Manchmal frage ich mich …

gefertigt von Dörte Müller

Wenn ARD und ZDF und alle „Leit-Medien“ (komisches Wort …) morgen sagen würden:

„Wir dachten, Sie merken es. Wir dachten, es wäre zwischen den Zeilen gar nicht zu übersehen.

Alle diese Zahlen, die wir immer addiert haben – ohne jede Bezugsgröße. Haben Sie wirklich nicht bemerkt, dass diese Zahlen völlig sinnfrei waren?

Dass wir Ihnen BILDER präsentiert haben – und keine Inhalte?

Ja, das Pflegepersonal ist überlastet. Aber die wahren Gründe dafür, kennen Sie die nicht seit Jahren? Corona war es nicht. Wir haben sogar auf der Homepage des Bundesgesundheitsministeriums einmal eine Studie eingestellt, die die Bettenauslastung in 2020 überprüft hat. Ergebnis: Die Auslastung war historisch(!) gering. Und Corona-Patienten machten im Schnitt gerade mal 2 % aus. Auf den Intensivstationen 4 %. Und es hat ja auch niemand ein Geheimnis daraus gemacht, wie viele Krankenhausbetten alleine in den letzten zwei Jahren abgebaut wurden.

Und diese „Impfung“. Sie haben niemals wirklich geglaubt, dass es da darum ging, „Immunschutz“ gegen Corona zu erlangen, oder?! Herr Wieler vom RKI hat doch schon im Frühjahr 2020 gesagt, „Wir werden Ende des Jahres einen Impfstoff haben. Wir wissen nicht, was für einen und wie er wirken wird, aber wir werden einen haben.“ Konnte man noch deutlicher machen, worum es hier geht? Und wenn er Ihnen auch noch sagt, Sie dürften das Ganze niemals hinterfragen, das hat Sie doch mit Sicherheit mehr als stutzig gemacht?

Ach, und diese „Idee“ der WHO von April(!) 2020, wonach „Genesene“ nur einen „Immunschutz“ für sechs Monate haben sollen. Ist Ihnen wirklich nicht aufgefallen, was das medizinisch für ein Unsinn ist?

Dass die Hersteller der Impfstoffe keinerlei Haftung übernehmen – und die von ihnen durchgeführten „Zulassungsstudien“ offiziell bis Ende 2022 laufen. Hat Sie das wirklich nicht irritiert?
Haben Sie sich wirklich nicht gewundert, dass EU und Bundesregierung damals gleich zig Milliarden Impfstoffe bestellt haben, und dass, obwohl zu Beginn doch behauptet wurde, bereits zwei Spritzen machten „immun“? 

Ist es Ihnen wirklich nie komisch vorgekommen, dass keine einzige der jeweils so hoch gepriesenen Maßnahmen jemals zu helfen schien, die „Pandemie“ einzudämmen? Und dass trotzdem immer mehr von dem getan wurde, was doch so offensichtlich NICHT zu helfen schien?

Hat es Sie denn nicht gewundert, dass die sogenannten Inzidenzen im Herbst 2021 höher sind als im gleichen Zeitraum 2020, obwohl 2021 fast 80 % der über 12-jährigen „geimpft“ sind – und es in 2020 noch keine Impfungen gab?

Fanden Sie es tatsächlich nicht komisch, dass sowohl bei den Menschen, die in 2020 angeblich an Corona verstorben sind, wie bei denen, die in 2021 in engem zeitlichen Zusammenhang mit der „Impfung“ verstorben sind, Obduktionen explizit NICHT gewollt waren?

Haben Sie wirklich an all diese ständig wechselnden und sich widersprechenden Zahlen, mit denen wir immerzu jongliert haben, geglaubt?
Fanden Sie es nicht seltsam, dass wir offiziell nicht einmal genau wussten, wie viele Menschen tatsächlich „geimpft“ sind?

Haben Sie sich nie gefragt, warum niemand Sie nach Ihrer „Impfung“ regelmäßig angerufen und sich nach möglichen Nebenwirkungen der „Impfung“ erkundigt hat, obwohl dieses Nachhalten möglicher unerwünschter Wirkungen doch das ist, was Medikamentenstudien ausmacht? Dass Sie Teilnehmer*in einer laufenden Studie sind, das war Ihnen doch bewusst?  

