Schwein gehabt?

Da hat man nun also dem ersten Menschen ein Schweineherz implantiert.

An unzähligen Pavianen hatte man vorher geübt. Den armen Affen Herzen dafür „geopferter“ Schweine eingenäht. Geschaut, wie lange die Affen dann überleben.
Was ist das Leben von Tieren schon wert, wenn es um einen „Menschheitstraum“ geht …?

Es sei wichtig, dass das Schweineherz möglichst virenfrei sei. Das erreiche man durch Testen, Medikamente, Impfungen, und indem man das Ferkel direkt nach der Geburt seiner Muttersau wegnimmt, denn die Muttermilch könne ja Viren übertragen.

Ich habe öfters gelesen, dass Herzimplantierte nach der Operation plötzlich Gelüste empfinden oder Gedanken haben, die denen des Toten entsprachen, dessen Herz sie bekamen.

Was mag das getötete Versuchsschwein wohl für Gefühle auf den jetzigen Träger seines Herzens übertragen …???

Zusätzlich habe man das Schwein mit menschlicher DNA „vorbehandelt“, um die Abstoßungsreaktion zu verringern.

Ob man so etwas denn in Deutschland auch dürfe, fragt der Moderator.
Ja, das dürfe man, antwortet der Virologe.

Mischwesen???

Offenbar hat man unter dem Corona-Segel die Gentechnikgesetzgebung auch in Deutschland heimlich still und leise komplett verändert.

Frankenstein steht nichts mehr im Wege.
Ethik???
Das war vorgestern.
Heute gilt in ethischer Hinsicht nichts mehr als unverzeihlich. Frankensteins finden im Gegenteil alles unverzeihlich, was sie NICHT ausprobieren dürfen, so scheint es mir.

Für herzkranke Patienten kann es vielleicht ein Hoffnungsschimmer sein.

Ist es das, was die Frankensteins treibt?
„Man darf nicht vergessen, der erste Mensch, dem ein Menschenherz implantiert wurde, lebte auch nur 24 Stunden.“ erinnert der Virologe.
Interessierte jemand sich wirklich für diesen Menschen?
Den Namen seines Herzchirurgen aber hob der Virologe noch einmal stolz und bewundernd hervor.

Diesmal hat man wohl extra einen Ex-Straftäter genommen für den ersten Menschenversuch. Noch lebt er. Wie er sich fühlt, dürfte zweitrangig sein.

Man hat einen „Sieg“ errungen über die Natur.

Mich gruselt´s.

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Ich habe das Interview mit einem „Virologen für Transplantationsmedizin“ gerade gehört – und war so entsetzt, dass das jetzt erstmal raus musste … .

Wie immer geht ein besonderer Dank an Christiane, deren aktuelle Etüdeneinladung hier https://365tageasatzaday.wordpress.com/2022/01/02/schreibeinladung-fuer-die-textwochen-01-02-22-wortspende-von-ludwig-zeidler/ zu finden ist.

Beringung

Behutsam nahm er das Falkenjunge aus dem Sack, den sein Kollege zu ihm heruntergelassen hatte, als plötzlich die Stimme einer Frau erklang.
Sie musste sich auf der Bank hinter ihm niedergelassen haben: „Was machen Sie denn da?“

Konzentriert weiterarbeitend antwortete er: „Wir sind vom Naturschutz. Wir beringen den Falken mit einem GPS-Sender, damit wir seinen Verbleib beobachten können.“

„Naturschutz?!
Meinen Sie nicht, dass Sie dem Vogel vielmehr gerade schaden? Ihn verängstigen? Und er vielleicht auch gar keine elektronische Fußfessel will!?“

„Gute Frau, wir sind Naturwissenschaftler! Wir wissen, was wir tun. Der Vogel merkt davon gar nichts!“

„Aha. Und woher WISSEN Sie das?
Sie „Naturwissenschaftler“ haben doch keine Ahnung vom Lebendigen!
Eine Menschheit, die versucht, die Natur mit Wiegen, Zählen, Messen und Kontrollieren zu begreifen… . Die hat sich abgetrennt von dem, was Natur und Leben eigentlich ist.
Sie schneiden Tiere auf und schauen sich die Organe an und denken, Sie hätten etwas verstanden?! Manchmal nähen Sie das Tier hinterher wieder zu. Und manchmal lassen Sie es einfach sterben.
Denn von dem Eigentlichen, von dem, was Leben ist, davon WISSEN Sie nichts!
Ihre „Wissenschaftler“ achten das Lebendige nicht! Und das, junger Mann, ist unverzeihlich!
Wenn Sie die Natur schützen wollen, dann retten Sie sie vor Wissenschaftlern, die ständig unbedarft und aktionistisch in die Rhythmen der Natur eingreifen, ohne sie zu verstehen!
Es wäre ein echter Hoffnungsschimmer für diese Welt, wenn die Menschen endlich anfangen würden, der Natur und dem Leben zu vertrauen!!!
Und ihre Anmaßung aufgeben würden, dass sie es „besser“ könnten, als die Natur!!!“

Empört richtete er sich auf und drehte sich um, um dieser aufdringlichen Eso-Tussi eine geharnischte Antwort zu geben.

Die Augen des Falkenweibchens, das plötzlich hinter ihm auf der Bank saß, waren messerscharf. Der Blick durchstach seinen Körper. Er sank in die Knie.

Die Frau war spurlos verschwunden.

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Wie immer geht ein besonderer Dank an Christiane, deren aktuelle Etüdeneinladung hier https://365tageasatzaday.wordpress.com/2022/01/02/schreibeinladung-fuer-die-textwochen-01-02-22-wortspende-von-ludwig-zeidler/ zu finden ist.