Milonga

Milonga

Und sie tanzen einen Tango …

„Hast du gesehen, diesen gefährlich aussehenden Typen dahinten?“

„Ja, der war schon oft sehr aggressiv. Aber jetzt hat er einen neuen Feind: Die bösen Russen … . Und jetzt denkt er, er wäre der Held. Und würde mit seiner Aggressivität und Waffenvernarrtheit zu den Guten gehören. Weil er ja die Bösen bekämpft … .“

„Die Helden, sind das nicht immer die, die sich gegen den Krieg stellen?“

„Das sind immer erst hinterher die Helden. Vorher sind das die Mit-Bösen. Weil sie sich nicht „distanzieren“ von denen, von denen die Kriegstreiber behaupten, das seien die Bösen … . „

Und sie tanzen einen Tango …

„Du hörst doch den Nachrichtensprecher. Wie er immer so hübsch betont „Putin`s Angriffskrieg“. Wie nennt man das in der Grundschule, wenn man brav auswendig gelernt hat, was man sagen soll und das dann ganz stolz ständig allen präsentieren will …? Fleißbienchen?“

„Ja, unser „Bildungssystem“. Da werden die Leute halt „gebildet“ und in „Rahmen“ gesteckt … ..
Für dieses System wäre es der Super-GAU, wenn die Lernenden diesen Rahmen „sprengen“. Wenn sie fragen, wer die betreffenden Bilder wohl erschaffen hat. Und warum. Und welche Interessen wohl dahinter … . „

„Stimmt. Solcherart Fragen bekommen im System keine „guten Noten“. Von der Grundschule bis zum Studienabschluss. Gefordert und gefördert wird Detailwissen innerhalb des vorgegebenen Bildes. Damit kann man die Lernenden schön beschäftigen … .
Das Große Ganze ist ohnehin kompliziert. Zusammenhänge haben oft ein spekulatives Element, und die Leute sollen nicht spekulieren, sondern auswendig lernen und glauben, verdammt nochmal … .“

„Genau. Fleißbienchen von der Grundschule bis zum Studienabschluss…. .
Klar, das Hinterfragen muss um Gottes Willen verhindert werden. Stell dir vor, was du sonst für einen Flohzirkus unterschiedlicher Meinungen hättest. Das würde die Menschen nur verwirren. Und sie ganz unglücklich machen… .“

„Stimmt, die Leute, die die Menschen in der Ukraine (und in vielen anderen energiepolitisch „interessanten“ Ländern) auf dem Altar ihrer energiepolitischen und machtpolitischen Interessen geopfert haben, macht es zweifellos nicht glücklich, wenn plötzlich immer mehr Menschen beginnen, hinter die von ihnen so sorgsam aufgebauten Bilder zu schauen.“

Hör den Leuten hier doch mal ein wenig zu.“:

Und sie tanzen einen Tango …. und sie hören zu … :

„Macht dir diese anhaltende Dürre auch so Sorgen?“

„Ja, ich bin nämlich eine totale Wasserratte. Deshalb haben wir uns noch schnell einen Swimmingpool gebaut. Man weiß ja nie, was noch kommt. Wasserrationierung, Energierationierung und so weiter … .“

„Mit Chlor?“

„Na klar. Geht ja nicht anders. Naturteich? Nee, zu aufwendig, zu teuer. Unser Grundwasser? Woanders wird sogar das Trinkwasser gechlort, mancherorts gar fluoriert. Nervengifte? Pah! Das kommt doch auf die chemische Verbindung an. Ich trinke heute Abend sowieso nur Champagner und Wein. Ha ha … . Biozertifiziert übrigens… . Den Luxus leiste ich mir gerne. Für die Umwelt natürlich.“

Und sie tanzen einen Tango … .

„Und außerdem ist doch jetzt das Fracking so modern geworden. Und wenn die da das Grundwasser staatlicherseits im großen Stil vergiften, was macht da mein kleiner privater Swimmingpool schon aus?“

„Ja, sparen wir halt das Wasser anders. Zehnmal am Tag ausgiebig die Hände waschen bleibt natürlich, denn das ist ja wichtig. Aber statt Dusche jetzt halt Waschlappen einmal die Woche. Ha ha … .“

Und sie tanzen einen Tango … .

