Auf ein Wort, liebe Mediziner*innen

Nebel auf dem Weg; Künstlerin: Dörte Müller

Dieser Beitrag ist inspiriert durch einen Bericht, in dem eine Ärztin ihr Buch vorstellte, mit dem sie eine bessere Arzt-Patient*innen- Kommunikation anregen wollte. Ich habe das Buch nicht gelesen, mich aber direkt gefragt, ob es nicht an der Zeit wäre, dass Patient*innen darlegen, was SIE sich wünschen von ihrem Arzt / ihrer Ärztin. Denn bisher wird mir zu oft eher das beschrieben, von dem Ärzt*innen DENKEN, dass Patient*innen es sich wünschten. Daher nunmehr meine ganz persönlichen Gedanken dazu (ohne Anspruch auf Verallgemeinerung):

Liebe Mediziner*innen, ich habe kein Problem mit dem, was Ihr so gern als Euer „Fachchinesisch“ bezeichnet. Ich habe „meine“ Autoimmunerkrankung seit gut über 30 Jahren und kenne die meisten der medizinischen Fachbegriffe zu meinem Krankheitsbild recht gut. Ich kenne auch die meisten Eurer Therapievorstellungen zu meiner Erkrankung recht gut. Ich habe (heute würde ich sagen: leider) sehr viele davon ausprobiert. – Und sie als nicht wirklich hilfreich empfunden, ganz im Gegenteil. Ich habe in all diesen Jahren viele Erfahrungen gesammelt. Und ich möchte, dass Ihr meine Erfahrungen und meine Wünsche respektiert!

Denn genau da liegt mein Problem mit Euch: Ich verstehe etwas Anderes unter KOOPERATION, als Ihr. Für Euch heißt Kooperation: Ich habe brav genau das zu tun, was Ihr mir „vorschlagt“ (Medikamenteneinnahme in vorgeschriebener Dosis zum vorgeschriebenen Zeitpunkt) und Euch möglichst dankbar zu sein. Für mich heißt Kooperation: Wir überlegen gemeinsam, was für mich hilfreich sein könnte. Ihr beratet mich nach bestem Wissen – und ich entscheide.

Liebe Mediziner*innen, ich würde mir wünschen, dass Ihr nicht so oft so furchtbar beleidigt reagiert, wenn ich Euch sage, dass ICH die Therapieentscheidung treffe, nicht IHR, denn es geht um MEINEN Körper. Mein Leben. Und dafür bin ICH die Expertin, nicht Ihr. Ich bin ein Mensch, liebe Mediziner*innen, und kein zu behandelndes Objekt, oder irgendwie dumm, nur weil ich zufällig eine Erkrankung habe.

„Sie sind hier in einer renommierten Klinik …“

Ich würde mir wünschen, dass Ihr meine Fragen ehrlich beantwortet, also zugebt, was Ihr wisst – und was nicht. Dass Ihr aufhören würdet, zu versuchen, Nichtwissen mit Arroganz zu kaschieren. Ich reagiere nicht ehrerbietig, sondern äußerst ungehalten, wenn Ihr mir auf meine Frage nach möglichen Nebenwirkungen der von Euch empfohlenen medikamentösen Therapie antwortet: „Sie sind hier in einer renommierten Klinik, also verlassen Sie sich auf das, was Ihnen gesagt wird.“

Gut, diese Aussage ist jetzt ein Vierteljahrhundert her. Aber die Haltung, die dahinter steht, die begegnet mir immer noch. Die eine sagt mir, all ihre anderen Patient*innen wären dankbar für das, was sie ihnen anbiete, und mein Wunsch nach einer anderen Herangehensweise sei anmaßend und undankbar. Was ich überhaupt bei ihr wolle. Der andere unterstellt mir, ich WOLLE ja gar nicht gesund werden, wenn ich „die Schulmedizin ablehne“, weil ich etwas anderes wünsche, als Medikamente. Und nimmt sich erstaunliche 45 Minuten Zeit (die ihm niemand bezahlt) – … nur um mir alles Mögliche an den Kopf zu werfen und sich mit mir zu streiten.

Liebe Mediziner*innen, Ihr kennt den Nocebo-Effekt. Und Menschen wie ich, die mit Medikamenten und Operationen in ihrem bisherigen Leben eher schlechte Erfahrungen gemacht haben, reagieren auf diesen Effekt besonders stark. Warum also meint Ihr, Druck ausüben zu müssen, damit wir trotzdem unbedingt ein bestimmtes Medikament einnehmen? Und / oder uns operieren lassen?

