Zur aktuellen Impfdiskussion — Die Wochenschrift für Anthroposophie

Gegen Viren muss man kämpfen – so das heutige Diktum. Jedoch sind Viren auch für die Gesundheit aller Lebewesen wesentlich. Es geht also auch darum, sie zu verstehen und ein richtiges Verhältnis mit ihnen zu finden, so Thomas Hardtmuth, freier Dozent und ehemaliger Oberarzt für Chirurgie und Thoraxchirurgie am Klinikum Heidenheim. Als wahr wird heute…

Zur aktuellen Impfdiskussion — Die Wochenschrift für Anthroposophie

Für mich war in diesem Artikel u.a. die Aussage zu den Antinukleären Antikörpern (ANA) besonders interessant. Das sind Autoantikörper, die gegen körpereigene Zellkernstrukturen gerichtet sind.

Laut Schulmedizin könne ein erhöhter ANA-Titer auf eine Autoimmunerkrankung hindeuten, müsse dies aber nicht. Ich habe bei dem „müsse dies aber nicht“ so meine Zweifel.

Bei mir ist dieser Wert durch die Behandlung mit einem „modernen“ Rheumamittel, einem sogenannten Biological über die Jahre in immer astronomischere Höhen gestiegen. Der Wert wurde zwar jahrelang akribisch gemessen, aber die logische Schlussfolgerung wurde nicht gezogen. Angeblich hätte der Wert ja theoretisch auch nichts mit dem Biological zu tun haben müssen. Allerdings war der Wert bei mir vor Beginn der Behandlung um ein Mehrtausendfaches niedriger gewesen… . (In diese alten Werte hatte man aber vorsichtshalber nicht mehr geschaut.) Erst als absolut nicht mehr zu leugnen war, dass ich auf das Medikament schwer allergisch reagierte (allergisch in dem Sinne, dass es meine ursprüngliche Autoimmunerkrankung schwer getriggert, statt positiv beeinflusst hat), wurde das Zeug abgesetzt. Natürlich nicht, ohne mir ein Neues, jetzt noch „moderneres“ andienen zu wollen … .

Obwohl ich nun schon seit mehreren Jahren keine Medikamente mehr nehme, habe ich mit den Neben- / Nachwirkungen dieses Biologicals immer noch zu kämpfen. „Biological“ heißen diese Mittel, weil sie (ähnlich wie die „modernen“ Impfstoffe) auf gentechnisch bearbeitetem lebenden Zellmaterial beruhen, und nicht etwa, weil sie besonders verträglich seien, wie der harmlos klingende Name suggerieren könnte … .

Nachdem ich ja nun vor fast einem Jahr schon näheren Kontakt mit diesem Corona-Virus geschlossen hatte – habe ich mir nach Lesen des verlinkten Artikels die Frage gestellt, ob dieses Virus nicht vielleicht theoretisch sogar auch eine positive Wirkung haben könnte. Auffällig erscheint mir, dass er bei den meisten Menschen dort angreift, wo ohnehin Schwachstellen bestehen. Die dann noch einmal deutlich zum Vorschein kommen. Vielleicht, um jetzt bearbeitet werden zu können? Mit viel Geduld? In der Homöopathie gilt es als ein gutes Zeichen, wenn nochmal Altes zum Vorschein kommt.

Jedenfalls denke ich mir, es ist besser, Dingen auch positive Möglichkeiten abgewinnen zu können, als sie nur rein negativ und verängstigt zu betrachten.

Und tatsächlich habe ich jetzt nach einem Jahr ziemlicher Quälerei den Eindruck, dass zumindest bestimmte unangenehme Erscheinungen, die mich seit diesem Medikament begleitet haben, endlich besser zu werden scheinen.

Wer weiß schon, wofür manche Dinge gut sind…? Und vor allem, wie viele Menschen haben schon verstanden, was Viren wirklich bedeuten und wofür sie gut sein können???

