Hierarchie der Ängste – Angst vor Corona als erwünschtes Vorbild?

Das Unterbewusstsein und die Wellen … ; Künstlerin: Dörte Müller

In den letzten Jahren gab es zwei Sorten von Ängsten, über die bei uns sehr viel geredet und geschrieben wurde / wird: Die Angst vor Fremden (Migranten / Flüchtlingen) und die Angst vor Corona.

Vor fünf Jahren war oft von „Flüchtlingsströmen“ die Rede. „Flüchtlingswellen“, die uns „überrollen“ und uns gefährlich werden. Es wurden „Obergrenzen“ diskutiert. Und viele Menschen hatten Angst.

Seit gut sechs Monaten findet nunmehr in Politik und Medien eigentlich nichts anderes mehr statt, als Corona. Jeden einzelnen Tag gibt es eine neue Welle. Also nicht eine Welle im Sinne stark erhöhter Infektionszahlen, sondern eine mediale Welle. Und was für eine … .

Ich persönlich habe im Allgemeinen keine Angst vor Fremden. Ich bin früher, als ich noch fitter war, gerne gereist, weil ich fremde Kulturen spannend finde. Ich habe auch keine Angst vor Viren. Weder den Masern noch Covid 19.

Aber ich verstehe, dass das bei vielen Menschen anders ist:

Fremde, die plötzlich in großer Anzahl im „eigenen“ Land auftauchten, verheißten im Laufe der Menschheitsgeschichte selten bis nie etwas Gutes. Die schlechten Erfahrungen, die gemacht wurden (vielleicht auch von den eigenen Vorfahren gemacht wurden), sind im kollektiven Menschheitsgedächtnis abgespeichert. Fast bei allen Menschen überall auf der Welt gibt es daher eine latente Angst und ein Gefühl von Unwohlsein, wenn plötzlich ganz viele Fremde dort ankommen. Erst, wenn man diese Fremden kennen gelernt hat, sie einem also nicht mehr wirklich „fremd“ sind, hat diese Angst eine Chance, sich zu verlieren.

Auch die Angst vor Infektionen ist im kollektiven Menschheitsgedächtnis abgespeichert. Es gab eben immer mal wieder Infektionswellen, denen eine große Anzahl Menschen zum Opfer gefallen ist. Meist in Zeiten, in denen ohnehin aufgrund von Kriegen, Hungersnöten, verseuchtem Trinkwasser und mangelnder Möglichkeiten für persönliche Hygiene, das natürliche Gleichgewicht in Mensch und Umwelt völlig aus dem Tritt geraten war. Diese Angst hätte vermutlich eine Chance, sich zu verlieren, wenn wir Menschen am Gleichgewicht in uns und um uns herum arbeiten würden.

Das tun wir nicht. Natürlich nicht.

Mir erscheinen beide Ängste in gewisser Weise ähnlich. Aber merkwürdigerweise bekommen wir inzwischen einen deutlichen Wertunterschied zwischen den beiden genannten Ängsten vermittelt:

Menschen mit Angst vor Fremden gelten in Deutschland als irgendwie dubios. Wer diese Angst zu laut äußert, läuft Gefahr, als „rechts“ und „intolerant“ beschimpft zu werden. So, als würden die Schimpfenden erwarten, dass man seine Angst wie einen Mantel einfach ablegen könne und das jetzt gefälligst mal tun solle.

Ich habe eine Menge Ängste, die ich gerne los würde. Leider funktioniert das mit dem Ablegen wie einen Mantel nicht … . Und dabei ist es natürlich völlig egal, ob eine Angst „objektiv gerechtfertigt“ ist, oder nicht. Ängste sind nicht „objektiv“ und auch nicht „rational“ und es hilft herzlich wenig, ihnen so begegnen zu wollen. Wer das denkt, hat von der Natur der Angst wenig verstanden. Ängste haben etwas mit unserem Unterbewusstsein zu tun. Sie sprechen besonders auf emotionsgeladene Bilder an, die sich unserem Unterbewusstsein einprägen. Auch häufige Wiederholung prägt sich natürlich ein und ist ein gutes Mittel, um Ängste weiter zu schüren und zu vergrößern. Ein emotional erzähltes persönliches Schicksal, mit dem wir in Resonanz gehen können. All das wirkt angstverstärkend. Es handelt sich im Grunde um eine Form von Massenhypnose, wie sie bei uns selbstverständlich geworden ist.