Warum wollt Ihr alle, egal wo ich hingehe, mir immer unbedingt irgendetwas verschreiben? „Wenigstens ein Schmerzmittel! Ich verschreibe Ihnen alles. ALLES!“ Das war ein Zitat. Bei jeder Krankschreibung wegen eines Infekts hieß es: „Wollen Sie nicht doch ein Antibiotikum?“ NEIN! WILL ICH NICHT! Und ich will auch nicht, dass Ihr mir mit irgendeiner Impfung, „etwas Gutes tut“. Auch, wenn Ihr mir damit pflichtgemäß immer wieder kommt. Tatsächlich finde ich nämlich nicht, dass Ihr mir und meinem ja ohnehin aufgeputschten Immunsystem damit „etwas Gutes“ tätet.

Eine andere Herangehensweise?

Ich will eine andere Herangehensweise. Eine ganz andere. Und damit beiße ich bei Euch leider immer noch auf Granit. Und werde in Euren Augen zur „Querulantin“ und „Feindin“. Und das lasst Ihr mich durchaus auch spüren.

Ich will nicht Symptome unterdrücken, Schmerzen wegdrücken, mein Immunsystem supprimieren, um „zu funktionieren“. Ich sehe mein Immunsystem nicht als zu bekämpfenden Gegner an, wie Ihr es tut. Für mich sind meine Immunzellen keine Aufständischen, die ich unterdrücken muss, indem ich ihre Boten ausschalte. Das ist Euer Bild des Immunsystems: Beim Tumor schwingt sich eine „bösartige“ Zelle sozusagen zum Diktator des Gesamtsystems auf. Sie muss daher mit allen Waffen, die uns zur Verfügung stehen, aggressiv bekämpft werden. So wie man einen Diktator eben bekämpft: Mit Stahl und mit Chemie oder Strahlen. Bei der Autoimmunerkrankung sind es „aufständische Immunkrieger“, die plötzlich körpereigenes Gewebe angreifen. Die werden ebenfalls mit chemischen Waffen unterdrückt. Als „modern“ gilt es heutzutage, mit sogenannten Biologicals (gentechnisch hergestellte Medikamente mit „lebendem“ Zellmaterial) die Botenstoffe auszuschalten. Da es eine Menge Entzündungsbotenstoffe gibt, gibt es auch immer neue Medikamente in diesem finanziell sehr lukrativen Bereich.

Kollateralschäden sind bei all diesen „Kriegen“ selbstverständlich in Kauf zu nehmen. Das empfindet Ihr als normal. So geht Ihr immer vor. Für Euch ist alles Krieg. Ob gegen Viren (wie zur Zeit weltweit), gegen Bakterien oder gegen körpereigene Zellen. Ihr habt immer noch das darwinistische Bild von Konkurrenz und Kampf und dem Recht des Stärkeren im Kopf. Und dieses Bild prägt Eure Medizin immer noch ebenso, wie es die weltweite Wirtschaft prägt.

Für mich hingegen war diese darwinistische Theorie noch nie logisch. Für mich ist der menschliche Körper ein Gesamtkunstwerk, das gerade bei Krankheit immer in seiner Gesamtheit betrachtet werden muss. Meinen Körper zu einem „Schlachtfeld“ zu machen, halte ich nicht (mehr) für eine gute Idee. Wie soll ich so „heil“ werden? Ganz werden?

Ich halte es für weise, mir vor einer Maßnahme zu überlegen, ob ich damit Kollateralschäden anrichte – und ob diese nicht vielleicht in ihren Auswirkungen das Ganze viel schlimmer machen.

Weisheit

Weisheit, liebe Mediziner*innen, ist etwas, was ich mir bei Eurer Vorgehensweise in deutlich größerem Ausmaß wünschen würde. Ihr habt so unglaublich viel Wissen angehäuft über irgendwelche Details, dass Ihr vor lauter Stolz über all die kleinsten Komponenten, die Ihr jetzt „kennt“, oft nicht mehr merkt, dass das ganze Wesen ein MENSCH ist. Ihr spezialisiert und spezialisiert Euch. Haltet Euch dann für hervorragende Expert*innen auf Eurem Gebiet und merkt nicht, dass Ihr zu eindimensional unterwegs seid und den Blick aufs Ganze verloren habt.