Der Titel meines Blogs

Künstlerin: Dörte Müller

„Ich lache mich gesund.“ Irgendwie passt das nicht mehr so richtig zu dem, was ich schreibe – und auch zu mir:

Zum Einen habe ich erkennen müssen, dass das mit dem „gesund“ eine Wunschvorstellung von mir ist, die möglicherweise etwas zu hoch gegriffen sein könnte … .

Zum Andern ist mir im letzten Jahr klar geworden, dass Lachen zwar schön ist, aber nicht immer hilft. Dass Lachen – wie alles – zwei Seiten hat, und es gar nicht unbedingt so gut tut, Dinge einfach „weg lachen“ zu wollen.

Als ich den Blog im Sommer 2019 begonnen hatte, hatte ich mich gerade über längere Zeit intensiv mit Glücksforschung und mit positiver Psychologie beschäftigt und war fasziniert von dem Konzept. Noch faszinierter und glücklicher war ich dann, als ich nach dem Lehrgang zur Lachyoga-Leiterin mich so gut fühlte und so niedrige Entzündungswerte im Blut hatte, wie sie schon seit vielen Jahren bei mir nicht mehr gemessen worden waren. Und das ganz ohne Medikamente! Ein Wert, den all die Medikamente vorher schon lange nicht mehr geschafft hatten.

Ich war begeistert. Und natürlich sofort der Meinung, diese tolle „Medizin“ auch allen anderen nahe bringen zu müssen – real und eben auch virtuell über diesen Blog … . In dem ich dann vorhatte, von meinen Erfahrungen zu berichten.

Zielgruppe für das „reale“ Lachyoga waren die, die meiner Meinung nach vom Lachen in gesundheitlicher Hinsicht besonders profitieren konnten, also ältere Menschen und Autoimmunerkrankte. Fehlt(e) nur noch ein passender Raum. Da ich vorhatte, das Ganze ehrenamtlich anzubieten, sollte der Raum natürlich nichts kosten.

Als Erstes erfuhr ich dann, dass das mit dem ehrenamtlich von Kolleg*innen gar nicht so gerne gesehen wird. Was ich verstehen kann, denn wer mit Lachyoga den eigenen Lebensunterhalt bestreitet, findet kostenlose „Konkurrenz“ natürlich nicht so toll. Auch wurde mir bedeutet, dass Menschen Dinge, die sie geschenkt bekommen, fast nie so zu schätzen wissen, wie Dinge, für die sie bezahlt haben. Hm. Wahrscheinlich stimmt das. Leider.

Na ja, das Finanzielle ließe sich regeln, zur Not über einen Spendentopf. Das mit dem Raum für feste Lachyoga-Angebote war schon schwieriger. Zumal ich die niedrigen Entzündungswerte leider so nicht halten konnte. Und dementsprechend auch nicht in der Stimmung war zum Klinkenputzen.

Also übte ich erstmal in der Gymnastikgruppe meiner Mutter. Dabei stellte ich fest, dass das vielen der alten Damen Spaß machte. Bei einigen hatte ich aber auch den Eindruck, dass sie nur mitmachten, um mir einen Gefallen zu tun, und sich eigentlich sehr unwohl dabei fühlten. Das war nicht der Sinn der Sache – und der positiven Energie, die das Lachyoga verströmen kann, auch nicht zuträglich. Aus dem Lebenslauf der betreffenden Damen heraus aber mehr als nachvollziehbar.

Meine vorherige Vorstellung, Menschen im Seniorenwohnheim, die ich gar nicht kannte, mehr oder weniger ungefragt mit Lachyoga zu „erfreuen“, erschien mir plötzlich naiv.

Ja, und dann kam 2020. Und alles war ohnehin ganz anders. Durch den Tod meiner Mutter im ersten Lockdown und allem, was damit zusammenhing, war mir mein eigenes Lachen unerwarteterweise selbst ziemlich vergangen. Plötzlich konnte ich sogar verstehen, dass es Menschen gibt, die von Lachyoga genervt sind, weil sie sich einfach nicht danach fühlen. Vorher fand ich, „man müsse sich halt nur darauf einlassen“. Und konnte gar nicht verstehen, was daran schwer sein sollte.

