Die Spiele – Eine symbolische Betrachtung

gefertigt von Dörte Müller

„Die Spiele sind eröffnet.“ hieß es vom japanischen Kaiser.

Die Worte wurden von ihm gesprochen mit einer Maske vor seinen Atemorganen.

Auf mich wirkte das Ganze bizarr. Das große Stadion nur von einer sehr geringen Anzahl Menschen gefüllt, – alle mit Maske. Die Athlet*innen, die fahnenschwenkend ins Stadion einliefen, – ebenfalls ausnahmslos mit Maske vorm Gesicht. Zuvor eine große Inszenierung zur Eröffnung, die kaum jemand im Original sehen konnte, und die vielleicht auch kaum noch jemanden wirklich interessierte, trotz all der Arbeit und Kreativität, die darin steckte. Der Kreativdirektor ohnehin kurz vorher gefeuert wegen irgendeines „humoristischen“ Fehltritts, den er vor zwanzig Jahren begangen haben soll. „Schuld“ wirkt offenbar ewig nach dem Denken, das damit ausgedrückt wird, verzeihen gibt es nicht.

Die Maske hat für mich ja eine äußerst interessante Symbolik: Sie blockiert den Fluss des Atems – und damit den Fluss des Lebens. Atmung ist Leben.

Mit jeder Einatmung nehmen wir Leben in uns auf. Mit jeder Ausatmung geben wir Verbrauchtes, Totes aus uns ab.

Die Maske erschwert die Einatmung des Frischen und zwingt die Träger*innen, einen Teil des Verbrauchten, Toten wieder einzuatmen.
Sie huldigt so dem Todesprinzip.

Und so wirkt(e) auch die ganze Veranstaltung auf mich. Als huldige man hier etwas eigentlich Totem. Auch die lebendige Energie, die bei den Wettkämpfen durch die Zuschauer*innen hätte kommen können, hat man unterbunden, die Stadien sind weitgehend leer.

Also fragte ich mich, wofür stehen die Olympischen Spiele als solche? Was ist hier (symbolisch) im Sterben begriffen?
Körperkult? Auch. Vor allem aber steht Olympia symbolisch wohl für „Höher, schneller, weiter“. Für Konkurrenz und Wettkampf. Für ein sich gegeneinander messen.
Und längst auch: Für Sponsoren, Fernsehrechte und aussagelose Interviews.

Ist das noch lebendig? Nein, ich denke, das hat sich tatsächlich überlebt. Das sich immer weiter schraubende „höher, schneller, weiter“. Das Denken in Konkurrenz. Das Gegeneinander.
Konkret bezogen auf Olympia (und Fußball) auch: Die Verflechtung von Sport und Spaß mit finanziellen Interessen. Immer größer werdende Institutionen mit immer mehr „Funktionären“. Der Missbrauch des Sports für Werbezwecke. Exklusive Fernsehrechte und nutzlose Interviews ohnehin.

Dass „das normale Volk“ bei der Eröffnungsfeier (und auch sonst) bei der in dieser Form sterbenden Veranstaltung ausgesperrt war, – aber Politiker, wie Macron und Jill Biden dort waren, selbstverständlich mit Maske, hatte für mich insofern eigentlich eine fast angenehme Symbolik. Spitzenvertreter von zwei Nationen, die dazu neigen, sich (bzw. die „Eliten“ des eigenen Landes) als „Weltführer“ zu sehen.
Diese Annahme einer Art Weltführerschaft ist ein Denken, das mir im Vergangenen und tatsächlich auch im Vergehen zu sein scheint, auch wenn es derzeit noch überall sehr sichtbar ist.
Es ist ein Denken, anderen Menschen von oben herab und mit Zwang diktieren zu dürfen, wie sie zu leben und zu handeln haben.
Es ist ein Denken, das immer zentralistischer und zwanghafter wurde (und wird) – und deren Institutionen und Organisationen materiell immer reicher, immer größer und gleichzeitig immer sinnentleerter wurden und werden.