Ihr macht Euch lustig über Medizinsysteme, die Ihr für „primitiv“ oder „unwissenschaftlich“ haltet. Ob Schamanismus, TCM, Ayurveda, Homöopathie, Anthroposophie, Reiki, „Geistheilung“, biophysikalische Methoden usw., Ihr neigt dazu, all das zu belächeln. Als nicht belegt oder Humbug abzutun. Ihr merkt dabei nicht, dass Ihr mit dem, was Ihr für „wissenschaftlich“ haltet, bei Descartes und Darwin hängen geblieben seid. Dass Ihr grundlegende physikalische Erkenntnisse der letzten hundert Jahre vollständig ignoriert, weil sie nicht in Euer Weltbild passen. Ihr geht immer noch davon aus, dass Euer materialistisches, mechanistisches Weltbild die „Wirklichkeit“ widerspiegele. Und weigert Euch beharrlich, alle Evidenz dagegen auch nur zur Kenntnis zu nehmen.

Ihr seid fasziniert von Genetik und gebt Milliarden aus für Biotechnologie und die Erforschung von Antitumormitteln sowie von Impfstoffen, die an den Genen ansetzen. M-RNA, das ist gerade das Zauberwort für Eure Corona-Impfung. Ihr ignoriert dabei, dass die Epigenetik seit längerem zeigt, dass es die Umgebung ist, die über die Genexpression bestimmt – und nicht umgekehrt. Zytoplasma, wohl auch Darmflora und natürlich die Psyche. Es ist das „Milieu“, das in den meisten Fällen über Gesundheit oder Krankheit entscheidet. Die von Euch so verlachten medizinischen System wussten / wissen das alle.

All diese System bezogen Weisheit und Beobachtung in ihr Wissen ein. Ihr hingegen lehnt alles ab, was mit Bewusstsein, Weisheit, innerem Wissen zu tun hat, mit der Begründung, es sei nicht wissenschaftlich, weil man es nicht messen könne.

Ehrlich gesagt kommt mir Eure Wissenschaft so vor, als würdet Ihr ein Buch lesen, indem Ihr gewissenhaft jeden Buchstaben auf jeder Seite zählt und vermesst. So dass Ihr am Ende des Buches haargenau sagen könnt, wie oft welcher Buchstabe vorkam. Wie groß die Buchstaben jeweils waren, wie breit, welche Schriftart und wie viel Druckerschwärze welcher Qualität sie enthielten. Und vielleicht würdet Ihr noch eine Schätzung abgeben, wie lange es etwa brauchen werde, bis die Buchstaben auf dem Papier verblassten – und was man ggfs. dagegen tun könne.

Nur den Inhalt des Buches und die enthaltenen Gedanken, die hättet Ihr nicht bemerkt oder für irrelevant gehalten … . Schließlich konntet Ihr die nicht messen.

Wäre es nicht an der Zeit, das System wieder vom Kopf auf die Füße zu stellen?

Liebe Mediziner*innen für Patient*innen wie mich ist es nicht so wichtig, ob „das Kind einen Namen hat“, wie Ihr mit Eurer ausgeklügelten Diagnostik oft zu glauben scheint. Denn diese Diagnostik dient selten der Ursachensuche, sondern der Auswahl der für diese Diagnose vorgesehenen Medikamente. Ich pfeife auf „leitliniengerechte“ Medizin (ich weiß, dass dürft Ihr nicht einfach tun, sonst bekommt Ihr erhebliche Unannehmlichkeiten). Diese „Leitlinien“ finde ich im Gegenteil sehr problematisch, weil sie im Prinzip vorschreiben, dass jeder Mensch mit gleichen Symptomen gleich behandelt werden müsse. Die bei Descartes und seiner Maschinenvorstellung des Menschen hängen gebliebene Medizin…. .

Liebe Mediziner*innen, Ihr könnt natürlich fragen, warum ich Euch überhaupt aufsuche, wenn ich das, was Ihr zu bieten habt, nicht will. Tatsächlich suche ich Euch inzwischen auch normalerweise nicht mehr auf, weil mir Euer Angebot eben so begrenzt erscheint.

Aber der Punkt ist: Ich HÄTTE ja durchaus gerne Hilfe. Denn ich habe natürlich auch sehr sehr viele „alternative“ Heilmethoden ausprobiert, arbeite viel an meinem Bewusstsein, mit Ernährung ohnehin schon seit sehr vielen Jahren, habe Ausbildungen mit verschiedenen gesundheitlichen Ansätzen selbst absolviert – und habe dennoch DEN Schlüssel, mit dem ich die vor vielen Jahren erfolgte „Fehlprogrammierung“ in meinem System rückgängig gemacht bekomme, (noch) nicht gefunden. Entgegen der schulmedizinischen Prognosen bin ich immer noch überzeugt, dass ein solches Rückgängigmachen prinzipiell möglich ist. Und ich würde mir von Euch, liebe Mediziner*innen eben auch immer noch wünschen, dass Ihr genau in diese Richtung Eure künftigen Forschungsbemühungen lenkt.