Jetzt verstehe ich das gut: Selbst wenn es erlaubt gewesen wäre, Lachyoga anzubieten, hätte ich 2020 nicht die „Lachenergie“ (und auch nicht den körperlichen Zustand) gehabt, die nach meiner Erfahrung erforderlich ist, um die Teilnehmer*innen mitzureißen.

Dafür hat mir das Jahr ermöglicht, in anderer Hinsicht an mir zu arbeiten und dabei auch das ein oder andere zu erkennen und vielleicht auch aufzulösen, das ich vorher einfach mit Lachen zugedeckt hätte. Das Jahr hat mich auch „mutiger“ gemacht. In dem Sinne, dass ich mir viel mehr erlaubt habe, meine Meinung auch dann zu vertreten, wenn ich klar von der Mehrheitsmeinung abweiche. Ich habe bemerkt, dass mir das gut tut. Vermutlich sogar besser, als einfach nur zu lachen. … .

Auch, wenn mein Blogname „Ich lache mich gesund“ also nicht mehr ganz dem bei mir aktuellen Stand entspricht, werde ich ihn (erstmal) beibehalten. Denn Ganzheitlichkeit und insbesondere Ganzheitlichkeit in der Medizin sind für mich weiterhin DIE Themen meines Blogs. Und Lachyoga, Humor allgemein und auch Glückforschung halte ich nach wie vor für wichtige Aspekte der Ganzheitlichkeit.

Außerdem: Wer weiß schon, was passiert, wenn dieser ganze Lockdown-Wahnsinn endlich wieder beendet wird? Vielleicht werde ich mich ja doch noch gesund (oder zumindest gesünder) lachen…??? 🙂

„Gesundheit geht vor.“ Oder …???

Künstlerin: Dörte Müller

„Gesundheit geht vor.“ Das höre ich seit Monaten sehr oft. Es ist DIE Begründung für die Corona-Maßnahmen. Als grundsätzlich kritischer und v.a. als seit vielen Jahren chronisch (schwer) kranker Mensch bin ich mir da allerdings nicht ganz so sicher. Geht sie das?? Wessen Gesundheit? Und vor was geht sie?

Gerade habe ich mal wieder ein Buch ausgelesen, das davon handelte, wie man Krankheiten wie Demenz und insbesondere Alzheimer möglichst vermeiden oder zumindest hinauszögern kann. (Brant Cortright, Das Bessere Gehirn, in deutsch 2017 im Scorpio-Verlag erschienen.)

Man weiß inzwischen, dass das Gehirn prinzipiell lebenslang zur Neurogenese, also zur Neubildung von Hirnzellen, in der Lage ist. Man kennt Möglichkeiten, diese Neurogenese zu fördern. Und man weiß, was man vermeiden sollte, weil es den gegenteiligen Effekt hat.

Im Grunde ist es einfach, sagt der Autor: „Was will das Gehirn? Es will mit der Welt in Beziehung treten und seine Fähigkeiten nutzen, um sein Potential auszuschöpfen. Es will, dass es uns gut geht, dass wir lieben und unser Leben auf allen Ebenen genießen: Mit Körper, Herz, Geist und Bewusstsein. Warum sollten wir uns dem widersetzen?“ Tja, dachte ich, genau, warum sollten wir das tun?? Gesundheit geht schließlich vor … .

Was sollte man aus Sicht der Gehirngesundheit unbedingt vermeiden?

Isolation und Einsamkeit; Mangel an intellektueller Stimulation; mangelndes Gefühl von Sinnhaftigkeit; mangelnden Zugang zu spirituellen Praktiken bzw. Menschen.

