist, sich anschauen, wo bestimmte Entwicklungen herkommen. Was genau dahinter steht – und ob das wirklich den Menschen dient, oder nicht vielmehr einem äußerst kaputten System.

      Ich würde mich sehr freuen, wenn ich ein klein wenig zur Klärung beitragen konnte! Vielleicht sogar zur Klärung mancher Vorurteile gegenüber den Gegnern dieser Spritzen!!!

      Herzliche Grüße
      Maren

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  8. Hallo Maren,

    okay, es geht also um Geld. Ein wenig bin ich da informiert. Na klar, ich kenne die Finanzkrisen, und ja, ich weiß warum das – eigentlich – nicht funktioniert. Das sagen sogar viele Finanzexperten – was auch immer ein Finanzexperte ist.

    Ohne hier eine unendliche Diskussion anzuzetteln, denn da kommt eigentlich nichts bei raus, muss man sich aber immer ein paar Dinge vor Augen halten;

    1.) Wir Menschen wollen immer mehr (Geld, Macht, was auch immer). Wenn wir es dann haben, wollen wir noch mehr. Das ist eben so.

    2.) Menschen sind bis auf wenige Ausnahmen neidisch. Wir wollen auch so einen schönen PKW haben, wie der Nachbar, so ein schönes Haus, so viel (wie viel auch immer) Geld verdienen, auch so oft in Urlaub gehen.

    3.) Was würde wohl mit genau diesen Menschen passieren, wenn man Ihnen genau diese Dinge anbieten würde? Diese Dinge (Geld, Macht, was auch immer…) die diese Leute niemals erreichen werden. Weil sie einfach nicht diese Beziehungen haben, nicht dieses Vitamin B haben. Würden diese Menschen die Gelegenheit ergreifen? Oder würden Sie sagen; nein, das ist nicht gut? Nur wenige würden das sagen. Die allermeisten, vermutlich über 90% würden die Chance ergreifen.

    Denn Geld ist zwar nicht alles. Aber Geld ist viel. Sehr viel. Das ist einfach so. Du fragst dich, ob ich wohlhabend bin? Ich weiß es nicht. Ich bin zufrieden. Alles andere hätte wohl auch keinen Sinn.

    Abschließend danke ich dir für deine sehr lange Antwort hier als Kommentar. Sehr nett!

    VG, Jürgen

    Gefällt 1 Person

  9. Maren: „Wir haben über gigantische Summen verfügende Finanzkonzerne, die nichts selber produzieren, sondern deren einziges Geschäftsmodell ist, aus Geld mehr Geld zu machen“

    Es sind nicht die „Finanzkonzerne“, die das machen, sondern viele einzelne energetische Menschen mit ausgeprägtem Ehrgeiz in Zusammenarbeit mit noch viel mehr Menschen.

    Sie machen das,
    1. weil sie es können,
    2. weil sie es dürfen (regelkonform).

    Und 99,9 % derer, die ihnen das neiden, würden
    nichts daran ändern ― wären sie an deren Stelle.

    Denn es ist nicht so, daß die Habenichtse
    bessere Menschen sind als die Besitzenden.

    Die Dinge sind wie sie sind, weil die Menschen (wie du
    und ich) im Großen und Ganzen so sind, wie sie sind.

    Wenige Menschen, solche mit einer höheren Geistigen
    Reife, bilden die Ausnahme, die das Gesagte bestätigt.

    Wohl oder übel… müssen wir dem Jürgen zustimmen.
    Nichts Menschliches ist uns fremd.

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    1. Lieber Nirmalo, da habe ich ein anderes Menschenbild.
      Auch wenn ich dir zustimme, dass man derzeit sehr den Eindruck haben kann, dass Menschen nichts anderes sind, als das, was du beschreibst, sehe ich den eigentlichen Menschen doch als etwas sehr anderes an. Menschen machen das, was du beschreibst, aus meiner Sicht auch weniger aus dem Grund heraus, „weil sie es können“, sondern, weil sie Anerkennung suchen. Und ihnen in ihrer gesamten Erziehung zumeist beigebracht wurde, dass materieller Erfolg Anerkennung bringe. Und weil Menschen in der heutigen Zeit dazu neigen, Anerkennung von Außen als das anzusehen, was ihren Hunger nach Liebe und auch nach Sinn stillen könnte …. . Denn der heutige Mensch ist es gewohnt, nur nach Außen zu blicken und nicht nach Innen. Das war nicht immer so. Und ich bin überzeugt, es wird auch nicht mehr lange so bleiben.
      Und es ist ganz sicher nicht Neid der Beweggrund, aus dem heraus ich das schreibe…. .
      Und im Übrigen glaube ich: Derzeit ist vielen Menschen sehr viel Menschliches fremd. Nämlich das, was den Menschen eigentlich ausmachen könnte … .
      Stattdessen wird den Menschen eingeredet, sie wären niedere, neidische und gierige Wesen, die „verbesserungswürdig“ wären … . Über Gentechnik zum Beispiel … .
      Herzliche Grüße an dich!

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      1. Liebe Maren,
        was ich gerade sagen will, ist, daß sich der vermeintliche „Gut-Mensch“ (du und ich) nicht wirklich von „den Anderen“ unterscheidet.

        Zum Beispiel der Lottospieler, der sich gerne über die Reichen mokiert. Hat er einen Sechser, hört er damit auf. 😉

        Wenn wir nur genau genug unsere versteckten Tendenzen beobachten und ehrlich zu uns selbst sind, können wir keinen Stein werfen. In keine Richtung.