„Wie wenig wir uns doch kennen!“

„Stimmt. Und? Sind Sie irgendwie aus irgendeinem Grund prominent? Besonders reich? Oder kennen „wichtige“ Leute? Nein? Warum sollte ich mich denn dann für Sie interessieren? Uns hier interessieren Oberflächen. Insta … . Bilder. Schöne Kulissen. Klicks.
Und glauben Sie bitte nicht, ich würde ihnen wirklich offen von mir erzählen wollen. Das ist mir viel zu heikel. Man weiß ja nie heutzutage.“

Und sie tanzen einen Tango … .

„Dieser „menschengemachte“ Klimawandel macht mir echt Sorgen.“

„Ja, mir auch. Mein letzter Tanz übrigens heute, Ich muss morgen in aller Herrgottsfrühe los zum Flughafen. Das Business verlangt`s. In meinem Job gibt`s halt keine Sommerpause. Und mit dem Regionalzug kommt man nun mal nicht in die Gegenden, wo ich nun mal hin muss. Ha ha … .“

„Du hast vielleicht einen glamourösen Job, ein wenig neidisch… . Und na ja, Du spendest ja sicher für den Regenwald.“

„Ja sicher, der Regenwald ist mir ähm…, total wichtig… . Ich will schließlich, dass es mal wieder regnet. Ha ha … “

Und sie tanzen einen Tango … .     

„Hast du schon gehört? Im britischen Königshaus zwischen …  und …, da ist das Tischtuch jetzt endgültig zerschnitten. Große Ereignisse werfen ihren Schatten voraus. Vielleicht sogar eine Scheidung oder so …?“

„Nein! Wie interessant … . Habe ich dir eigentlich schon gesagt, dass ich deine süßen Kulleraugen total erotisch finde?“

Und sie tanzen einen Tango … .

Und, was sagst du zu diesen Gesprächen?“

„Milonga. Erstaunlich viele Menschen lieben Lügen und nutzlosen Tand. Sie fühlen sich damit lebendig. Es macht ihnen Spaß.
Schau doch nur, wie eitel sie ständig in den Spiegel schauen.“

„Ja. Und schau nur, wie ängstlich die meisten sich gleichzeitig ständig vergewissern, dass sie bloß nichts „falsch“ machen in den Augen der anderen. Bloß kein „falscher“ Schritt, immer schön im Takt. Bloß nicht zu auffällig gekleidet sein. Aber auch bloß nicht zu unauffällig.“

„Ja, es gibt die, die die Musik und den Takt vorgeben. Es gibt die die begeistert tanzen, weil es „ihre“ Musik ist.
Und es gibt die große Masse, die einfach nur „dazu“ gehören will. Und die furchtbar große Angst hat, den vorgegebenen Takt zu „vermasseln“. Die sich ausmalt, dass ihnen kaum was Schlimmeres passieren könnte.“

„Weil man ihnen beigebracht hat, es wäre furchtbar peinlich, die Gruppe aus dem Gleich-Takt zu bringen. Und wenn sie das täten, wären sie stoffelig und müssten sich schämen.“

„Ja unser Bildungssystem … .“

„Die Leute lieben Uniformität und Gleichklang. Stell dir nur vor, jeder würde nach seinem eigenen Takt … . Das totale Chaos. Und bestimmt würde ständig jeder jedem und jeder auf die Füße treten.“

„Oder auch nicht. Vielleicht würde man einfach nur etwas mehr Achtsamkeit brauchen … . Und vielleicht täte das diesen Tänzer*innen ausgesprochen gut?! Vielleicht täte es ihnen und allen anderen ausgesprochen gut, würden sie weniger häufig auf sich und die eigene Performance im Spiegelbild schielen. Und stattdessen üben, ein Gefühl für all die anderen im Raum zu bekommen …???“

„Idealistin! Den Leuten macht es Spaß, anderen auf die Füße zu treten.
Wir machen das doch auch gerade…. . Sehr bewusst … .
Die meisten Menschen, die anderen gerne auf die Füße treten oder sie anrempeln, wollen dabei aber eben unbedingt im Brustton der Überzeugung vertreten, dass der Schmerz und der Ärger, den sie dabei erzeugen, selbstverständlich die alleinige „Schuld“ des Trottels (oder der Trotteline) war, die den vorgegebenen Takt stoffeliger Weise wegen zweier „linker“ Beine (oder gar unverschämterweise absichtlich) nicht eingehalten habe. Sie selbst sind natürlich immer völlig „unschuldig“.“     

Und sie tanzen einen Tango …

Und die Kripo kann nichts finden, was daran verdächtig wär … .