Der Grund: Neurogenese braucht zwingend Stimulation, denn nur dann bleiben neu gebildete Hirnzellen bestehen. Wenn man ältere Menschen Isolation und Einsamkeit aussetzt, nimmt die Neurogenese zwingend ab. Und das ist kein vorübergehendes Phänomen. Mehrere Monate Isolation sind in jedem Alter extrem schädlich für das Gehirn und die Gesundheit. Bei alten Menschen richten sie nicht wieder gut zu machende Schäden an.

Geht Gesundheit vor, wenn wir Isolation und Einsamkeit gerade Älterer und auch kranker Menschen über Monate in erheblichem Maße fördern? Geradezu erzwingen?

Ein weiterer Hauptrisikofaktor ist chronischer Stress. Dieser fördert u.a. chronische Entzündungen, aber auch Depressionen, was sich beides negativ auf das Gehirn auswirkt.

Geht Gesundheit vor, wenn die unter dieser Überschrift ergriffenen Maßnahmen viele Menschen um ihre wirtschaftliche Existenz bangen lassen?? Wenn Maßnahmen, die strenge Kontrolle ihrer Einhaltung, und die Berichterstattung über Maßnahmen und Virus Angst und Stress verbreiten? Über Monate?? Wenn Mechanismen zum Stressabbau wie Sport, Tanzen, Kultur, menschliche Nähe im Gegenzug stark eingeschränkt bis nahezu unmöglich gemacht worden sind??

Wie anfällig das Gehirn eines Menschen für Stress ist, wird teilweise bereits im Mutterleib – oder noch davor – entschieden. Denn traumatisierte Mütter (und Väter) können sich nicht so um ihren Nachwuchs kümmern, wie dieser es gerade in den ersten zwei Lebensjahren für eine optimale Gehirnentwicklung bräuchte. Die für Angst zuständigen Gehirnregionen dieser Kinder sind von Beginn an sehr viel stärker ausgeprägt, als bei mit viel Liebe und Körperkontakt betreuten Babys. Ob sich das im späteren Leben jemals komplett ausgleichen lässt, ist offen.

Es ist davon auszugehen, dass auch ein großer Teil der in dieser Pandemie handelnden Personen in diesem Punkt eine schlechte Ausgangslage hat. Es ist die Generation, deren Eltern oder Großeltern durch den 2. Weltkrieg traumatisiert wurde. Vielleicht ist auch das ein Grund, warum viele Entscheidungen in dieser Pandemie aus einem anscheinend eher negativen Menschen- und Weltbild heraus und nicht ganz so besonnen getroffen werden, wie ich es mir wünschen würde?

Gerade hörte ich einen Wissenschaftler im Radio stolz bemerken, dass er mit einer Studie festgestellt habe, dass Kinder und Jugendliche sich in der „Corona-Krise“ Sorgen machten um das Wohlergehen ihrer Eltern und Großeltern, und Angst hätten, diese wohlmöglich anzustecken. Das sei verantwortungsbewusst von der jungen Generation.

Ist es verantwortungsbewusst von den Erwachsenen, insbesondere von Wissenschaftler, auszublenden, was solche Ängste und Sorgen in Psyche und Gehirn von Kindern und Jugendlichen anrichten, auch langfristig? Und auch in Psyche und Gehirnen von Erwachsenen, insbesondere, wenn diese ohnehin anfällig sein sollten für Depressionen oder Angststörungen? Gesundheit geht vor…??

Was mich persönlich seit Monaten am meisten stört, sind gar nicht mal unbedingt die Maßnahmen an sich (jedenfalls nicht alle). Sondern die mit dem „Verkaufen“ dieser Maßnahmen einhergehende Bewusstseinsvermüllung.