Haben Sie sich wirklich nie gefragt, warum ein Virus, das ein Jahr lang fast „nur“ für alte und vorerkrankte Menschen tödlich schien, nach Einführung der „Impfung“ plötzlich für alle Altersgruppen sehr gefährlich sein sollte? Und dass das Virus  ausgerechnet kurz vor der (Notfall!)-Zulassung des Stoffes für Kinder auch für diese plötzlich angeblich gefährlich wurde?

Sind Ihnen all die Ungereimtheiten und Widersprüche, mit denen wir Sie tagtäglich konfrontiert haben, wirklich NIE merkwürdig vorgekommen?

Haben Sie sich nie an der Aggressivität unserer Berichterstattung zu dem Thema gestört???

Dann müssen wir Ihnen jetzt beichten:
Es war ein psychologisches Experiment. Es ist aus dem Ruder gelaufen. Es tut uns leid.
– Wir wollten erforschen, wie schnell Menschen bereit sind, eine Gruppe auszugrenzen, die sich anders verhält, als der Rest.
– Wir wollten sehen, wie weit sie gehen würden, um diese Gruppe mit Hass und Häme, Bedrohungen und Strafen zu überschütten – wenn ihnen von einem immer autoritärer agierenden Staat und von diesem präsentierten sogenannten Experten die „Erlaubnis“ dafür gegeben würde. Sie sogar noch ermuntert würden.
– Wir wollten sehen, ob Menschen wirklich so schnell dazu gebracht werden können, ihre Menschlichkeit zu verlieren, – wenn sie meinen, keine Strafe befürchten zu müssen.
– Wir wollten sehen, ob viele Menschen möglicherweise sogar eine Art Genuss dabei empfinden, andere Menschen zu schikanieren. Ihnen dafür als Begründung reicht, dass diese anders denken und anders handeln möchten, als die Mehrheit.

Wir wissen jetzt, dass das so ist.
Wir wissen jetzt, wie stark die (Ur-)Ängste und Aggressionen im Innern so vieler Menschen sind. Wir wissen jetzt, dass viele sich offenbar nicht anders zu helfen wissen, als diese Ängste und Aggressionen auf andere Menschen zu projizieren – und diese anderen dann als „Feinde“ zu bekämpfen.
Wir wissen das jetzt.

Und weil wir uns über uns selber erschreckt haben, werden wir alles daran setzen, ab heute mit Ihnen gemeinsam andere Wege zu suchen, um Ihre und unsere Ängste im eigenen Innern zu besiegen.
Denn nur so werden wir zu einer friedlicheren und liebevolleren Welt kommen. Auch das wissen wir jetzt.“

Was würde dann geschehen?             

unabhängig und objektiv

gefertigt von Dörte Müller

Da habe ich doch vor einigen Tagen noch geschrieben, dass mir die ö.r. Medien seit Jahren mehr und mehr wie eine verlängerte Werbeabteilung der Pharmabranche vorkommen. (Selektive Wahrnehmung…)

Und heute stolpere ich über diesen sehr lesenswerten Beitrag: https://corona-transition.org/eine-wirklich-gluckliche-familie-reuters-pfizer-und-das-weltwirtschaftsforum

Als ich dann den folgenden link angeklickt hatte, der zu der Webseite von Pfizer führt, war ich doch etwas fassungslos (meine Fassungslosigkeit bezog sich u.a. darauf, dass das auf deren offizieller Webseite steht, man ist offenbar stolz auf die guten eigenen Verbindungen … ): https://www.pfizer.com/people/leadership/board-of-directors/james_smith

Dieser James Smith ist Mitglied des Boards (also des höchsten Gremiums) von Pfizer seit 2014, heißt es dort.

Gleichzeitig ist er Vorsitzender der Thomson Reuters Foundation. Und war von 2012 bis 2020 Präsident, CEO und Direktor der Thomson Reuters Corporation. Selbstverständlich ist er unter anderem auch Mitglied im business council des WEF (world economic forum) und im atlantic council.