Ja genau: In Richtung Bewusstsein, Energiekörper, Chakren, Frequenzen, Wasserstrukturen in lebenden Systemen, Energiequalitäten, Zusammenwirken von Psyche und Körper usw. Warum nur sind viele von Euch immer noch so verbohrt und ignorant, all das so pauschal abzulehnen?

„Eine psychosomatisch wirkende Therapie? Das ist doch nichts für Sie! Sie sind doch RICHTIG krank.“

Auch das ist ein wörtliches Zitat eines Arztes, der diese Aussage mit einem Gesichtsausdruck verband, als habe er mir ein Kompliment gemacht. Wenn ich der Meinung bin, dass meine Erkrankung auch etwas mit meiner Psyche zu tun hat, bin ich FALSCH krank??

Warum denkt Ihr immer noch, dass Psyche und Körper voneinander getrennt zu behandelnde Gebilde und alles, was mit der Psyche zu tun hat, irgendwie peinlich sei???

Und mit so etwas wie Chakren brauche ich Euch in aller Regel natürlich schon mal gar nicht zu kommen.

Liebe Mediziner*innen, merkt Ihr nicht, dass Ihr Euch mit dieser mauernden Einstellung von Teilen der Bevölkerung immer weiter weg bewegt? Ihr habt bei chronischen Erkrankungen wenig zu bieten. Und Ihr weigert Euch, das zu ändern? WARUM?

Ursachen?

Ja, es stimmt, Ihr habt in der Tumortherapie in den letzten Jahren beachtliche Fortschritte erzielt und Ihr seid – zu Recht – stolz darauf. Aber der eigentlichen Frage, WARUM Tumorerkrankungen und Autoimmunerkrankungen seit Jahren so dramatisch zunehmen, der geht Ihr aus dem Weg. Stattdessen tut Ihr so, als sei Euer (Entschuldigung!) blödes Corona die Seuche des Jahrtausends, in deren Bekämpfung jetzt alle Anstrengungen gerichtet werden müssten. Haltet Ihr Tumor- oder Autoimmunerkrankungen für harmloser und weniger belastend als eine COViD-19-Erkrankung??? Was soll dieses Theater?

Müsstet Ihr Eure Anstrengungen und Forschungsbemühungen nicht viel mehr auf die Suche der möglichen Ursachen von Krebs und sonstigen schwerwiegenden Erkrankungen des Immunsystems richten, wenn Ihr der Menschheit wirklich einen großen Dienst erweisen wollt? Ihr behauptet zu wissen, was zumindest NICHT für die Zunahme dieser Erkrankungen verantwortlich sein könne: z.B. Impfungen, Zunahme elektromagnetischer Strahlung, 5G. Aber es sind Behauptungen, die mit „Wissenschaft“ nichts zu tun haben. Sie halten Euren eigenen wissenschaftlichen Standards nicht stand. Wieso wundert Ihr Euch, dass Menschen wie ich Euch diese Behauptungen nicht einfach so glauben?

Ja, ich weiß, Ihr seid eingebunden in die Zwänge von Pharmaindustrie, Gesundheitspolitik (die in Wahrheit Wirtschaftspolitik ist), und sonstigen wirtschaftlichen Vorgaben. Und dennoch: IST ES NICHT OFT AUCH EUER DENKEN, das Euch begrenzt? Und das eine echte Kommunikation mit Menschen wie mir nahezu unmöglich macht?

Liebe Mediziner*innen, die meisten von Euch WOLLEN doch helfen. Wieso weigert Ihr Euch dann so sehr, Euch in eine Richtung zu öffnen, die Euch bisher noch fremd ist? Wieso weigert Ihr Euch, wenigstens in Erwägung zu ziehen, dass genau dort vielleicht das wahre Potential für die Medizin der Zukunft liegen könnte???

Bedürfnisse

Künstlerin: Dörte Müller

Es handelt sich hier um einen Nachtrag zu meinem Beitrag: Warum versuchen wir es nicht mal mit Kommunikations-Regeln statt mit Corona-Regeln?“

Es ist mir jetzt doch ein Bedürfnis…, noch einmal meine Bedürfnisse ausdrücklich zu benennen, die meine Haltung in dieser Corona-Geschichte prägen:

  1. Ich hätte das Gefühl haben wollen, zu Dingen, die das (Zusammen)Leben relativ stark beeinflussen, in den öffentlich rechtlichen Medien neutral, sachlich und ausgewogen informiert zu werden. Dazu hätte für mich z.B. gehört, dass man die täglich als „Infektionszahl“ veröffentlichte Zahl positiver Testergebnisse immer ins Verhältnis setzt mit der Anzahl der insgesamt an diesem Tag Getesteten. Die bloße Zahl der positiven Testergebnisse ermöglicht keine Aussage zum Infektionsgeschehen. Dazu hätte für mich auch gehört, dass man nicht pauschal von „Tausenden Toten“ spricht, die an dem Virus gestorben seien, sondern auch hier die Zahlen ins Verhältnis setzt. Also z.B.: In den 6 Monaten mit SARS-CoV2 in Deutschland sind unter den rund 450.000 insgesamt in diesem Zeitraum in Deutschland Verstorbenen rund 9.000 Verstorbene, die das Virus in sich trugen. Ob sie an (und nicht nur „mit“) dem Virus verstorben sind, ist bekannt bei … % Der Altersdurchschnitt verteilt sich wie folgt: …; bei … waren folgende Vorerkrankungen bekannt…. . Bei … % sind Beatmungen erfolgt. Beatmungen erfolgen bei CoVid-19 nach folgenden Kriterien … (Letzte Aussage fände ich deshalb wichtig, weil nach Kritiker*innen bei COVID-19 zu oft und zu schnell und damit auch zu lange beatmet wird, was für die Betroffenen u.U. ein höheres Risiko darstelle, als die Erkrankung an sich.)
  2. Ich hätte das Gefühl haben wollen, dass vor weitreichenden politischen Entscheidungen, die unser aller Leben treffen, verschiedenste Expert*innen aus unterschiedlichen Richtungen angehört werden. Und dass man in diesen Runden in sachlichen unaufgeregten Gesprächen offen diskutiert, welche Maßnahmen in der Situation sinnvoll und gut sein könnten. Und die Ergebnisse entsprechend öffentlich kommuniziert und begründet.
  3. Ich hätte nicht das Gefühl haben wollen, dass in dieser Sache von Beginn an medial in großem Stil Angst geschürt wird, und verbal mit Beschimpfungen und mehr oder weniger passenden Zuschreibungen Stimmung gemacht wird gegen Andersdenkende. So dass sich das Aggressionspotential auf beiden Seiten ständig weiter erhöht hat.
  4. Ein weiteres Bedürfnis von mir ist, meine Sauerstoffzufuhr nicht durch eine Maske vor meinem Gesicht erheblich behindern zu müssen. So etwas bewirkt bei mir leichte Panikanfälle und ist bei meiner ohnehin bestehenden schweren Autoimmunerkrankung für mich ein großes zusätzliches Erschwernis. Auch möchte ich gerne mal wieder das Lächeln meiner Mitmenschen in den öffentlichen Verkehrsmitteln sehen … ;-).
  5. Ja, und mir ist es auch ein großes Bedürfnis, mein ohnehin überschießendes Immunsystem nicht durch eine Impfung zusätzlich reizen zu müssen – mit für mich unabsehbaren Folgen. (Bei der bisherigen offiziellen Rhetorik zu Corona, halte ich die Einführung der Pflichtimpfung leider für mehr als wahrscheinlich.)
  6. Und schlussendlich ist es mir ein Bedürfnis, dass in dieser Welt auch eine andere Haltung möglich wird: Eine Haltung, die Viren und Bakterien nicht pauschal als „böse“ und zu bekämpfen ansieht, sondern als etwas, was zu unserem Leben dazu gehört. Bakterien ermöglichen uns überhaupt erst unser Leben und auch längst nicht jedes Virus ist einfach nur schädlich. Im übrigen leben wir bekanntermaßen seit langem mit Corona-Viren und auch COVID19 wird uns wohl weiter begleiten.

Ein kleiner Pieks. Zuallererst nicht schaden?

Künstlerin: Dörte Müller

Wir Menschen sind sterblich. Wir werden aber nicht gerne daran erinnert. Die Bilder, die uns bei Verbreitung eines Virus wie Ebola oder jetzt Corona regelmäßig erreichen, tun genau das: Menschen in Schutzanzügen, die den Menschen darin nur noch erahnen lassen. Bilder von überfüllten Krankenhäusern. Gräber. Trauernde Angehörige. Zwar war Corona in den meisten Verläufen längst nicht so dramatisch wie Ebola, aber plötzlich auch hier bei uns „heimisch“ und nicht „nur“ in Afrika oder Asien. Also herrschten ebenso plötzlich Panik und Hysterie hier bei uns.