Ich wünsche mir ein Programm, das es mir ermöglicht, zum Stichwort „Corona“ ausschließlich sachliche Informationen zu bekommen (Todesfälle im Vergleich zu anderen Erkrankungen und anderen Jahren um dieselbe Zeit; Intensivbettenbelegungen im Vergleich zu anderen Erkrankungen und Jahren im Herbst / Winter etc.) und sonst bitte nichts!
Ich will nicht „getröstet“ werden, weil – aufgrund der „unsichtbaren Bedrohung“ – „die Zeiten so schwer“ seien. Schon gar nicht von Leuten, die das, was für mich „diese Zeiten schwer“ macht, durch ihre eigenen Entscheidungen oder das „Promoten“ dieser Entscheidungen selbst herbei geführt haben und dies ständig weiter tun.

Ich lebe seit 30 Jahren mit teilweise starken Schmerzen (im Grunde nie wirklich schmerzfrei) und kontinuierlich schlimmer werdenden Bewegungseinschränkungen. Und dieses Gejammere über das „böse Virus, das so viel Schweres erzwingt“ nervt mich, – zumal ein Virus nichts erzwingen kann. Ich bin ein empathischer Mensch. Ich höre zu, wenn mir jemand erzählt, dass es ihm / ihr schlecht geht und nehme Anteil. Wenn mir aber in Nachrichtensendungen emotional rührselig aufbereitete Geschichten über Leute aufgezwungen werden, die Corona überstanden haben – und immer noch leiden, weil es so schlimm war… Dann reagiere ich aggressiv! Nicht gegenüber diesen Leuten, aber gegenüber den Journalist*innen, die deren Schicksal für ihre Zwecke missbrauchen.
Und ich will auch nicht täglich Zahlen zu Corona ohne jeden Zusammenhang und Bilder von einem beatmeten Menschen auf der Intensivstation vorgesetzt bekommen.
So etwas sind für mich keine journalistisch sachlich informativen Nachrichten, sondern Müll. Journalistische Quacksalberei mit dem einzigen Ziel, Menschen in ANGST zu halten. Gesundheit geht vor? Dass ich nicht lache … .

Von den „Corona-Maßnahmen“ selbst bin ich dabei an und für sich kaum betroffen. Ich bin aufgrund meiner Erkrankung, die sich dieses Jahr nochmal verschlimmert hat, inzwischen so stark bewegungseingeschränkt, dass ich das Haus wegen der damit für mich verbundenen Anstrengung ohnehin nur selten verlasse. Meinen Versuch, im Fitnessstudio dem Muskelverfall entgegen zu wirken, hatte ich schon vor dem 1. Lockdown nahezu aufgegeben. Danach komplett. Ich war noch nie eine große Arztgängerin, insofern stört es mich auch nicht, dass ich meine Hausärztin seit diesen „Hygiene-Maßnahmen“ nicht besuchen könnte. Denn ich müsste auf dem Flur anstehen und warten, bis es in der Praxis leer genug ist für alle Abstände. Ich kann nicht längere Zeit stehen. Und um den Block laufen ist für mich auch keine mögliche Option, wenn Sitzbänke Fehlanzeige oder (aus Abstandsgründen) gesperrt sind. Das wird Menschen, die Arztbesuche dringender bräuchten, als ich, möglicherweise nicht anders gehen. Ich kann auch nicht vor Läden anstehen und warten, bis es dort leer genug ist, damit ich rein darf. Macht nichts. Wir bekommen schon seit Jahren unsere Gemüsekiste vom Ökohof geliefert. Aber andere?

„Gesundheit geht vor.“

Was mir fehlt, sind meine Cafébesuche. Bisher hatte ich Wartezeiten zwischen Terminen in kleinen Cafés überbrückt. Dort gab es Stammkundschaft meist älterer Menschen. Einige freuten sich immer, wenn ich auftauchte, denn ich bin (trotz meiner chronischen Schmerzen) ein fröhlicher Mensch. Ihre Freude freute mich dann wiederum. Ob es diese Cafés noch gibt, weiß ich nicht. Ob es den 90-jährigen Stammgast noch gibt, für den sein täglicher Besuch dort DAS Highlight war, auch nicht. Er war bis auf seine Schwerhörigkeit körperlich und geistig sehr fit, hatte sicher keine Angst vor Corona und vor dem Tod ohnehin nicht. Aber er war sehr einsam seit dem Tod seiner Frau.