Auf einer unterschwelligen Ebene zeigt(e) die Veranstaltung für mich symbolisch sehr eindrucksvoll das Sterbende dieses Denkens. Auch das Sterbende dieser Art Institutionen und dieser Art Politik.

Olympia findet im Land der aufgehenden Sonne statt. Ein Symbol, dass gleichzeitig zu dem Sterbenden längst etwas Neues heraufdämmert?

Ich finde es wunderschön, zu sehen und zu lesen, was sich derzeit überall im Kleinen an Neuem entwickelt. An Lebendigem. Wie viele Projekte es gibt von Menschen, die regionale Lebensmittel mit lebendiger Energie anbieten (oder für sich selbst anbauen), statt weitgereister in Plastikfolie eingeschweißter toter Nahrung. Die sich um echten Umweltschutz vor Ort kümmern. Die sich für Wald und Auen und Blühwiesen einsetzen. Denen es nicht um finanziellen Reichtum geht, sondern um ideellen. Die ein gemeinwohlorientiertes Wirtschaftssystem anstreben.
Die miteinander arbeiten und nicht gegeneinander. Die keine Neiddebatten führen, sondern sich gegenseitig helfen und unterstützen. Die kreativ sind und nach neuen ganzheitlichen Lösungen suchen. Die neue Ansätze für eine humanistische Bildung suchen – ebenso wie für ein ganzheitliches und von Pharmainteressen unabhängiges Gesundheitssystem.
Die gegenseitige Wertschätzung und Dankbarkeit sich und der Natur gegenüber zu leben versuchen.

Das Alte, jetzt langsam Sterbende, neigt dazu, von oben herab zu diktieren, auszugrenzen, und mit Zwang zu arbeiten. Je mehr es die eigene Vergänglichkeit spürt, desto größer scheint die Neigung zu Zwang und Druck zu werden.

Das Neue hingegen ist eine organische, lebendige Bewegung, die von Freiwilligkeit ausgeht – und die von unten kommt. Mitten aus der Gesellschaft.

Und anders geht es aus meiner Sicht auch nicht, denn das Lebendige kann sich nur organisch bilden. Von Unten. Ohne Zwang.

Die Politik, wie sie bisher gelebt wurde – und uns bekannt ist, ist dafür nicht geeignet. Sie lebt von Vorgaben von Oben. Wenn sie keine Revolutionen heraufbeschwören möchte, bleibt ihr dabei im Grunde nur, Altes, Bekanntes immer wieder zu wiederholen und nur die technischen Formen anzupassen. „Wohlstand“ „Wachstum“, jetzt eben durch Digitalisierung.

Entsprechend enthalten die Programme aller im BT sitzenden Parteien Worthülsen, die sattsam Bekanntes und im Grunde Verbrauchtes mehr oder weniger elegant zu verpacken suchen. Aber das, was da verpackt wurde, ist eigentlich längst tot. Abgestanden, bereits ausgeatmet. Es hat seinen Lebenssinn verloren.

Neues braucht Frischluft. Neues Denken, neue Herangehensweisen.

Unter dem Deckel des Alten wächst hier bereits Vieles. Und vielleicht braucht dieses Neue sogar einen gewissen Druck zur Entfaltung. Einen Druck, der möglicherweise erstmal eher noch zunehmen wird.

Bis dann das Alte endgültig abgestorben ist und zum Dünger für das Neue werden wird … .

Wem der Text jetzt etwas zu pathetisch klingt: Es ging um Olympia … . Da schien mir etwas Pathos durchaus passend … .😎

Nein, ich will euch meinen Körper nicht anvertrauen…

gefertigt von Dörte Müller

denn euer Denken dreht sich um Krieg:

Die Infektionsdosis für die Ansteckung mit hämorrhagischem Fieber reicht von 1 bis 10 Viruspartikeln. Dieser Wert wurde mittels Tierversuchen an Primaten im Zuge der Biowaffenforschung ermittelt. Die Viruspartikel wurden den Versuchstieren in Form eines Aerosols über die Atemluft zugeführt.“ (aus: Ebolavirus – Wikipedia unter „Infektionsdosis“, Fettdruck durch mich)

Was sind das für Menschen, die solche Forschung betreiben?