Ängste haben in unserer Gesellschaft dennoch normalerweise ein eher schlechtes Image. Angst steht einem strahlenden Erfolg, wie er bei uns als erstrebenswert gilt, tendenziell entgegen. Man solle Ängste also möglichst „loslassen“. Viele Menschen scheinen zu denken, es wäre eine Willensentscheidung, ob man Angst hat, oder nicht.

Nur bei Corona, da ist alles ganz anders. Da hat die Angst plötzlich ein vorzügliches Image. Und man soll sie auch unter keinen Umständen „loslassen“. Da gilt es als rational und vernünftig, so viel Angst, wie nur irgend möglich zu haben. Da werden jeden Tag Bilder gezeigt, die diese Angst immer fester im Unterbewusstsein untermauern sollen. Bilder von überfüllten Krankenhäusern, Friedhöfen bis hin zu Sargträgern, die in voller Schutzmontur einen Sarg zum Friedhof tragen: Ein Virus, das so gefährlich und heimtückisch ist, dass es noch aus dem Sarg krabbeln könnte …, so scheint es suggeriert zu werden.

Menschen, die ohnehin latente Angst vor Infektionen haben, werden so jeden Tag neu angetriggert. Sie besprühen alles Mögliche und Unmögliche mit Desinfektionsmitteln, waschen sich tausendmal die Hände, tragen Masken und Visiere – und empören sich über jede Person, die keine Angst hat. Sie sehen diese Menschen als Gefahr für sich an. So werden Menschen zu Gegnern. Stellvertretend für das unsichtbare Virus.

Und auch das wird jeden Tag in den Medien geschürt: Feiernde Jugendliche ohne Abstand und Maske?! Das muss bestraft werden! So hart, wie möglich! Überhaupt müsse viel mehr kontrolliert werden.

Abstand und Maske werden zur höchsten Staatsbürgerpflicht. Politiker*innen und Journalist*innen, die Videoüberwachungen in sogenannten kriminalitätsgefährdeten Standorten früher kritisch kommentiert haben, werden zu Kontrollfreaks, die ständige Polizeipräsenz fordern, damit jeder Verstoß gegen „Corona-Regeln“ geahndet werde. „Was denken die sich denn?! Sehen die keine Nachrichten?“ empört sich die Berliner Gesundheitssenatorin über die Feiernden. Genau! Es ist ein Virus, das in weiten Teilen (nur) in den Nachrichten und sonstigen Medien stattfindet. Wie in einer Art Parallelrealität. Selbst für mich. Obwohl ich ja schon „positiv“ war. Ohne diesen alles entscheidenden Test wäre ich eben einfach davon ausgegangen, mir irgendeinen „normalen“ Infekt eingefangen zu haben, wie es schon mal passiert, wenn man aus dem Gleichgewicht geraten ist. Ich war dann eigentlich ganz zufrieden, dass der Test „positiv“ war, denn das hieß, dass mich dieser ganze Hype von jetzt an überhaupt gar nichts mehr anginge. Was sollte ein besserer Schutz sein, als eine durchgemachte Infektion? Dachte ich, aber da habe ich die Rechnung ohne den Wirt gemacht: Bei Corona müsse zunächst ein „zuverlässiger“ Antikörpertest her. Die derzeitigen seien nicht „zuverlässig“. Also für die Impfstudien natürlich schon, sonst könnte man die schlecht durchführen. Aber ansonsten völlig unzuverlässig. Und eine durchgemachte Infektion? Ja, die schützt, natürlich, normalerweise, klar, aber bei Corona…? Da warten wir dann doch besser auf die Impfung, denn DA ist der Schutz dann natürlich erwiesen… (Ein Schelm, wer Böses dabei denkt …).