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Ein Beitrag zum Etüdensommerpausenintermezzo. Die Regeln findet man hier: https://365tageasatzaday.wordpress.com/2022/07/10/7-aus-12-etuedensommerpausenintermezzo-ii-2022/comment-page-2/#comment-79239

Veröffentlicht von lachmitmaren

Ich bin voller Lebensfreude. Manchmal albern, manchmal ernst. Gute Zuhörerin. Vielseitig interessiert. Ich bin kritisch und hinterfrage die Dinge. Bin Volljuristin, staatlich geprüfte Heilpraktikerin, zertifizierte Lachyoga-Leiterin - Und Rheumatikerin seit gut 30 Jahren.

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25 Kommentare

  1. „Und sie tanzen einen Tango…“ Bittere Wahrheiten werden hier im Zwiegespräch, beim Tangotanzen, offen angesprochen. Es ist genial, wie das hier provokativ dargestellt, in Sprache gegossen wird und uns zur Stellungnahme aufruft. Wie aus einem Guß, wenn auch harte Kost.

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  2. Liebe Maren, ich habe jetzt zum dritten Mal deinen Text gelesen und werde nicht warm damit. Es wundert mich selbst, denn mich öden die Hohlköpfe und derartige Gespräche auch an und ich denke, dass wir mit Macht den Ast absägen, auf dem wir sitzen (in vielerlei Hinsicht), nur der Funke mag dieses Mal nicht überspringen. Aber ich danke dir, dass du Lust hattest, deine Gedanken in die Form des Intermezzos zu gießen.
    Herzliche Morgenkaffeegrüße! 🌞🌳☕🍪🌼👍

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    1. Vielleicht tanzt du nicht so gerne Tango 😉? Hast Angst, wegen eines „falschen“ Schrittes womöglich verspottet zu werden? Spötter können verletzend sein. Und meist suchen sie sich „Opfer“ aus, von denen sie denken, sie hätten von ihnen nichts zu befürchten. Und andere machen dann mit, weil sie den Spöttern gefallen wollen (vielleicht aus Angst, sonst zum nächsten „Opfer“ zu werden; vielleicht auch, weil sie aus irgendeinem Grund denken, die Spötter wären „hip“ und „cool“ – und sie unbedingt zur Gruppe der „Hippen“ und „Coolen“ gehören wollen.) Sie versuchen dann gemeinsam, die ihnen missliebige Person von der Tanzfläche zu drängen, mehr oder weniger subtil… . Und die Spötter und die Mitmacher, das sind nicht selten die, die NIEMALS so etwas wie Mobbing zulassen würden … . NIEMALS … .
      Mir hat Argentinischer Tango immer Spaß gemacht. Und meine Tanzschuhe haben hohe und spitze Absätze, so dass es wenig ratsam wäre, mich wegen eines angeblich „falschen“ Schrittes verspotten oder von der Tanzfläche drängen zu wollen … . 😘.
      Herzlichen Gruß! ☕☕☕💌

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  3. Toll gemacht! Ja, wie doch die „bösen Russen“ noch gar nicht böse waren, um 2000. In einem Volk in dem über die Hälfte der Bevölkerung (gem. Ökonomen Marcel Fratscher, heute im TV-Interview) keinerlei nennenswerte Rücklagen hat, dürfte immer das Gegenüber „böse“ sein müssen, welches die „herrschende Klasse“ derart bestimmt. LG Michael