Was sind das für Menschen, die in Kategorien von Krieg denken, statt von Frieden? Die überall Feinde sehen, die bekämpft und vernichtet werden müssen? Die an Biowaffen forschen?
Weil sie sie selber nutzen wollen (und dumm genug sind, die Vernichtung der gesamten Menschheit in Kauf zu nehmen)?
Oder, weil sie anderen die Nutzung zutrauen – und dagegen „gerüstet“ sein wollen, indem sie „Impfstoffe“ dazu erforschen? Oder beides?!

Wegen der aufwändigen Schutzmaßnahmen gibt es weltweit nur eine geringe Anzahl von Laboratorien, in denen Tätigkeiten der Schutzstufe 4 (biosafety level 4 oder BSL-4-Labor) durchgeführt werden dürfen. Sie werden auch als Hochsicherheitslabore[9] oder als S4-Labore[10] bezeichnet, wobei Letzteres eine Verwechslung mit einem Labor der Sicherheitsstufe 4 nach der Gentechnik-Sicherheitsverordnung ermöglicht…. Die folgende Liste … gibt einen Überblick, ist jedoch nicht vollständig.“ (aus: Biologische Schutzstufe – Wikipedia, wo auch die Liste zu finden ist). Die Liste enthält neben einem inzwischen allseits bekannten Labor in Wuhan für Deutschland u.a. auch das RKI (laut Wiki am 3.2.2015 eingeweiht).

Ich will Menschen, die in Kategorien von Krieg und Feindscha denken, nicht über meine Gesundheit bestimmen lassen!

Was sind das für Menschen, die jedem anderen Menschen – und der Natur ohnehin grundsätzlich misstrauen? Die Waffen basteln und Gegenwaffen erproben?
Deren „Strategie“ darin liegt, anzugreifen oder sich zu verstecken, wohl, weil sie nichts anderes kennen? Was sind das für Menschen, für die bereits der Atem (also das Leben an sich) eine Waffe zu sein scheint?

Was sind das für Menschen, die alle anderen dazu zwingen wollen, genauso zu denken, wie sie? Die in jedem, der anders denkt, eine Bedrohung sehen, die um jeden Preis zu beseitigen ist?

Was sind das für Menschen, die es normal finden, andere Meinungen zu unterdrücken? Was sind das für Menschen, die ihren Willen mit Drohungen und Zwang, Erpressung und Gewaltanwendung durchsetzen?

Was sind das für Menschen, die noch vor wenigen Monaten für die Leistungen des Pflegepersonals geklatscht und Sonntagsreden auf deren selbstlosen Einsatz gehalten haben – und die jetzt (wie in Frankreich) die Pfleger*innen, die es wagen, eine eigene Meinung zu haben, mit einem Fußtritt nach Draußen befördern wollen? Was heißt für solche Menschen „Dankbarkeit“?

Was sind das für Menschen, deren Denken von Kategorien wie Bedrohung, Kontrolle, Restriktion, Zwang, Gewalt und Angst beherrscht ist?

Verstehen diese Menschen, was Frieden ist? Verstehen diese Menschen, dass Frieden Gewaltverzicht bedeutet? Verstehen diese Menschen, dass Frieden Waffenverzicht bedeutet? Verstehen diese Menschen, dass Frieden Vertrauen bedeutet? Verstehen diese Menschen, dass Frieden Liebe bedeutet?

Verstehen diese Menschen, was Harmonie ist? Verstehen diese Menschen, dass Harmonie Gleichgewicht bedeutet? Verstehen diese Menschen, dass Harmonie von Ausgleich aller Interessen lebt? Verstehen diese Menschen, dass Harmonie von Schenken und zurück Schenken lebt? Verstehen diese Menschen, dass Harmonie bedeutet, mit der Natur, – und nicht mit vollem Aufwand dagegen? Verstehen diese Menschen, dass die Natur auf von Menschen geschaffene Ungleichgewichte reagiert?