Bei Corona zähle ich plötzlich zu den „Bösen“, weil ich keine Angst habe. Obwohl ich Corona schon hatte, werde ich selbstverständlich nicht von diesen tollen Regeln ausgenommen. Damit könnte ich ja ein schlechtes Vorbild abgeben. Und die Angst, die Angst scheint auf gar keinen Fall abnehmen zu dürfen. Sie nimmt ja automatisch ab, wenn man „den Gegner“ kennt. Und Menschen, die die Erkrankung bereits hatten, sehen diesen „Gegner“ nicht mehr unbedingt als besonders gefährlich an.

Letztens gab es in den Nachrichten eine Zahl, die ich sehr interessant fand. Insbesondere die Art, wie darüber berichtet wurde: Es gebe jetzt rund 600.000 Menschen weltweit, die mit (nicht „an“, denn das weiß man nicht) Covid 19 gestorben seien. Wow, dachte ich, eigentlich doch eine schöne Nachricht. Nachdem Virologen zu Beginn der Erkrankung von Millionen Toten nur für Deutschland ausgegangen waren, gab es jetzt nach rund acht Monaten mit dem Virus nur 600.000 Menschen weltweit, die im Zusammenhang mit dem Virus gestorben waren. Verkündet wurde diese Zahl in den Nachrichten mit dem Zusatz: „Eine Zahl, die betroffen macht.“ Warum? Weil überhaupt Menschen daran sterben? Die allermeisten Menschen, die sich angesteckt haben, sterben nicht. Das weiß man längst. Vielleicht hätte man diese Zahl einfach mal ins Verhältnis setzen sollen zu anderen Zahlen. Zum Beispiel zu der „normalen“ jährlichen Gesamttodeszahl, die wohl so bei 55 Millionen Menschen liegt. 55 Millionen. Denn ja, Menschen sterben. Jeden Tag. Und plötzlich kommt einem diese Zahl von 600.000 in gut acht Monaten dann nicht mehr ganz so groß vor, zumal darunter sehr viele Menschen mit Herz-Kreislauferkrankungen sein werden, die immer noch mit weitem Abstand Todesursache Nummer 1 sind (also „Corona-Tote“, die eigentlich an einer Herzerkrankung gestorben sind).

Warum erscheint die Berichterstattung hinsichtlich Corona vielfach so unseriös? Warum versucht man auf Teufel komm raus, das Ganze hochzuspielen, statt Menschen tendenziell zu beruhigen? Lust am Skandal? Machtinteressen? Oder doch die Impfung, die unbedingt durchgesetzt werden soll? (vgl meinen Beitrag „Ein kleiner Pieks – zuallererst nicht schaden“). Vermutlich alles drei – und die auch bei den handelnden Personen latente Angst vor Infektionen.

Ja, es wird mehr Infektionen geben, wenn man auf alle „Corona-Regeln“ verzichtet. Insbesondere in Krankenhäusern, in Alten- und Pflegeheimen sollte man das sicher nicht tun. Das Virus ist offenbar sehr ansteckend. Und es wird auch mehr Tote geben, wenn die Infektionszahlen stark steigen, natürlich. Vermutlich keine Massen, aber sicher mehr, als jetzt. Ich kann verstehen, dass Politiker*innen das nicht wollen.

Die Frage ist für mich, wo WILL man hin? Alles auf die Karte der Impfung zu setzen, erscheint mir ein gefährliches Spiel. Was, wenn die Impfung nicht funktioniert? Auf ewig Masken- und Abstandspflicht / Lock-Down? Oder einfach so tun, als hätte sie funktioniert – und nicht mehr drüber reden? Das könnte einen Versuch wert sein, aber dann bräuchte man die Impfung nicht, denn DAS wäre auch jetzt möglich … ;-). Und was, wenn die Impfung vermeintlich funktioniert – und man in einigen Jahren feststellt, dass es sehr ernsthafte unerwünschte Nebenwirkungen gibt? So tun, als wären es keine Nebenwirkungen der Impfung, sondern die Zunahme von Leukämie, Lymphdrüsenkrebs, Autoimmunerkrankungen, neurologischen Erkrankungen oder was sonst noch so passieren könnte, wenn man zu unbedarft ins Immunsystem eingreift, käme von irgendwoher? Aber ganz sicher nicht von der Impfung?