Infektionskrankheiten lösen bei vielen Menschen ganz offensichtlich besondere Ängste aus. Anders als andere „vorzeitige Todesarten“ wie z.B. durch Krieg, über mit Pestiziden verseuchtes Trinkwasser, Luft- und Bodenverschmutzung, Medikamentenfehlgebrauch, denaturierte Industrienahrung, Verkehrstote usw. erscheinen Infektionen nicht Menschengemacht. Menschengemachte Tote akzeptieren wir.

Aber Viren?! Die scheinen aus der Natur zu kommen und nicht von uns. Heimtückisch und gemein. Viren sind böse. Die bekämpfen wir mit allem, was wir haben. Denen erklären wir den „Krieg“, denn Kriege mögen wir. Kriege finden wir zumindest völlig normal.

Tatsächlich sind Viren nicht per se böse. Und auch bei potentiell schädlichen Viren kommt es auf viele verschiedene Ursachen an, ob man sich ansteckt, und wie schwer man ggfs. daran erkrankt. Diese anderen Ursachen interessieren aber niemanden, denn dann müsste sich an unserem Lebensstil vieles grundlegend ändern. Außerdem sind solche Überlegungen den meisten Menschen viel zu komplex.

Und wozu haben wir schließlich die Wissenschaftler? Wir leben in einem Wissenschaftsstaat. Die Wissenschaft hat bei uns den höchsten Status, den es zu vergeben gibt. Wissenschaftlern glaubt man, Wissenschaftlern vertraut man. Das sind schließlich Experten. Die werden es richten!

Unsere Medizin unterliegt schon lange einem Machbarkeitswahn, der gar nicht so selten dazu führt, dass Menschen mit Behandlungen zu Tode gebracht werden, obwohl sie ganz ohne medizinische Behandlung oder mit minimalen Interventionen deutlich bessere Chancen gehabt hätten. Auch bei einigen der „Corona-Toten“ dürfte das eine Rolle gespielt haben. Unsere Medizin sieht es als Versagen an, einen Menschen nicht zu behandeln. Man macht daher im Zweifelsfall eher Unsinniges, als gar nichts. Tatsächlich erwarten die meisten Menschen auch eine Behandlung und Medikamente, wenn sie zum Arzt oder gar in die Klinik gehen. „Zuallererst nicht schaden“ gilt daher in der heutigen Medizin nicht mehr viel. „Machen“, das ist die Devise in unserer Yang-dominierten Welt (Yang aus dem chinesischen Yin-/ Yang-Symbol).

Die Wissenschaft sieht es (verständlicherweise) als Ansporn an, einen Impfstoff und Medikamente gegen Covid 19 zu entwickeln. Der Politik erscheint es (für mich deutlich weniger verständlicherweise) als selbstverständlich, dass dies gelingt. Es werden viele Milliarden Steuergelder dafür zur Verfügung gestellt (was hätte man damit alles Sinnvolleres machen können…, seufz). Schließlich wollen wir endlich zurück zur „Normalität“. „Normalität“, das bedeutet, alles so weiter machen, wie bisher. Lehren aus der Anfälligkeit für so einen Virus? Sich anschauen, was genau die Ursache für eine erhöhte Sterblichkeit an dem Virus in bestimmten Ländern war? Eher nicht. Wir werden ja die Impfung bekommen. Und wenn der Virus mutiert oder in zwei Jahren der nächste um die Ecke kommt, dann sind wir ja in der Impfstoffforschung schon viel weiter und bestimmt noch viel schneller, als jetzt.

Bereits bei Covid 19 werden die Impfstoffstudien in geradezu beängstigender Geschwindigkeit durchgepeitscht. Sicherheit? Aber natürlich! Ich persönlich halte es für höchstwahrscheinlich, dass das Paul-Ehrlich-Institut irgendeinen Impfstoff in nicht allzu ferner Zeit für „sicher“ erklären wird. Der Druck ist einfach zu groß … .

Wann gilt eine Impfung als „sicher“? Wenn das Immunsystem der Geimpften ausreichend (wie auch immer man das definiert) Antikörper gegen den Virus produziert. [Für die Impfstoffforschung scheint man 100 % funktionierende Antikörpertests zu haben, die ja ansonsten (für all die Personen, die die Erkrankung bereits hatten) irgendwie nicht zur Verfügung stehen.] Und: Wenn die Geimpften keine schweren Nebenwirkungen aufweisen. Gemeint sind Nebenwirkungen, die unmittelbar im Zusammenhang mit der Impfung auftreten. Unerwünschte Wirkungen, die später kommen, werden nicht einbezogen, denn sie können ja nicht zwingend kausal ausschließlich auf die Impfung zurück geführt werden.