Verstehen diese Menschen, was Kreativität und bunte Vielfalt ist? Verstehen diese Menschen, dass Kreativität bedeutet, jede mögliche Herangehensweise zuzulassen, so lange sie niemanden verletzt? Verstehen diese Menschen, dass Kreativität Freiwilligkeit und Freiheit voraussetzt? Verstehen diese Menschen, dass Kreativität nur in einer Umgebung von völliger Offenheit und Toleranz entstehen kann?
Verstehen diese Menschen etwas von der Schönheit der Schöpfung?

Verstehen diese Menschen, wie wichtig es ist, Phänomenen wie dem Klimawandel, aber auch gesundheitlichen oder sozialen Herausforderungen, kreativ zu begegnen? Mit der Natur vorzugehen – und Gleichgewicht und Harmonie soweit wie möglich wieder herzustellen?
Verstehen diese Menschen, wie falsch es ist, bei solchen Phänomenen einen Ansatz als den vermeintlich allein richtigen vorzugeben – und alles andere gewaltsam zu unterdrücken?

Wenn es um meine Gesundheit und meinen Körper geht, wenn es um den Schutz der Umwelt, der Natur und des Klimas geht: Dann vertraue ich Menschen, deren Denken von Liebe, Leben, Frieden, Harmonie, Gleichgewicht, Ausgleich, Freiwilligkeit, Freiheit, Offenheit, Toleranz, Kreativität und Schönheit geprägt ist.

Ich misstraue Menschen, deren Denken von Krieg, Feindschaft, Waffen, Bedrohung, Zwang, Kontrolle, Unterdrückung, Panik, Spaltung und Machtdenken geprägt ist.
Nein, ich verwehre niemandem, der das Bedürfnis hat, sich in einen Bunker aus vermeintlicher Sicherheit mit Impfstoffen, Kontrolle usw. zurückzuziehen, dies zu tun.
Aber ich erwarte und verlange, dass allen anderen die Freiheit bleibt, außerhalb eines solchen Bunkers zu LEBEN und das Leben und die Natur zu genießen!

Gedankenfäden

gefertigt von Dörte Müller

Irgendwo habe ich die „Theorie“ gelesen, dass vor langer Zeit in der Menschheit zwei verschiedene „Gedankenfäden“ gewebt worden seien, die seitdem um die Welt reisten.

Das Wortbild gefällt mir. Denn tatsächlich habe ich den Eindruck, dass es bei Menschen zwei verschiedene Grundwebmuster gibt.

In dem Buch wurde der eine Faden als golden, der andere als schwarz bezeichnet. Der „Goldfaden-Gedanke“ besage, dass Mensch und Natur von ihrem grundsätzlichen Wesen her „gut“ und „edel“ seien. Hergeleitet worden sei das aus der Betrachtung der Natur als üppige Lebensspenderin, die fruchtbar und gütig ihren Überfluss verschenke.
Der schwarze Gedankenfaden hingegen sehe Mensch und Natur als im Grunde „schlecht“, grausam und „böse“ an. [Ich könnte mir vorstellen, dass das auch aus der Natur hergeleitet wurde. Von Menschen, die unter Naturkatastrophen und / oder Hunger litten.]

Das eigentlich Interessante ist aus meiner Sicht, dass die Schwarzfaden-Menschen den Ansatz haben, das, was sie als „schlecht“ wahrnehmen, verändern zu wollen. Und zwar im Außen. Sie wollen Natur und Menschen kontrollieren und „das Böse“ zerstören.