Reuters bzw. (seit dem Zusammenschluss mit Thomson) Thomson Reuters, ist eine der großen global agierenden Nachrichtenagenturen.

Zur Erinnerung: Nachrichtenagenturen, das sind die, von denen sich die meisten „Qualitätsmedien“ heutzutage ihre Nachrichten liefern lassen. Für umfassende eigene Recherche fehlt ja längst Geld und Zeit.

Und bei den Nachrichtenagenturen, da weiß man, was man bekommt. Da kann man sich guten Gewissens drauf berufen.

Was von da kommt, ist geprüft.
Es enthält die „richtigen“ Informationen.
Es enthält „Qualität“.
Es enthält Pfizer … .

Dass Reuters auch enge Zusammenarbeit mit den sozialen Netzwerken pflegt, wie der oben verlinkte Beitrag zeigt, verwundert nicht mehr. Dass Smith aber anscheinend im WEF zusätzlich auch noch ausgerechnet im Vorstand einer „partnering against Corruption intitiative“ sitzen soll, kommt meiner Neigung für „feine Ironie“ doch sehr entgegen … ;-).

P.S.: Auch die Lebensläufe der übrigen Board-Mitglieder von Pfizer sind durchaus interessant. Zum Beispiel der von Susan Desmond-Hellmann, seit 2020 Board-Mitglied. Vorher langjährige CEO der Bill und Melinda Gates Stiftung (2014 – 2020) und (2013 – 2019) Direktorin der Facebook Inc. … .

„Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden“

schrieb jemand in die Kommentarspalten einer meiner letzten Beiträge.

„Wie wahr!“ dachte ich. Oder?!

Ich kann nicht beurteilen, wie der Kommentarschreiber diesen Satz genau meinte. Nur, wie er bei mir ankam: Schon Rosa Luxemburg hatte diesen Satz vermutlich eher als Forderung an „die andere Seite“ verstanden, als dass sie bereit gewesen wäre, der anderen Seite diese Freiheit auch selbst zuzugestehen.

Mir scheint dieser Satz auch heute noch meist einseitig verwendet zu werden. Jede*r möchte für sich die Freiheit, „anders zu denken“. Aber wer möchte dieselbe Freiheit schon jemand zugestehen, der oder die eine andere Meinung hat, als man selbst? Nach meiner Wahrnehmung fällt es dabei den wenigsten Menschen auf, dass ihre Forderung einseitig ist. Denn sie ziehen die Grenze, etwas Anderes denken zu dürfen, als sie, dort, wo sie „nun einmal Recht haben“. Da, wer Anderes denkt, damit automatisch „im Unrecht“ ist, darf er oder sie DAS dann natürlich nicht denken. Denn, was „richtig“ ist, müsse nun einmal jede*r akzeptieren. Dass der Andersdenkende etwas Anderes für „richtig“ hält, wird vielfach nicht als dessen Freiheit, sondern als Zumutung empfunden.

Wenn die Person, die den o.g. Satz zitiert, eine Mehrheitsmeinung vertritt, ist sie sich ihrer Wahrnehmung „richtig“ zu liegen, meist besonders sicher, so scheint es mir. Schließlich sagen das doch alle, die „Ahnung“ haben von der Sache. Alle, außer ein paar „Außenseiter*innen“ eben. Und wie viel Freiheit sollte man Außenseiter*innen, die mit merkwürdigen Ideen und Ansichten kommen, geben? Und warum? Die verunsichern doch im Zweifel nur, oder? Was verunsichert, will man nicht, sagt man mir. Unsicherheit gebe es schon genug. Menschen sehnten sich nach eindeutigen Antworten, alles andere mache Angst. Und wo Angst herrsche, dürfe – nein müsse man sogar – Freiheit beschränken. (Auch wenn es zu den Ursachen dieser Angst verschiedene Sichtweisen geben kann.)