Immer nach dem Motto: Hauptsache, wir haben bewiesen, dass wir Infektionskrankheiten „erfolgreich bekämpfen“ können. Alles andere ist dann zweitrangig. … Und alle Ängste, die nicht mit Infektionskrankheiten zu tun haben, die kriegen wir auch noch „bekämpft“. Wir sind schließlich die Krone der Schöpfung…!

Gibt es eine Verbindung zwischen meinem Atlaswirbel und meiner Autoimmun-Erkrankung?

groß, duftend, nicht ganz perfekt, nicht mehr ganz frisch und sehr fragil ….

Wenn man wie ich gestrickt ist, gibt man sich mit der Diagnose „Autoimmunerkrankung“ und den damit verbundenen Aussagen der Schulmedizin „Ursache unbekannt“ und „unheilbar“ nicht zufrieden.

Die beiden Aussagen bedeuten für mich in erster Linie, dass man bisher über die umfassenderen Zusammenhänge im Immunsystem noch nicht viel weiß. Insbesondere über den Zusammenhang des Immunsystems mit allen anderen körperlichen (und psychischen) Systemen. Dass es hier vielfältige Zusammenhänge gibt, ist heutzutage unbestritten. Es gibt inzwischen sogar eigene Fachrichtungen, die sich damit beschäftigen. In der gängigen (ambulanten) Therapie dieser Erkrankungen werden diese Zusammenhänge nach meiner persönlichen Erfahrung allerdings dennoch weitestgehend ausgeblendet, was vermutlich zum einen an der Spezialisierung in unserer Medizin, v.a. aber an der Kostenpolitik in unserem Gesundheitswesen liegen dürfte. Und natürlich an dem Hang, in all unseren wissenschaftlichen Systemen immer Einzelteile und nicht Gesamtheiten zu betrachten.

Egal. Ich bin eh Fan von Eigenverantwortung. Meiner Ansicht nach liegt der Schlüssel zu einer besseren Gesundheit genau darin: Die Verantwortung nicht beim Arzt abzugeben – oder gar bei der Pharmaindustrie (auch wenn letztere sich darüber sehr freut … ;-)). Denn wer, wenn nicht die betroffene Person selbst, könnte die Gesamtheit bzgl. des eigenen Körpers und eigenen Lebens besser einschätzen?

Aus meiner Sicht ist ja im Körper, wie auch in unserer Gesellschaft, in unserer Umwelt und letztlich in unserem ganzen Universum alles mit allem verbunden. Das bedeutet, dass es immer Auswirkungen auf das Ganze hat, wenn ein Teil aus dem Gleichgewicht gerät. Heilung kann immer nur geschehen, wenn man das Gesamtgleichgewicht wieder herstellt. Und niemals, wenn man nur an Symptomen herumdoktert und bestehende Ungleichgewichte dabei weiter verstärkt. Das gilt für unseren Planeten genauso wie für meinen Körper. Davon bin ich überzeugt. Daher ist die in unserem Gesundheitssystem herrschende Herangehensweise, die bei jedem Symptom die medikamentöse Therapie weit über alle anderen Therapiemöglichkeiten stellt, aus meiner Sicht keine wirklich gute Lösung.

Meine Erkrankung sehe ich als Zeichen, dass etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist (vgl. auch meinen Beitrag „Meine etwas andere Theorie zur Entstehung von Autoimmunerkrankungen“).

Aber was ist aus dem Gleichgewicht geraten? Das ist Detektivarbeit. Im Grunde ist es genau diese Detektivarbeit, die mich an der Medizin fasziniert. Gleichzeitig ist diese Faszination ein Grund, warum ich nicht Medizin studiert habe und auch nicht hätte studieren wollen. Denn unser Gesundheitssystem ermöglicht es Ärzt(inn)en nicht, sich die Zeit für Detektivarbeit zu nehmen.

Also, wo könnten die Probleme herkommen?