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  4. Deine Antwort auf Christianes Bemühen freundliche Worte zu deinem Rundumschlag gegen alle zu finden ist unerhört. Was berechtigt dich dazu, deine von dir erfundene Perfektion in allen Bereichen des Lebens anderen um die Ohren zu hauen, anderen alles mögliche zu unterstellen und deine eigene Großartigkeit als Kontrast hervorstreichen zu wollen? Dein Frust oder gar Hass auf die Welt, der zwischen den Zeilen immer schon herausgeschwappt ist, wird nun persönlich beleidigend! Ja, es geht mich eigentlich nichts an, aber es liegt mir daran, dir mitzuteilen, dass ich das empörend finde. Die Entwicklung von den von dir als Kunstwerk bezeichneten ABC-Etüden zu langen Ergüssen bis zu Beleidigungen der Wohlmeinenden, von denen du am wenigsten Widerstand erwartest, ist sehr bedauerlich!

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    1. Liebe Myriade, ja, du liegst ganz richtig mit deiner Annahme, dass der Text dieser Etüde auch dich gemeint haben könnte … .

      Denn in dem Text geht es nicht zuletzt um Scheinheiligkeit und oberflächliche Heuchelei.

      DU stehst sehr offensichtlich auf Zensur, auf „Bücherverbrennung“, auf Ausgrenzung DIR missliebiger Autor*innen. Autor*innen, deren – in deinen Augen – „Verbrechen“ darin besteht, eine andere Weltsicht zu vertreten als DU.

      Dahinter steht eine Energie, die vielleicht besonders in Deutschland und Österreich, vielleicht aber auch weltweit noch erschreckend weit verbreitet ist. Eine Energie, die DU mir nun schon bei etlichen meiner Texte um die Ohren geschlagen hast.

      Okay, du bist offenbar in diese Energie eingewickelt, und es wird irgendwelche in deiner Biografie liegende Gründe dafür geben..

      Aber dann hör verdammt nochmal auf, ständig in DEINEN Texten die Menschen als „böse“ zu bezeichnen, die genau dasselbe geschichtlich immer mal wieder getan haben:
      Die die Unterdrückung anderer Meinungen vorangetrieben haben. Die ihnen missliebige Meinungen und Werke zensiert haben und zerstört sehen wollten. Die ihnen missliebige Autor*innen verfolgt, verleumdet und wieder und wieder angegriffen haben.

      Denn entweder, du hörst jetzt endlich selber auf mit genau diesen Aktionen!!! Oder du begreifst zumindest, dass diese Menschen damals vielleicht genauso wenig „böse“ waren, wie du. Sondern einfach nur genauso in Propaganda eingewickelt waren, wie du es anscheinend bist.

      Denn diese Scheinheiligkeit und Heuchelei, die du derzeit zeigst, die finde ICH einfach widerlich!!!

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      1. Ach du meine Güte, vielleicht solltest du noch ein paar Wörter mehr in Blockbuchstaben schreiben und die Rufzeichen etwas umgruppieren, damit wenigstens der Eindruck einer gewissen Umgestaltung deiner Sätze entsteht.
        Es geht hier überhaupt nicht um mich sondern darum, dass du Christiane, die nie irgendwie anders als freundlich zu dir war (was ja nicht einfach ist) übel heruntermachst. Das empört mich! Du kannst noch so viele Episteln über Liebe und Frieden und Toleranz etc schreiben, wenn du diese Eigenschaften nicht lebst, sondern ganz im Gegenteil die ganze Welt verurteilst weil sie nicht auf deiner Wellenlänge schwurbelt, bist du nicht glaubwürdig.
        Deine Beschreibung meiner Person ist halt so, wie du es verstehen kannst. Ich erwarte von dir schon lange nicht mehr, dass du aus deinem selbstgebastelten Universum heraustreten kannst.
        Ich weiß weder von welchen Aktionen du schreibst noch worauf du die Behauptung stützt, dass ich scheinheilig und heuchlerisch bin. Was soll´s, gehört eben zu den Elementen deiner Welt. Ich habe wohl richtig verstanden, dass das Verbreiten der Kunde von diesem Universum gut ist, während Widerspruch dagegen verfolgt, verleumdet und angreift.
        Ich kann jetzt leider nicht weiter schreiben, denn ich muss ein paar Bücher verbrennen gehen und kann daher deinem Befehl, Texte in deinem Sinne zu schreiben nicht nachkommen

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      2. Das ist etwas, was Menschen an Liebe oft missverstehen: Dass eine Person, die Liebe lebt, sich gefallen zu lassen habe, wenn sie grundlos (wieder und wieder) angegriffen wird, liebe Myriade.