Ich bin in einem Alter, in dem man oder frau genug Lebenserfahrung hat, um gelernt zu haben, dass das mit den „eindeutigen Antworten“, dem „richtig“ und dem „falsch“ selten so „eindeutig“ ist. Mehrheitsmeinungen bilden sich aus meiner Sicht, insbesondere heutzutage, selten dadurch, dass ihre „Richtigkeit“ auf der Hand liegt, sondern dadurch, dass man sie oft genug zu hören bekommt. Man kennt das Phänomen aus der Werbebranche. Aber „Markenware“ ist längst nicht immer qualitativ besser, als das „No-name-Produkt“. Es wurde eben nur mehr Geld in das Marketing gesteckt.

Und wenn man genauer hinschaut, erscheint in dieser Welt auch das Wenigste „schwarz“ oder „weiß“. Sondern zum Glück ist das Meiste sehr bunt. Zumindest aber grau in allen Schattierungen …. Deshalb neige ich persönlich dazu, immer sofort alles zu hinterfragen, was mir jemand als „eindeutig schwarz“ oder „eindeutig weiß“ präsentiert. Wenn ich dann noch das Gefühl habe, dass sozusagen „institutionell vorgegeben“ wird, was „schwarz“ oder „weiß“ ist, dann beginnt meine „rote Lampe“, auf „ALARM“ zu schalten.

Bunt denken zu dürfen, ohne dass mich jemand dafür verurteilt. Und ohne, dass mir jemand sagt, dass ich SO nicht denken DÜRFE. Das ist für mich Freiheit. Die Freiheit der Andersdenkenden.   

Dieser Freiheit fühle ich mich beraubt, wenn jemand von oben herab festlegt, was ich als „richtig“ zu akzeptieren habe. Wenn mir gar gesagt wird, dass ich das Denken doch bitte „den Experten“ zu überlassen habe, weil MIR für das Denken die formale Ausbildung auf dem betreffenden Gebiet fehle. Dann wähne ich mich in einer Art (die eigene Unfehlbarkeit reklamierenden) Religion gelandet – und nicht in der „Wissenschaft“.

Die Freiheit der Wissenschaft, die Freiheit des Diskurses, bedingen sie nicht gerade, stets offen zu sein für die gegenteilige Ansicht? Immer wieder jede Hypothese zu hinterfragen? Ist ein zuvorderst sich dem Gemeinwohl verpflichtet fühlende*r Wissenschaftler*in nicht vielleicht sogar dankbar für jeden Anstoß, der den eigenen Blick erweitern könnte? Auch am (konstruktiven) „Laienblick“, insbesondere aber am fachübergreifenden Blick zu dem betreffenden Thema interessiert? Gerade, weil diese Blicke aus einer anderen Perspektive kommen? Es vielleicht erleichtern können, den Wald zu sehen, wo man als hochspezialisierte*r Wissenschaftler*in den Blick nur noch auf die Äderchen des einzelnen Blattes eines bestimmten Baumes gerichtet hatte?

Bin ich als Wissenschaftler*in wirklich an einer steten Erweiterung des eigenen und des allgemeinen Wissens interessiert, wenn ich fordere, dass ein Diskurs zu einem Thema, das alle oder viele Menschen betrifft, auf die eigene Zunft beschränkt sein solle? Bin ich wirklich an einer Erweiterung des eigenen und allgemeinen Wissens interessiert, wenn ich dabei offene Diskussionen mit „ketzerischen“ Abweichler*innen aus der eigenen oder benachbarten Zünften nicht führe, weil diese „nur Unruhe schüren“ würden? Oder mir meine Zeit „zu schade ist“?

Bei Themen, die alle Menschen betreffen und in das individuelle Leben jedes Einzelnen eingreifen: Reicht es da, wenn man sagt, dass man „den Laien“ einfach nur gut „erklären“ müsse, was diese dann zu akzeptieren – und in ihrem Leben umzusetzen hätten?

Mir jagt diese durchaus verbreitet erscheinende Ansicht ein Schauer über den Rücken. Es ist für mich eine Wissenschaft, die sich als eine nicht hinterfragbare Elite versteht. Und als solche festlegt, dass „Abweichler*innen“ „nicht ernst zu nehmen“ seien und der breiten Masse keine weitere Mitsprache zukomme als ein: „Ja und Amen, Herr oder Frau Professor*in, und vielen Dank!“… Ist das noch Wissenschaft? Oder doch eher Kirche?