Wenn (reine) Goldfaden-Menschen etwas als „schlecht“ wahrnehmen, haben sie hingegen den Ansatz, ihre Wahrnehmung des Ereignisses zu ändern. Sie bleiben bei sich. Mit ihrer Vorstellung, dass tief im Innern jede*r „gut“ ist, sehen sie als Ausgangspunkt für Veränderungen im Außen das eigene Innere an. Sie versuchen, zu einer „besseren“ Welt beizutragen, indem sie üben, in sich Liebe zu kultivieren – und zwar unabhängig von den äußeren Gegebenheiten. Die äußeren Gegebenheiten sehen sie als Möglichkeit zur inneren Entwicklung. Sie versuchen daher weniger, die Gegebenheiten – als vielmehr ihre Einstellung zu diesen Gegebenheiten zu ändern.

Der Schwarzfaden-Mensch kann ob dieser Haltung sehr wütend werden. Er meint, die andere Person sei fatalistisch, tue nichts gegen das „Schlechte“ in der Welt. Sie lasse „böse“ Natur und „böse“ Menschen einfach gewähren, statt diese aktiv und im Außen sichtbar zu bekämpfen oder zumindest zu zähmen – zum vermeintlichen Nutzen aller.

Schwarzfaden-Menschen gehen davon aus, dass ihre Wahrnehmung des Äußeren „richtig“ sei, und eine „objektive Wahrheit“ darstelle. Die Anregung, die eigene Wahrnehmung zu ändern, ist für sie daher unverständlich bis beleidigend. Die Idee, dass seine Wahrnehmung der Welt in Teilen eine Projektion des eigenen Innern sein könnte, findet der (reine) Schwarzfaden-Mensch absurd. Er versteht gar nicht, was dieses „eigene Innere“ sein sollte.

Für den Schwarzfaden-Menschen ist das Urteil über andere wichtig, um die Welt zu „verbessern“. Es ist geradezu zwingend, um zu wissen, wen oder was man bekämpfen muss, um zum Helden zu werden.

Ich persönlich konnte mit Action-Filmen noch nie wirklich was anfangen. Ich habe nie verstanden, warum der „Held“ zum „Helden“ wurde, indem er zig Leute umgebracht hat. Dann sagt man mir: „Aber das waren ja die Bösen, die er umgebracht hat.“ „Aha, woher weiß ich, dass die „böse“ waren?“ „Na, die haben Menschen umgebracht.“ „Und WO genau ist jetzt der Unterschied zu dem „guten“ Helden?“ „Na, der hat das getan, um andere zu retten. Also mit einer „guten Absicht“. Damit ist er „gut“.“

Schwarzfaden-Menschen denken in Kategorien von „Täter“, „Opfer“ und „Retter“. Die meisten Menschen möchten gerne „Retter“ sein. Diese Rolle wirkt moralisch edel. Führt also zu einer guten Beurteilung durch die anderen im Außen.

Die Bewertung, wer „Täter“ und „böse“ ist, ist damit extrem wichtig. Und Schwarzfaden-Menschen erscheint es selbstverständlich, dass dieses Urteil nicht nur möglich, sondern auch „objektiv“ sei. Dafür kann dieses Urteil natürlich nicht „aus ihnen selbst“ kommen. Sie halten den Menschen solch einer Bewertung ja gerade nicht für fähig, zudem wäre solch eine Bewertung zwangsweise subjektiv. Sie brauchen also im Außen Vorgaben. Um als „objektiv“ und „richtig“ wahrgenommen werden zu können, müssen diese Vorgaben von einer unhinterfragbaren – also im Grunde göttlichen – Instanz stammen. Für die meisten Menschen ist das heute „DIE Wissenschaft“. [Der damit eine „religiöse“ Rolle aufgebürdet wurde, die das eigentlich Wissenschaftliche zerstört.]

Die Idee, dass Menschen in sich eine Instanz haben könnten, die ihnen sagt, was für sie „richtig“ ist, finden Schwarzfaden-Menschen folgerichtig ketzerisch. – Und auf das Schärfste zu bekämpfen.
[Derzeit kann man das sehr gut beobachten: Vokabular und Vorgehensweise der Schwarzfaden-Menschen gegen solche „Freigeister“ tragen stark religiöse und inquisatorische Züge (was sie allerdings vehement bestreiten würden).]