        Liebe heißt für mich, den Menschen, der das tut, dennoch als Mensch nicht zu verurteilen, und das tue ich auch dir gegenüber nicht. Handlungen allerdings be- und ggfs. ver-urteile ich sehr wohl. Zu solchen Handlungen von dir, die ich durchaus verurteile, gehören u.a. auch Lügen, Verdrehungen, Verfälschungen, Unterstellungen, Beleidigungen (von denen deine Kommentare leider immer wieder reichlich gefüllt sind) .

        Und solche Handlungen verurteile ich auch, wenn sie von irgendjemand anderem kommen. Es geht dabei nie um den Menschen selbst, denn ein moralisches Urteil über einen anderen Menschen steht aus meiner Sicht letztlich niemandem wirklich zu, sondern es geht mir immer nur um dessen Handlung.

        Falls du mir irgendwann einmal sachlich und ganz ohne Lügen, Verdrehungen, Beleidigungen etc. mitteilst, wo genau du inhaltlich mit etwas in einem Text nicht übereinstimmst und warum du mit dem betreffenden Punkt ein Problem hast, dann wäre das etwas, was sicherlich konstruktiv sein könnte.

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  5. „ohne Lügen, Verdrehungen, Beleidigungen etc“ heißt wohl in deiner Sprache, dass genau das gesagt werden muss, was du hören möchtest. Was dir inhaltlich nicht gefällt ist „Lüge“ oder „Verdrehung“. Gut, es ist deine Angelegenheit, dein Universum mit der Realität in Einklang zu bringen und mit den Reaktionen deiner Mitmenschen. Dass dir dies nicht gut gelingt, sieht man daran wie aggressiv deine Texte sind, allen und jedem gegenüber, sogar Christiane, die eine ist, die tatsächlich Frieden und Freundlichkeit lebt.
    Nicht Menschen sondern deren Handlungen zu verurteilen ist ein Prinzip, das ich durchaus teile, ich sehe nur nicht, dass dein Text von diesem Prinzip getragen wird. Da geht es um „Fleißbienchen“ „Viele Menschen“ „die Leute, die..“ „erstaunlich viele Menschen“ „die große Masse“ etc und die werden alle in Grund und Boden verurteilt. Du kannst ja verurteilen, wen du willst, aber nicht gleichzeitig behaupten, dass du Liebe und Verständnis lebst. Das ist unglaubwürdig
    Ich möchte keine Debatte führen. Dein Universum, das alles in „gut“ und „schlecht“ einteilt ist mir zu naiv und undifferenziert zumal die Zuordnung in „gut“ und „böse“ von dir vorgenommen wird, nach undurchschaubaren Kriterien. Du hast ja oft genug versichert, wie zuwider dir Fakten sind. Das meiste im Leben ist nicht „gut“ oder „schlecht“ sondern irgendetwas dazwischen.
    Ich wollte nur meinen Ärger zum Ausdruck bringen über Selbstherrlichkeit, die sich als liebende Güte tarnt. Dies ist mein Blick von außen mit dem du tun kannst, was du willst.

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    1. Wie einig wir uns doch sind … .😊. Denn du hast es mit deinem vorletzten Satz wunderbar auf den Punkt gebracht: Meinen Ärger über Selbstherrlichkeit, die sich als liebende Güte tarnt, den ich heute mal deutlich zum Ausdruck gebracht habe … . 😘

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  6. Ironisch, sarkastisch,, liebe Maren, gut hingekriegt.
    Gut und/oder Böse gibt es nicht, denk an die vielen Schattierungen, an die Verstecke, die überall auf uns lauern und der gesunde Menschenverstand weiß manchmal nicht mehr, was er eigentlich noch glauben kann…

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    1. Was heißt für dich „“gut und böse“ gibt es nicht“, liebe Bruni?

