Zwangsimpfung? Ich habe Verständnisprobleme…

gefertigt von Dörte Müller

Es vergeht gefühlt keine Nachrichtensendung ohne Erwähnung von „Impfquoten“ und dem Satz, dass man unbedingt noch mehr Menschen dazu bringen müsse, sich „impfen“ zu lassen.

„Impfskeptiker“, so wirkt es, werden von vielen „Funktionsträgern“ und Journalist*innen als „schwer erziehbar“ betrachtet. Und indirekten oder sogar direkten Zwang scheinen sie für eine geeignete „Erziehungsmethode“ zu halten.

WARUM?

Das Ziel dieser „Erzieher*innen“ wirkt diffus. Nicht einmal die Zahl an „Geimpften“, die irgendjemand anstrebt, wird richtig klar. Der Grund für eine solche Zahl noch viel weniger:

War man mal mit der Aussage gestartet, dass man eine „Impfquote“ von gut 60 % für ausreichend halte, waren es dann irgendwann plötzlich 85 % und sind jetzt teilweise gar fanatisch anmutende 95 %.
Also jede*r, vom Greis bis zum Säugling? Oder meint man 95 % der zwölf- bis hundertjährigen? Man weiß es nicht genau.

Der Nutzen? Der wird recht wild und kreuz und quer – und manchmal auch echt wirr – irgendwie halt einfach mal so … behauptet.

Ja, ich lese und höre durchaus auch „Impfbefürworter“. Und ich bilde mir ein, eine sehr gute Auffassungsgabe zu haben. Aber die jeweils angebotene Logik scheint meine intellektuellen Fähigkeiten entweder zu übersteigen. – Oder diese Logik ist vielleicht gar nicht vorhanden … ?

In den Morgennachrichten kam gerade, dass in Israel jetzt die Drittimpfung empfohlen wird. Mit der Begründung, dass in diesem „vorbildlich“ „geimpften“ Land die Zahl der Krankenhauseinweisungen und auch die Todesfälle erheblich steigen.
Für diesen Befund gibt es nur zwei alternative Erklärungsmöglichkeiten, (die freilich von den Journalisten nicht thematisiert wurden, in den weiteren halbstündlichen Nachrichten wurde das Thema „Israel“ stattdessen gar nicht mehr erwähnt…):
– Die gegen die (inzwischen nicht mehr vorhandene) „Alpha-Variante“ angelegte „Impfung“ bringt nicht genug bei den jetzt herrschenden Varianten. (Wenn diese Varianten tatsächlich „gefährlicher“ wären, müsste man nach der Logik der „Impfbefürworter“ allerdings eine hohe Dramatik in den Ländern mit sehr niedrigen „Impfquoten“ beobachten können. Dem ist jedoch nicht so.) Den Nutzen einer „Impfung“, die nicht schützt, vermag ich nicht zu erkennen.
– Der Anstieg von Krankenhauseinweisungen und Todesfällen ist (mit)ursächlich auf die „Impfung“ zurückzuführen.

Diese Fragen scheinen die Entscheidungsträger jedoch nicht zu interessieren, auch die deutschen nicht. Es wird völlig unverdrossen weiter „geworben“.

Mir stellen sich die Aussagen dabei so dar:

Man hat einen „Impfstoff“, von dem eine „Wirksamkeit“ von rund 97 % behauptet wird. „Wirksamkeit“, da sind sich ausnahmsweise alle einig, bedeutet dabei nicht, dass die gespritzten Menschen „immun“ sind gegen Covid 19, sondern dass sie gegen einen schweren bis tödlichen Verlauf „geschützt“ seien. Sie können sich weiterhin infizieren und das Virus entsprechend auch weitergeben, tun das aber möglicherweise in geringerem Ausmaß.

Ebenfalls Einigkeit bestand von Beginn der „Pandemie“ an, dass Covid 19 bei 80 % aller Infizierten zu leichten bis kaum spürbaren Erkrankungen führe, aber bei 20 % (insbesondere alten und schwer vorerkrankten Menschen) einen schweren bis tödlichen Verlauf haben könne.

Als Sinn aller „Corona-Maßnahmen“ wurde stets angegeben, das Gesundheitssystem vor einer Überlastung zu schützen (und vermeidbare Todesfälle zu reduzieren).