Engagierte Schwarzfaden-Menschen leg(t)en oft missionarischen Eifer an den Tag. (Kenne ich von mir auch… ;-).) Schließlich will man was erreichen. Und dafür muss die übrige Welt zum eigenen Glauben bekehrt werden. Notfalls mit Gewalt. In der Annahme der Unfehlbarkeit der eigenen Gottheit glaubt man zu wissen, was „gut“ und „richtig“ (für alle) ist. Somit wird die Missionierung nicht als Problem, sondern als „gute Tat“ angesehen.

Goldfaden-Menschen sehen die Verantwortung für das eigene Leben zunächst mal bei jedem selbst (Kinder ausgenommen). „Missionierungen“ sind damit eine Anmaßung, die niemandem zusteht, da niemand von Außen „wissen“ kann, was wirklich „gut“ für den anderen ist. Selbst „Solidaritätsbezeugungen“ haben aus dieser Sicht oft etwas Übergriffiges, insbesondere, wenn sie sich auf Gruppen beziehen. Weil den Gruppenmitgliedern dabei von Außen ein einheitliches Interesse unterstellt wird, das diese aber selten wirklich haben. [Zudem erscheint manche „Solidaritätsbezeugung“ wie eine Art Plakette: „Schaut her, ich bin „gut“.“]

Für Schwarzfaden-Menschen sind „Rettungsaktionen„, bei denen durch diese „Rettung“ andere zu Schaden kommen, immer besser, als gar nichts zu tun. Letzteres erscheint ihnen unerträglich (wie oft habe ich bei Corona gehört: „Das kann man doch nicht einfach laufen lassen!“).
Für Goldfaden-Menschen hingegen sind Rettungs- oder gar „Vergeltungs“aktionen, bei denen „Kollateralschäden“ einkalkuliert sind, Gewalttaten und keine „Rettung“. Nicht selten führ(t)en sie in eine Spirale von immer mehr Gewalt.

Ich weiß noch, wie sehr es mich als Kind irritierte, wenn ich in der (katholischen) Messe in einem Psalm darüber jubilieren sollte, dass „Gott die Ägypter ins Meer geworfen hat“, wo sie alle ertranken:
„Warum soll ich mich darüber freuen?“
„Die Ägypter waren böse, weil sie die Israeliten nicht aus Ägypten haben ziehen lassen.“
„Und sie dafür alle zu töten, war GUT?“
„Gerecht.“
„Das ist „gerecht“? Die waren doch vielleicht gar nicht alle „böse“, und die anderen vielleicht auch nicht alle „gut“? Außerdem dachte ich, Gott liebt alle Menschen? Das passt doch gar nicht zusammen.“
„Solche Fragen stellt man nicht.“ …

Was hat diese Geschichte über einen lang zurück liegenden Konflikt zwischen zwei Völkern eigentlich mit uns heute zu tun? Ich glaube sehr viel. Denn diese Idee, dass die Guten und die Bösen eindeutig zu unterscheiden seien, hat sich fest eingegraben. Die Bösen sind dabei selbstverständlich immer die anderen. Das andere Volk. Die andere Gruppe. Die andere Meinung.

Goldfaden-Menschen sehen die Möglichkeit, dass der andere ein Spiegel ihrer selbst sein könnte. Dass also das, was sie als „böse“ im anderen wahrnehmen, im Grunde etwas ist, was ihnen in sich selbst nicht gefällt. Reine Schwarzfaden-Menschen meinen zwar manchmal, anderen einen Spiegel vorzuhalten, vermögen aber niemals selbst in diesen Spiegel zu blicken. Denn „das Böse“ liegt aus ihrer Sicht eben im Außen, also im Anderen.