        Wenn wir noch genauer hinsehen,
        könnte es sein, daß wir feststellen,
        …den ANDEREN gibt es gar nicht.

        Heitere Novembergrüße.

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      2. Natürlich geht es immer darum, an sich selbst zu arbeiten und zu lernen. Und nicht am anderen und diesen lehren zu wollen … . Auch, wenn derzeit die große Mehrheit genau das will, die anderen lehren … .
        (Ich bin von diesen „Lehrer-Tendenzen“ nicht frei, das habe ich auch nie behauptet, versuche aber zumindest auch immer, für mich zu lernen.)
        Was bin „ich“ – und was der oder die „andere“? Das sind Fragen, die mir ehrlich gesagt noch niemand zufriedenstellend beantworten konnte.
        Das, worum es mir in diesem Beitrag geht, ist aber gerade nicht der „Mensch an sich“, sondern um bestimmte Strukturen, die mal von Menschen geschaffen wurden. Sich verselbständigt haben – und den Menschen und der Natur aus meiner Sicht heutzutage ganz erheblich schaden. Menschen können Strukturen auch wieder ändern …, es müssen sich nur genügend Menschen genau dazu entschließen … .

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  10. Das Geld über die Natur und den Menschen stellen, beziehungsweise, die Entstehung eines von der Produktion abgekoppelten Finanzkapitalismus – ist das nicht die Fortsetzung der Trennung von Geist und Materie, beziehungsweise der Trennung von Gott und Wirklichkeit. Natürlich enthalten diese Trennungen, dass das eine über das andere herrsche. Wer zu den anderen – oder den Aussenstehenden – das Verhältnis des Herrschens oder der Überlegenheit sucht, kann es durch geldliche (monetäre) Abhängigkeit realisieren: er kann für jene den Geldhahn öffnen und ihn für diese schliessen und er kann Medienpräsenz und -Meinungen kaufen für sich oder andere. Er kann durch Geld das in die Köpfe pflanzen, was er will – jedenfalls wird er eine Welt nach seinem Ebenbilde schaffen.

    Gefällt 1 Person

    1. Ich würde sagen, jedenfalls „will“ er eine Welt nach seinem Ebenbild schaffen. Ich bin optimistisch genug zu behaupten, dass er es dennoch nicht „wird“, denn aus meiner Sicht ist der Mensch sehr viel mehr als bloße „dumme“ Materie und die Trennung letztendlich nicht möglich … .

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  11. Maren: „Lieber Nirmalo, da habe ich ein anderes Menschenbild.“

    Maren, was für ein Menschenbild habe ich denn? Da bin ich sehr neugierig! 😊

    🌱

    Maren: „…dass man … den Eindruck haben kann, dass Menschen nichts anderes sind…“

    Gang so ist das von mir nicht gemeint.

    a – Der „Gutmensch“ hat nicht nur die Tendenzen in sich, die er gerade auszudrücken versucht.
    b – Der „Bösmensch“ (wen immer wir dazu erklären) kennt solche Tendenzen, die du und ich vielleicht „edel“ nennen würden, auch.

    Der Unterschied zwischen beiden
    ist nicht so groß, wie oft gedacht.

    🌱

    Maren: „Natürlich geht es immer darum, an sich selbst zu arbeiten“

    Ups – da bin ich draußen. 😲
    Davon halte ich nichts… „an sich zu arbeiten“. Das ist mir fremd.

    🌱

    Maren: „Natürlich geht es immer darum, … zu lernen“

    Ja, da bin ich ich wieder dabei.
    Aber das passiert ja einfach.
    Das müssen wir nicht „tun“.
    Lernen geschieht unentwegt.

    🌱

    Maren: „Fragen, die mir … noch niemand zufriedenstellend beantworten konnte“

    Das ist ja auch gar nicht möglich.

    Die wesentlichen Fragen kann dir
    niemand anderes beantworten.

    • Banale Fragen… können von außen beantwortet werden.
    • Wesentliche Fragen… nur von innen.

    🌱

    Maren: „Menschen können Strukturen auch wieder ändern“

    Hier sind wir ganz einig: Strukturen,
    die wir selber gebaut haben,
    können wir auch selber korrigieren –
    wenn es sich zeigt, daß sie nicht taugen.

    Aber manchmal muß der Schmerz erst richtig
    groß werden, bis wir (Menschen) einen Fehler
    erkennen k ö n n e n und… beheben w o l l e n.

    🌱

    Maren: „Und ihnen in ihrer gesamten Erziehung zumeist beigebracht wurde, dass…“

    Zum Thema Erziehung fand ich auf dem Blog von Gisela Benseler ein interessantes Zitat:

    „Jede Erziehung ist Selbsterziehung,
    und wir sind eigentlich als Lehrer
    und Erzieher nur die Umgebung
    des sich selbst erziehenden Kindes.

    Wir müssen die günstige Umgebung abgeben,
    damit an uns das Kind sich so erzieht, wie es
    sich durch sein inneres Schicksalerziehen muß.“

    ― Rudolf Steiner

    Das Wort „Erziehung“ sollte aber dringend gegen ein passenderes ausgetauscht werden ― es ist verdorben, gewaltgetränkt. Das an sich schöne Zitat des Rudolf Steiner könnte noch besser klingen. Hier ein Vorschlag:

    Jede Entfaltung ist Selbstentfaltung,
    und wir sind eigentlich als Lehrer
    und Mentoren nur die Umgebung
    des sich selbst entfaltenden Kindes.

    Wir müssen die günstige Umgebung abgeben,
    damit an uns das Kind sich so entfaltet, wie es
    sich durch sein inneres Schicksal entfalten muß.

    Gefällt 1 Person

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