Der Schmerz des Meeres

Nach einer langen Zeit der Dürre sind viele Seen nahezu oder sogar vollständig ausgetrocknet. Die Menschen sehnen sich nach Wasser.

Es zieht sie zum Meer, um dort das ersehnte Wasser zu finden. Aber das Meer ist salzig und schmeckt nach Tränen, und es ist voller Müll.
Die Tränen erinnern an Schmerz.

An einen Schmerz, der bereits über viele Generationen besteht. Der Müll hat sich über diese lange Zeit immer weiter im Meer ausbreiten können. Und niemand war da, der der Verschmutzung des Meeres durch diesen Müll Einhalt gebieten konnte.

Der kleine Zwerg fühlt den Schmerz des Meeres. Und er möchte das Meer retten. Er ist bereit, alles dafür zu tun. Denn tief in seinem Innern weiß er, wie wichtig das Meer für die Menschen ist und auch für ihn.

Er weiß nicht, dass er zum Opfer wird. Opfer von Kräften, die weit größer sind als er.

Er wird weiter leben. Aber sein Verhältnis zum Wasser wird getrübt sein. Er wird wütend sein.
Wütend auf den, von dem er denkt, dass er schuld sei an dem Müll im Meer. Er weiß nicht, dass dieser Müll bereits über sehr viele Generationen kreuz und quer in das Meer geworfen wurde.

Nur, wenn er versteht, dass er ein Opfer war, kann sein Verhältnis zum Wasser wieder rein werden.
Und er wird erkennen, wie gut ihm klares reines Wasser tut.

Er wird verstehen, dass er dem Meer nur insoweit helfen kann, als er selber keinen Müll hineinwirft – und versucht, den Müll, den er bereits hineingeworfen hat, wieder hinauszufischen.

Jeder, der Müll in das Meer geworfen hat, wird irgendwann mit diesem Müll konfrontiert werden. Denn das Meer muss jetzt gereinigt werden. Jede Person, die versucht, ihren Müll wieder herauszufischen, wird dabei von starken Kräften unterstützt werden.


Ein Beitrag zu den abc-Etüden, deren aktuelle Einladung hier https://365tageasatzaday.wordpress.com/2022/02/06/schreibeinladung-fuer-die-textwochen-06-07-22-wortspende-von-kain-schreiber/ zu finden ist. Von Kommentaren bitte ich abzusehen.

Veröffentlicht von lachmitmaren

Ich bin voller Lebensfreude. Manchmal albern, manchmal ernst. Gute Zuhörerin. Vielseitig interessiert. Ich bin kritisch und hinterfrage die Dinge. Bin Volljuristin, staatlich geprüfte Heilpraktikerin, zertifizierte Lachyoga-Leiterin - Und Rheumatikerin seit gut 30 Jahren.

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