„Wir schützen die Alten.“ Tun wir das…???

Ich persönlich mag es ja sogar, dass die Adventszeit dieses Jahr besinnlicher wirkt. Menschen, die bisher allerdings hauptsächlich aktivistisch nach außen gerichtet gelebt haben (und das ist in unserer Zeit deutlich die Mehrheit), macht das erzwungene Aufsichzurückgeworfensein oft unruhig und aggressiv. Wenn das ohnehin schon unruhig aufgewühlte Bewusstsein dann noch täglich medial mit diesen Geschichten rund um Corona vollgemüllt wird, macht es das nicht besser.

Natürlich würde ich mich über diese Corona-Maßnahmen nicht ärgern, wenn ich den Eindruck hätte, dass damit die Zahl von Todesfällen und schweren Erkrankungen insgesamt gesenkt würde. Leider habe ich den Eindruck nicht. Die meisten Todesfälle treten in Pflegeheimen auf. In hoher Zahl während des Frühjahrs- und des Herbstlockdowns, also trotz (oder wegen?) dieser Maßnahmen. Realistischerweise wird man Infektionen in Pflegeheimen nicht völlig verhindern können. Und weitgehende Isolation macht alte Menschen nicht gerade weniger anfällig für Tod durch Covid-19 oder andere Erkrankungen. Es gibt einige Hinweise, dass man mit regelmäßigen Vitamin-D3-Gaben schwere Verläufe von Covid-19 in Pflegeheimen reduzieren oder gar verhindern könne. „Selbstverständlich“ wird diesen Hinweisen nicht nachgegangen bzw. sie werden klein geredet. Man könnte es zumindest versuchen (und mit Vitamin C zusätzlich) finde ich. Man tut es nicht. Gesundheit geht vor??

Die zugrunde liegenden und jetzt durch diese Maßnahmen so deutlich werdenden Probleme sind alle nicht neu. Es gab schon bisher erhebliche Unterschiede zwischen arm und reich, sowohl in Deutschland wie weltweit. Zwischen denen, die eine „gute Lobby“ hatten, und denen, die kaum gehört wurden. Zwischen denen, die profitieren und denen, zu deren Lasten dies geht. Die Schere ist durch die Corona-Maßnahmen eben nur nochmal deutlich weiter auseinander gegangen. Schon bisher waren die am Rand der Gesellschaft denen in der Mitte weitgehend gleichgültig. Die Hilfsangebote sind bedingt durch die Corona-Maßnahmen eben nur noch erheblich weniger geworden. Schon bisher war Alterseinsamkeit ein großes Problem, nicht nur in Pflegeheimen. Die Corona-Maßnahmen werfen nur ein Schlaglicht darauf.

Vielleicht ist das gar nicht so schlecht. Vieles wird einfach sichtbarer und damit vielleicht ein deutlicherer Anstoß zum Umdenken.

Alleinsein zu können, sich nach innen zu wenden – und das Alleinsein vielleicht sogar als All-Eins-Sein zu spüren, das muss man üben. Wer das kann, wird sich nicht isoliert fühlen. Vielleicht können diese Corona-Maßnahmen insofern sogar eine Chance sein?

Gesundheit und Wohlergehen gehen vor. Also: Radio, Fernsehen, Computer und Handy aus – und Meditieren :-)!

Ja, statt seit Monaten weltweit wie das Kaninchen auf die Schlange zu starren, und sich von einem Virus oder vielmehr den rund um dieses Virus erzählten Geschichten hypnotisieren zu lassen (und wohlmöglich auf eine fragwürdige Impfung zu warten, um wieder am Leben teilnehmen „zu dürfen“), könnten wir aus meiner Sicht Sinnvolleres tun. Denn ich bin überzeugt:

TIEF IM INNERN WISSEN WIR MENSCHEN ES LÄNGST BESSER!