Die Ernährung liegt immer nahe, und ist sicher bei sehr vielen Menschen auch tatsächlich der wesentliche Faktor für eine Erkrankung. Nun ist gesunde Ernährung aber eines meiner Spezialgebiete. Bei uns wird jeden Abend frisch gekocht. Industrielle Fertignahrung lehne ich ab, soweit es irgend geht. Fettige und oftmals übersüßte Fast Food-Gerichte mag ich nicht. Unser Essen (und Trinken) ist so naturbelassen wie möglich. Gemüse spielt die klare Hauptrolle. Brot gibt es nur zum Wochenendfrühstück und wird von uns selbst gebacken. Ich achte auf die Zufuhr von gesunden Fetten. Wir besitzen weder Industriezucker noch Industriesalz, aber ein reichhaltiges Gewürz- und Kräutersortiment. Vieles stammt superfrisch aus dem eigenen Garten. Auch Wildkräuter wie Löwenzahn, Brennnesseln etc. landen bei uns selbstverständlich auf dem Tisch. Gehören sogar zu meinen Lieblingen, für deren kostenlose Bereitstellung ich der Natur dankbar bin :-). Überhaupt bin ich Fan von Bitterstoffen in der Nahrung. Zwar mache ich unterwegs oder bei Einladungen durchaus Kompromisse, in letzter Zeit sogar deutlich mehr. Dennoch ist meine Ernährung ziemlich sicher nicht der „Übeltäter“.

Der Darm? Ich habe viel Mühe darein gesteckt, meine Darmschleimhaut wieder einigermaßen zu regenerieren. Nachdem ich ja nun einmal viele Jahre viele verschiedene Medikamente eingenommen oder gespritzt habe, war meine Darmschleimhaut (und meine Darmflora) ziemlich im Eimer. Für das Immunsystem spielt der Darm bekanntermaßen eine sehr wichtige Rolle. Aber meine dahingehenden Probleme waren wohl eher Folge der Erkrankung bzw. genauer gesagt, der Medikamente gegen diese Erkrankung, als ihre Ursache.

Die Zähne? Hier war ich lange etwas zu nachlässig. Bereits in der Kindheit hatte ich sehr schlechte Zähne (obwohl das durch die Ernährung nicht zu erklären war) – und entsprechend viele Amalgamfüllungen bekommen. Zu lange habe ich den Beteuerungen vieler Zahnärzte geglaubt, dass Amalgam kein Problem sei. Und erst vor nicht allzu langer Zeit die letzte dementsprechende Füllung entfernen lassen. Dass ich damit so lange gewartet hatte, war sicher dumm, weil die Quecksilber-Metallverbindungen des Amalgam natürlich ein zusätzlicher Toxizitätsfaktor für meinen ohnehin geschwächten Körper waren.

Impfungen? Wie für die Amalgamfüllungen kann auch für die Impf“Hilfsstoffe“ gelten, dass sie einen zusätzlichen Toxizitätsfaktor darstellten, zumal man zumindest früher da gerne Quecksilber- oder Aluminiumverbindungen oder ähnliches verwendet hat. (Auch heutige „Hilfsstoffe“ in Impfungen sind in gewisser Weise für den Körper toxisch. Das ist ihr Sinn, sie sollen das Immunsystem „hochfahren“.) Aber Auslöser der Erkrankung? Wohl allenfalls im Sinne des Tropfens, der das Fass zum Überlaufen bringen kann.

Stress? Ja! Ich hatte ja schon in „Meine etwas andere Theorie zur Entstehung von Autoimmunerkrankungen“ von meinem dauerangespannten Nervensystem geschrieben. Stress also bei mir nicht im Sinne von Arbeitsstress oder ähnlichem, sondern als Grundmodus, seit ich denken kann. Ich hatte ja auch beschrieben, dass ich darüber zur Beschäftigung mit dem Vagusnerv kam. Und das wiederum war der Auslöser, mich auch nochmal mit den anderen Hirnnerven zu beschäftigen.