Das ist die Praxis bei jeder „sicheren“ Impfung bisher. Ich höre das immer wieder: „Machen Sie sich keine Sorgen. Die Impfung ist sicher, und gerade Sie mit Ihrem problematischen Immunsystem würden davon besonders profitieren.“ Aha.

WIRKLICH???

Tatsächlich bin ich natürlich jahrelang vorschriftsmäßig geimpft worden und auch als Erwachsene war ich durchaus froh, vor einer Fernreise noch eine Impfung gegen auf mich dort möglicherweise zukommende Erreger zu erhalten. Ich hatte direkt nach einer Impfung nie Probleme. Nicht einmal die berühmte „Rötung an der Einstichstelle“. Impfungen erschienen mir sinnvoll und segensreich. Ich sah gar keinen Grund, die entsprechenden Behauptungen der „Experten“ zu hinterfragen und hatte zudem auch keine Zeit, mich näher mit dem Thema zu beschäftigen. Ich „glaubte“. Und das trotz eines aufgrund meiner schweren Autoimmunerkrankung mit Medikamenten unterdrückten Immunsystems. Denn auch bezüglich dieser Medikamente vertraute ich damals der Medizin.

Leider haben diese Medikamente keine heilende Wirkung, … aber eine Reihe schwerer Nebenwirkungen. Heilende Wirkung können die verfügbaren Medikamente nicht haben, und seien sie noch so „modern“, denn man kennt die Ursache der Autoimmunerkrankungen nicht.

Niemand. Kein einziger Experte auf dieser Welt.

Man weiß nicht, warum diese Erkrankungen zunehmen. Ebenso wie Tumorerkrankungen und teilweise Allergien. Es sind alles Erkrankungen, die mit dem Immunsystem zusammenhängen.

Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Die Ursachen aller dieser Erkrankungen und die Ursachen ihrer Zunahme sind keinem einzigen Experten dieser Welt bekannt!

Was weiß „die Wissenschaft“ heutzutage über das Immunsystem? Sie weiß eine Menge über bestimmte Stoffe und Faktoren im Blut, die mit dem Immunsystem zusammenhängen – und wie man früher dachte, dieses ausmachen. Man weiß inzwischen, dass das zu kurz gesprungen ist. Erheblich zu kurz. Man weiß, dass die Darmflora eine wichtige Rolle für das Immunsystem spielt. Man weiß nur nicht so genau, welche. Man weiß, dass das Nervensystem eine wichtige Rolle spielt. Man weiß nur nicht genau, welche. Man weiß, dass Stress ein entscheidender Faktor ist. Man weiß, dass das Knochensystem auf das Immunsystem wirkt und umgekehrt. Um genau zu sein, hängt bei unseren körperlichen Systemen jedes mit jedem zusammen. Irgendwie. Nur wie, weiß niemand bisher.

Unsere Wissenschaftler sind gut darin, sich Details anzuschauen – und oft erschreckend schlecht darin, das Große Ganze zu sehen. Das Zusammenwirken. Die Kooperation innerhalb unseres Körpers. Also genau das, was man mit einem Eingreifen von außen oftmals eher behindert oder gar zerstört.

Was bedeutet das für Impfungen?: Man weiß nicht – man kann es gar nicht wissen -, was eine Impfung wirklich im Körper bewirkt auf längere Sicht, über die erwünschte Produktion der Antikörper hinaus!!!

Umso dramatischer erscheint es mir, dass die meisten Impfungen mit „Hilfsstoffen“ gestreckt sind. Dabei handelt es sich um für den menschlichen Körper giftige und schädliche Stoffe, die sicherstellen sollen, dass der Körper auf das mit der Impfung zugeführte abgeschwächte Antigen (das ist jetzt etwas vereinfacht, es gibt verschiedene Formen von Impfungen) wie gewünscht reagiert und möglichst viel Antikörper produziert.

Mit den meisten Impfungen werden dem Körper also Giftstoffe zugeführt (früher gerne Stoffe wie Quecksilber oder Aluminium, heute nimmt man weniger in Verruf geratene), die sich dort anreichern.

Kann es wirklich eine gute und völlig harmlose Idee sein, Giftstoffe ins Blut zu spritzen? Auch schon bei Kleinstkindern, deren Immunsystem noch gar nicht ausgebildet ist? Ein Immunsystem, das von der Natur sehr fein austariert ist und sich zunächst über die Vaginalbakterien der Mutter bei der Geburt, das Stillen und später über das in den Mund nehmen verschiedenster Substanzen durch das Kleinkind langsam aufbaut. Es entwickelt sich also in erster Linie über orale Stimulation. Giftstoffe im Blut dürften das sich entwickelnde System eher irritieren, als wirklich hilfreich zu sein. Zum Glück stecken unsere Körper recht viel weg…

Und all diese Impfungen bei jedem? Nach festgelegten Impfschemata – ohne Ansehen der Person und der individuellen Konstitution? Ist das nicht eigentlich ein Kunstfehler?