Ohne jetzt auf die „Sinnhaftigkeit“ der Lockdowns näher einzugehen (mit denen man aus meiner Sicht die Wahrscheinlichkeit, dass sich viele besonders gefährdete Menschen in den Alten-, Pflegeheimen gleichzeitig anstecken, deutlich erhöht hat). Und auch ohne die wirtschaftlichen Zwänge unseres Gesundheitssystem, das systembedingt immer am Rande der Kapazität arbeitet (alles andere gilt als „unwirtschaftlich“), zu thematisieren:

Bei dieser Ausgangslage könnte eine „Impfung“ theoretisch für die besonders gefährdeten 20 % empfehlenswert sein. Just diese, also die sehr Alten, die Vorerkrankten, Multimorbiden, waren in den Studien, aufgrund derer die Notfallzulassung für die „Impfstoffe“ erteilt wurden, allerdings zum größten Teil ausdrücklich ausgeschlossen (s. z.B. hier: A Trial Investigating the Safety and Effects of Four BNT162 Vaccines Against COVID-2019 in Healthy and Immunocompromised Adults – Full Text View – ClinicalTrials.gov).
Über die „Wirksamkeit“ bei genau dieser Gruppe gab es also fast keine Aussagen! Die Zulassungsbehörden scheint das nicht interessiert zu haben. Obwohl man mit gesundem Menschenverstand erwarten würde: Genau bei dieser Gruppe wirkt der „Impfstoff“ eher schlecht und / oder zeigt besonders starke Nebenwirkungen. Was wohl auch der Grund für den Ausschluss aus der Studie gewesen sein dürfte… .

Die restlichen 80 % werden zu einer Überlastung des Gesundheitssystems nicht beitragen, jedenfalls nicht durch Covid. Man braucht den Stoff aus übergeordneter gesellschaftlicher Sicht für sie also nicht.
Man kann ihn ihnen selbstverständlich anbieten, aber auf rein freiwilliger Basis und nach vollumfänglicher Aufklärung über Nutzen und Risiken. Für Kinder ist er völlig unsinnig (s.a. hier: Kinder entwickeln langfristige Immunität gegen COVID-19 (uni-heidelberg.de))

Die „Impfstoffe“ haben (derzeit für Kinder ab 12) eine bedingte Notfallzulassung. Eine Notfallzulassung setzt eine Notlage voraus (die mir nicht erkennbar ist). UND sie erfolgt aufgrund vorläufiger Daten, die ausschließlich von den Herstellern stammen… .

Allen Beteiligten war klar, dass die Datenlage bei Ergehen der Notfallzulassungen äußerst dünn war und keine seriöse Aussage über die Risiken erlaubte. Die Studien laufen bis 2023. Weitere Daten sollten aus den laufenden „Impfungen“ gewonnen werden.

WARUM also machen insbesondere Politiker*innen (und Virolog*innen etc.) Druck, JETZT nahezu 100 % der Bevölkerung diese Mittel zu verabreichen?

In laufenden Medikamentenstudien die Vergleichsgruppe auf nahezu „Null“ zu reduzieren, wird normalerweise ausschließlich dann gemacht, wenn Erfolg und Nutzen des Medikaments so eindeutig – und die Krankheitslage der Vergleichsgruppe so schwer ist -, dass es ethisch nicht vertretbar erschiene, dieser Vergleichsgruppe das Medikament weiter vorzuenthalten. Einen Zwang, dieses zu nehmen, gibt es selbstverständlich auch dann nicht.

Bei diesen „Impfstoffen“ hingegen sind Erfolg und Nutzen zweifelhaft: Nicht nur, dass in den Ländern, wo dies erfasst wurde, ein hoher Prozentsatz der Hospitalisierten geimpft war.
Die Forderung einer hohen „Impfquote“ ist aus gesellschaftlicher Sicht ausschließlich dann gerechtfertigt, wenn völlig zweifelsfrei feststeht, dass der Nutzen die Risiken für jeden Einzelnen um ein Vielfaches überwiegt.

Das ist jedoch keineswegs der Fall. Selbst, wenn man davon ausgeht, dass bei solchen Löschungen schwerer Nebenwirkungen und Todesfälle, wie sie hier dargestellt sind (Die verschwundenen Impfschadensfälle der EMA-Datenbank – (tkp.at)), alles mit rechten Dingen zugehe. Selbst wenn man davon ausgeht, dass es eine hohe Meldequote von Nebenwirkungen und Todesfälle gäbe (aus meiner Sicht wäre 10 % dabei eine durchaus hohe Quote, ich kenne so einige Fälle von Nebenwirkungen – aber keinen einzigen, wo diese gemeldet worden sind … .).
Selbst dann lassen die wenigen vorhandenen Zahlen einen überragenden Erfolg und Nutzen der Stoffe (also das einzige Kriterium, dass den Wunsch nach einer so hohen „Impfquote“ rechtfertigen könnte) nicht erkennen. Schon gar nicht in einem Zeitraum, bei dem sich die längerfristigen Folgen noch gar nicht zeigen konnten! Und die Erfahrungen in Israel scheinen ja bereits jetzt eher das Gegenteil zu belegen.