Vor etlichen Jahren hatte ich mir schon das Buch „Schwachstelle Genick“ von Dr. Bodo Kuklinski und Dr. Anja Schemionek gekauft, konnte mir aber damals nicht so recht vorstellen, dass so viele unterschiedlichste Krankheiten mit dem Genick zusammenhängen sollten, und fand das Buch auch etwas zu „marktschreierisch“. Jetzt nahm ich mir dieses Buch noch einmal vor. Und mir fiel auf, dass meine chronischen Kopfschmerzen in der Kindheit, die dauernden Nasennebenhöhlenentzündungen (die leider immer mit den damals so modernen Breitbandantibiotika behandelt wurden, was meinem Immunsystem sicher nicht gut getan hat), meine Übelkeit bei Autofahrten oder gar auf See, die mich seit frühester Kindheit begleitet hat, und viele Symptome mehr, – eine gemeinsame Ursache haben könnten. Eine Ursache, die auch meine Daueranspannung erklären könnte.

Ich habe seit frühester Kindheit einen gestörten Gleichgewichtssinn. Der hat nicht nur Karussellfahrten für mich statt als Vergnügen als Foltermethode erscheinen lassen. Er hat mir bereits das Laufenlernen erschwert und mich zu einem ängstlichen und nach eigenem Empfinden auch oft etwas ungeschickten Kind gemacht, was manuelle Fertigkeiten oder Sport anging. Als Erwachsene habe ich verschiedenste Untersuchungen machen lassen, um meine Schwindelattacken abzuklären. Selbstverständlich ohne Befund. Die Diagnose lautete damals „gutartiger Lagerungsschwindel“ und ich hielt das für plausibel. Noch vor kurzer Zeit habe ich mich gefragt, warum ich in starker Dunkelheit in Panik verfalle. Dabei ist das leicht erklärt: Ich kann mich im Raum nicht richtig verorten, wenn das Auge nicht hilft. Tja, und jetzt kam mir die Vermutung, dass all diese Symptome damit zusammenhängen können, dass bestimmte Hirnnerven bei mir nicht ganz „korrekt“ arbeiten.

Diese Vermutung erschien tatsächlich auch nicht aus der Luft gegriffen, denn ich hatte in meinem Leben eine Reihe von Unfällen, die sich ganz erheblich auf Kopf und Genick ausgewirkt haben. Ich wusste von meiner Mama, dass der erste Unfall dieser Art bereits im Kleinstkindalter passiert und wohl auch relativ heftig war.

Im Teenageralter kamen weitere Unfälle hinzu. Irgendwann nahm ich an, dass sich das mit den Kopfschmerzen etwas „verwachsen“ hätte, da ich nicht mehr ganz so stark und häufig mit Kopfschmerzen und Übelkeit kämpfte. Für beides blieb ich allerdings weiterhin sehr anfällig. Ja, und dann kam das Rheuma. Also die Bewegungseinschränkungen und Gelenkdeformitäten.

Mein Körper hat eine komplett schiefe Statik – und ich musste immer enorme Muskelkraft aufbringen, um mich trotzdem irgendwie auf den Beinen zu halten. Dafür fehlt die Muskelkraft, um mich vorwärts zu bewegen. Ich hielt die schiefe Statik immer für eine Folge des Rheuma`s. Aber vielleicht stimmt das gar nicht, vielleicht ist es in Wahrheit eine Ursache?!

Nachdem ich all die o.g. Tatsachen miteinander in Zusammenhang gebracht habe, habe ich mir diese Frage gestellt – und mir einen Therapeuten für eine Atlaswirbelkorrektur nach Arlen gesucht.

Obwohl wahrscheinlich gar nicht so wenig Menschen von dieser Therapie profitieren könnten (sie wird insbesondere empfohlen bei Migräne, Tinnitus, Blutdruckproblemen und Schwindel), gibt es nicht viele Therapeuten für diese Methode. Die Therapie ist nicht ganz billig und wird von den Krankenkassen selbstverständlich nicht bezahlt.

Vor rund zwei Wochen bin ich dann da also hin. Voller Erwartung – und vielleicht auch etwas naiv…

Fortsetzung folgt …. ;-).