Wie ist es mit den Autoimmunerkrankungen? Vielleicht ist das Immunsystem bei empfindlichen Menschen wie mir, nach etlichen Impfungen irgendwann so aufgeputscht, weil es so oft mit Giftstoffen „hochgefahren“ wurde, dass es das „Runterfahren“ verlernt hat. Und nur noch ein kleiner sonstiger Reiz, z.B. Stress ausreicht, damit es sich dann plötzlich gegen alles Mögliche wendet, auch gegen körpereigene Stoffe???

Vielleicht hatte jemand mit einer Birkenpollenallergie das Pech, nach irgendeiner Impfung zufällig an einer blühenden Birke vorbei gegangen zu sein. Und sein gerade mit Giftstoffen aufgeputschtes Immunsystem „wusste“ schlicht nicht, dass es nur gegen den mit der Impfung gemeinten Krankheitserreger Antikörper bilden sollte und nicht gegen die eingeatmeten Birkenpollen, die vom System ebenfalls als „fremd“ erkannt wurden?

Ist das wirklich ausgeschlossen??? Das Paul-Ehrlich-Institut sagt: „Ja, wir haben langjährige Erfahrungen.“ Aha. Aber leider nur rudimentäres Wissen über das Immunsystem als Ganzes. Und keinerlei Erklärung für die Zunahme von Autoimmunerkrankungen.

Ich behaupte nicht, dass Impfungen DIE Ursache für Autoimmunerkrankungen sind. Aber ich halte es für nicht unwahrscheinlich, dass sie EINE Ursache sind. Fast alle Erkrankungen dieser Welt beruhen auf verschiedenen Ursachen. Und ich wünschte mir, dass man hier wirklich unvoreingenommene Forschung und Debatten zulassen würde. Bisher tut man das nicht. Als Arzt eine Impfung kritisch zu hinterfragen, wird vielfach berufsrechtliche Folgen haben, mindestens aber Karriereeinbrüche.

Aus meiner Sicht gibt es durchaus Impfungen, die sinnvoll sind. Zum Beispiel bei Tetanus würde ich das im Grundsatz bejahen. Aber auch dort nicht in standardmäßig festgelegten Abständen, die bei jedem gleich sind. Meine letzte Tetanus-Impfung ist z.B. rund 15 Jahre her. Ich habe mich deshalb mit meiner Ärztin geeinigt, in dem Fall meinen Antikörpertiter bestimmen zu lassen. Er war äußerst hoch. Bei meinem aufgeputschten Immunsystem war ich nicht überrascht. Mit einer erneuten Impfung hätte ich mir und meinem Körper ganz sicher nichts Gutes getan.

Ich bin froh, dass die Politik eine Impfpflicht gegen Corona bisher vollmundig ausgeschlossen hat – und durchaus dankbar für die Demonstrationen und Proteste, die diese Aussage zur Folge hatten. (Auch wenn ich nicht gerade jeden, der auf diesen Demonstrationen mitlief, in meinem Freundeskreis würde haben wollen.) Ich hoffe sehr, dass man sich an diese Aussage auch dann halten wird, wenn sich wider Erwarten doch nicht genug Freiwillige für eine Impfung finden. Und dass es dann nicht plötzlich eine Impfpflicht durch die Hintertür gibt, indem man nur Geimpfte zu Institutionen, Veranstaltungen usw. zulässt. Die Masernimpfpflicht für Zugang zu Kitas und Schulen gibt da leider ein sehr unrühmliches Beispiel. Diese Impfpflicht war von einer massiven Kampagne in den öffentlichen Medien vorbereitet worden, die mich sprachlos zurück ließ. Impfskeptiker wurden pauschal diffamiert und herabgesetzt, teilweise übel beschimpft. Ein totes Baby, das vermutlich nicht an, sondern mit Masern gestorben war (ähnlich wie bei vielen Menschen mit Corona), wurde genutzt, um Emotionen zu schüren und die Masern zu einer der gefährlichsten Erkrankungen überhaupt zu stilisieren. Dass die Zahlen das nicht wirklich hergeben, war egal. Eine sachliche Diskussion ohnehin nicht möglich.

Es war keine Sternstunde der Demokratie, der Medien und aus meiner Sicht auch nicht der Wissenschaft. Jedenfalls nicht einer Wissenschaft, die dem Motto folgt:

ZUALLERERST NICHT SCHADEN!!!