Auch das Verständnis darüber, was Mitgefühl eigentlich ist, scheint mir ein Unterschiedliches. Für die einen ist das im Grunde dasselbe wie „Nächstenliebe“: „Behandle jeden Menschen mit Liebe und denke über jeden in Liebe, so wie du auch behandelt und gedacht werden möchtest.“ Für die anderen ist das: „Fühle mit den Leidenden, als wäre es dein eigenes Leid – und wenn die leidende Person wütend ist, dann teile auch diese Wut – und kämpfe gegen die, die dieses Leid aus eurer gemeinsamen Sicht verursacht haben.“ Diese Idee des Mitgefühls würden (reine) Goldfaden-Menschen hingegen für eher schädlich halten.

Goldfaden-Menschen und Schwarzfaden-Menschen sind somit auf ganz unterschiedlichen Wellenlängen unterwegs. – Und reden dadurch vollständig aneinander vorbei.

Die meisten Menschen dürften heutzutage allerdings wohl in gewisser Weise „Mischwesen“ sein. Denn der schwarze Faden ist eben im Äußeren um die Welt gereist. So oft, dass er sich fest darum herumgewickelt hat. Während der goldene den inneren Weg gewählt hat und nicht ganz so sichtbar, aber als eine Art Sehnsucht für viele spürbar ist.

Das Problem ist, dass diese Sehnsucht bei Menschen mit einem stark schwarzen Webmuster dazu zu führen scheint, dass sie die Welt über das Äußere „gut“ machen wollen. Sie wollen „retten“ und „helfen“ und „solidarisch“ sein. Und da sie ja eine „gute Absicht“ haben, scheint es ihnen okay, dabei Gewalt und Zwang anzuwenden (das war bereits bei vielen kirchlichen Missionaren nicht anders). Es ist aus dieser Sicht völlig in Ordnung, Menschen einzusperren, um andere zu retten (schließlich machen wir das in unseren Gefängnissen schon immer), ihnen Spritzen aufzudrängen als „Akt der Solidarität“ (mit wem auch immer). Ihnen alles Mögliche zu verbieten. Sie zu anderem zu zwingen (auch das machen wir schon immer). Da Menschen „böse“ sind, würden sie ohne solche Vorgaben und Gewaltandrohungen ganz sicher egoistisch, schlecht und grausam gegen andere handeln aus Sicht der Schwarzfaden-Menschen.

Das ultimativ Beste aus Schwarzfaden-Sicht wäre daher, die Gehirne der Menschen so zu kontrollieren und zu manipulieren, dass sie zu Gewalt und sonstigem „Bösen“ nicht mehr fähig sind. Dieses Denken beherrscht durchaus nicht nur die Bill Gates dieser Welt, sondern ist (aus meiner Sicht) erschreckend weit verbreitet und in der Forschung wohl auch schon recht weit gediehen (so dass der Verdacht, dass diese gerade sehr angepriesenen Spritzen genau dafür den Weg bereiten sollen, möglicherweise nicht völlig aus der Luft gegriffen sein muss …).

Aus meiner Sicht geht es dabei um die extremste Gewalttat, die Menschen überhaupt jemals versucht haben: Nicht nur die Körper, sondern auch den Geist und das Bewusstsein möglichst vieler anderer zu beherrschen (um sie „zum Guten“ zu zwingen). Menschen, die so etwas tun (wollen), sind m.E. „besessen“ von dem „Bösen“ als Konzept. Was vermutlich mehr über sie, als über die Welt an sich aussagt… .

Mit extremer Gewaltanwendung Gewalt verhindern zu wollen, erscheint mir persönlich keine gute Idee. Eine friedliche Welt werden wir aus meiner Sicht wohl erst haben, wenn die Menschen versuchen, den Goldfaden in sich zu entdecken.

[Man kann dabei ja klein anfangen: Ich bin schon immer ganz zufrieden mit mir, wenn ich bemerke, dass ich irgendwo projiziere, oder es mir tatsächlich mal gelingt, die Reaktion eines anderen als Spiegel zu sehen :-).]