Der Ruf nach 95 % berücksichtigt nicht einmal, dass es inzwischen eine hohe Zahl von Menschen gibt, die bereits eine Corona-Infektion hinter sich haben. Wie viele Studien (Weitere Studie zeigt langfristige und starke Immunität nach Infektion – (tkp.at) ) zeigen (und ja auch zu erwarten ist), sind diese gegen Wiedererkrankung am besten geschützt. Natürlich erworbene Immunität ist durch eine Impfung nicht zu „toppen“, kann aber verschlechtert werden, da das Immunsystem, das vielleicht ohnehin noch mit Virusnachwirkungen kämpft (Long Covid… ) zusätzlich mit toxischen Stoffen durch die „Impfung“ belastet würde. Es gibt keinen Grund, warum diese Immunität nach einem halben Jahr „weg“ sein sollte. Das Immungedächtnis ist nicht durch die Zahl der Antikörper zu bestimmen.

Wer nichts zu verbergen hat, kann und sollte all diese Fragen öffentlich diskutieren, „Geimpfte“ nach der Spritze auf Mikrothromben untersuchen (Stichwort: D-Dimer), nach einem positiven PCR-Test- Verstorbene ebenso wie nach einer „Impfung“ Verstorbene von Anfang an obduzieren etc. .
Wer hingegen all dies nicht tat und tut, Kritik unterdrückt, Studien zu Behandlungsmöglichkeiten (Stichwort: Ivermectin) unterdrückt, nach gut 1 1/2 Jahren „Pandemie“ immer noch mit Behauptungen, wenig aussagekräftigen „Inzidenzen“ – und mit realitätsfernen Modellierungen arbeitet, – der sollte sich über fehlendes Vertrauen in ihn vielleicht nicht wundern … . „Seriös“ geht anders … .

Zusammenfassung:

  • Es sind gut 50 % der Deutschen „geimpft“. Wenn man der Aussage glaubt, dass die „Impfung“ eine Wirksamkeit von 97 % hat, wären also höchstens bei 3 % dieser Gruppe schwere bis tödliche Verläufe zu erwarten.
  • Covid ist für alte und schwer vorerkrankte Menschen bedrohlich. Daher ist bei den „ungeimpften“ 50 % die Alters– und Gesundheitsstruktur entscheidend. Bei Kindern und Jugendlichen geht das Risiko eines schweren bis tödlichen Verlaufs im Fall einer Infizierung gen Null. Die jetzt noch „Ungeimpften“ gehören zu einem großen Teil in diese Altersgruppe. Wo bitte ist da die angebliche Gefahr, unser Gesundheitssystem an die Belastungsgrenze zu bringen, wenn alle „Ungeimpften“ „ungeimpft“ bleiben?? Zumal die Jugendlichen zu der Altersgruppe gehören, bei der z.B. Herzmuskelentzündungen DURCH die Impfung deutlich überproportional auftreten… . Einem nicht erkennbaren Nutzen für die Betroffenen also durchaus erkennbare Risiken gegenüber stehen.
  • Oder glauben die Entscheidungsträger doch eher, dass die „Wirksamkeit“ der „Impfung“ weit unter 97% (bei vielleicht realistischen 30 %) liegt? Aber dann gibt es ebenfalls keinen Grund, diesen Stoff weiter Menschen aufzudrängen. Denn dann hat er kaum Nutzen. Bei unbekannten (Langzeit-)Risiken.
  • Wenn man wirklich an seriösen Daten interessiert ist, die auch Langzeiteinschätzungen möglicher unerwünschter Wirkungen erlauben, braucht man zwingend eine „ungeimpfte“ Vergleichsgruppe, die groß und heterogen genug ist, um entsprechende Vergleiche und Auswertungen zu ermöglichen. Eine „Impfquote“ von weit über 60 % wäre also kontraproduktiv aus gesamtgesellschaftlicher Sicht, denn eine seriöse Auswertung würde damit völlig unmöglich gemacht.
  • Für die Pharmaindustrie ist die mRNA-Technologie äußerst vielversprechend. Sie wird uns ziemlich sicher in Kürze für so ziemlich jede mögliche Erkrankung angedient werden. Es sei denn, die jetzige „Generalprobe“ sollte sich als Schlag ins Wasser erweisen. Wieviel hier für die Pharma- und sonstige beteiligte Industrien auf dem Spiel steht, ist klar. Dass diese Industrien daher nur ein sehr „bedingtes“ Interesse an objektiven (und v.a. an veröffentlichen) Zahlen und Daten über die Risiken der Technologie haben, erscheint mir unmittelbar nachvollziehbar.
    Ich frage mich jedoch, inwieweit unseren Entscheidungsträgern bewusst ist, dass die Interessen dieser Industrien NICHT mit den gesamtgesellschaftlichen Interessen identisch sind. Hier scheint es mir die ein oder andere Ver(w)irrung zu geben.
    Und auch bei ziemlich vielen Journalist*innen scheint mir eine gewisse Ver(w)irrung darüber zu herrschen, was guter, kritischer und UNABHÄNGIGER Journalismus bedeuten könnte … .