      Ich bin durchaus der Meinung, dass es Verhaltensweisen gibt, die ich als „böse“ oder zumindest als schädlich für Menschen, Tiere und Natur ansehe. Und Verhaltensweisen, die für alle nützlich und wertvoll („gut“) sind.
      Und dass es wichtig für uns Menschen ist (vielleicht eine unserer wesentlichen Aufgaben?), hier „gut“ und „böse“ besser unterscheiden zu lernen.

      Leider wird das mit dem „gut“ und „böse“ bisher allerdings aus meiner Sicht von vielen insoweit sehr unglücklich missverstanden, als sie MENSCHEN als „gut“ oder „böse“ bewerten.
      Meines Erachtens steht ein moralisches Urteil über einen anderen MENSCHEN niemandem zu.
      Ein moralisches Urteil über Handlungen und Verhaltensweisen hingegen schon, denn das bringt die Möglichkeit, als Gesamtmenschheit zu lernen und sich weiterzuentwickeln.

      Herzlichen Gruß an dich 💌
      Maren

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      1. Ein Mensch, bisher als sehr liebenswert und einfühlsam bekannt, kann in eine Situation geraten, z.B. eine Mutter, die ein Kind schützt oder deren Kind verletzt wird, handelt nicht mehr liebenswert und einfühlsam. Sie kämpft mit Zähnen und Klauen um ihr Kind und böse ist sie deshalb wahrhaftig nicht.

        Tiere kämpfen ums Überleben und Menschen tun es ihnen ähnlich. Geht es um Überleben, gibt es kein Gut oder Böse mehr. Nur noch das Überleben zählt.
        Gut klingt nach Gütig, aber auch für Güte gibt es Grenzen und ein sogenannter Böser kann sehr wohl sein eigenes Kind innig lieben.

        Moralische Urteile über jemanden sollte man nicht zu schnell fällen.

        Bösartig oder grausam sind sehr andere Eigenschaften.
        Der Mensch ist kein besonders gutes Wesen, er ist so vielschichtig dank seiner Gene und auch anerzogenen Eigenschaften.

        Jemand, der anders ist, alle alle anderen einer Gruppe wird doch erst mal der Buhmann sein, bis es sich zeigt, das Anderssein ist nur seine äußere Schale, aber bis zu diesem Zeitpunkt wird er ausgegrenzt und oft genug zum Opfer auserkoren…

        Lieber Gruß von Bruni

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  7. Gut und böse beim Menschen würde ich gerne durch andere Worte ersetzen, liebe Maren. Manchmal ist für eine Seite etwas gut, was für die andere Seite schlecht ist… Kommt oft genug vor…
    Die Gründe, warum jemand etwas Bestimmtes tut, sind wichtig zu wissen, um sich ein Urteil zu bilden.

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    1. Wie ich schon sagte, bin ich der Ansicht, dass es „gut“ ist, gar keine Urteile über andere Menschen zu fällen.

      Hinsichtlich der Verhaltensweisen gebe ich dir recht: Was einem als eine „gute“ Verhaltensweise / Handlung erscheinen mag, kann jemand anderem als „schlechte“ Verhaltensweise / Handlung erscheinen. Deshalb ist es aus meiner Sicht so wichtig, miteinander offen und ehrlich zu kommunizieren, um dadurch besser erkennen zu können, ob man (oder frau) vielleicht bestimmte Dinge etwas zu einseitig gesehen hat: Offen zu sein für die Möglichkeit, dass eine bestimmte Verhaltensweise, von der man / frau überzeugt war, sie sei „gut“, vielleicht etliche Aspekte aufweist, die sich für viele andere Menschen / Tiere / Pflanzen als schädlich erweisen. Die Verhaltensweise daher im Ergebnis vielleicht überhaupt nicht „gut“ ist – und dringend überdacht (und geändert) werden sollte.
      Es ist ja nichts „Ehrenrühriges“ daran, sich in seiner Ersteinschätzung getäuscht zu haben. Ganz im Gegenteil ist es doch eine „gute“ Verhaltensweise, stets lernfähig und lernwillig zu bleiben.

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