Mit dem Hinweis auf nicht hinterfragbare „Expertenmeinungen“ Politik zu machen, ist aus meiner Sicht ein unmittelbarer Angriff auf die (Meinungs-)Freiheit. Denn auch „Experten“ sind nur Menschen. Und Menschen ist nun einmal zu eigen, dass sie sich irren können. Manchmal gewaltig. Umso unverständlicher erscheint es mir, wenn Politik nicht einmal abweichenden „Expertenmeinungen“ ein Forum geben möchte, aus Angst, dies könne Unsicherheit schüren.

Ich persönlich würde mich hingegen deutlich „sicherer“ fühlen, wenn ich den Eindruck hätte, dass vor der politischen Entscheidung möglichst viele verschiedene Meinungen und Expert*innen aus den unterschiedlichsten Richtungen gehört wurden. – Und wenn ich den Eindruck hätte, dass man bereit wäre, einmal getroffene Entscheidungen auch immer wieder völlig offen zu hinterfragen. Aber vielleicht geschieht all dies auch, und nur mein anderer Eindruck täuscht mich?

 

Die Freiheit der Andersdenkenden zu akzeptieren, heißt für mich selbstverständlich nicht, dass ich die Meinung der andersdenkenden Person für mich übernehmen muss. Es heißt auch nicht, dass ich diese Meinung nicht hinterfragen und der Person sagen darf, dass ich die Sache anders sehe. Aber es heißt für mich, dass ich der Person die Freiheit zugestehen muss, dass auch sie IHRE Meinung behalten darf. Ohne, dass ich die Person für diese von mir für „falsch“ gehaltene Meinung innerlich oder äußerlich verurteile.

Das nimmt leider nach meiner Wahrnehmung sehr zu. Das öffentliche Verunglimpfen und Verurteilen von Personen, die eine Meinung geäußert haben, die einem selbst nicht passt. Wenn dieses Verunglimpfen dann auch noch durch Institutionen geschieht, wie Medien oder Politik, sehe ich es besonders kritisch. Solche Institutionen haben eine besondere Macht und damit auch eine besondere Verantwortung. Selbstverständlich dürfen auch Menschen in Medien und Politik Meinungen haben. Aber wenn aus so einer Position heraus andere Meinungen immer wieder verunglimpft werden, ist das für mich eine äußerst bedenkliche Entwicklung. Aber auch hier sind natürlich letztlich Menschen am Werk mit all ihren Irrungen und Wirrungen.

Andere zu Verurteilen scheint uns allen schon lange zu unserer zweiten Natur geworden zu sein. Das ganz aufzugeben, schaffen meiner Meinung nach nur wahrhaft „erleuchtete“ Menschen, wovon ich persönlich weit entfernt bin. Aber ist es nicht wert, es trotzdem zu üben? Sich zumindest bewusst zu machen, dass man den Anspruch, den man an andere stellt, auch selber erfüllen darf? Insbesondere als Inhaber*in einer Machtposition?

Für die Zunahme von Freiheit und Friede auf dieser Welt?!

Wobei: Kann der Friede wirklich zunehmen, wenn wir mehr Freiheit zulassen? Oder passiert genau das Gegenteil, weil die Menschen nicht „reif genug“ sind für zu viel Freiheit? Müssen sie „geführt“ werden, durch die Kirche, durch wissenschaftliche Expert*innen oder durch Politiker*innen? Nach meiner Wahrnehmung haben diese Institution allesamt eine gewisse Tendenz, sich als „Eltern“ erwachsener Menschen zu verstehen. Was ich nicht leiden kann. Was andere aber möglicherweise sogar erwarten.

Der Mensch, der in meinem Blog kommentiert hat, sagte Toleranz habe Grenzen. Wie ist es mit den Grenzen der Freiheit der Meinungsäußerung, frage ich mich. Darf, oder muss man diese Freiheit begrenzen? Welche Grenze wäre die „richtige“? Hat zum Beispiel Rosa Luxemburg eine solche Grenze überschritten, soweit sie zu Gewalt und Anarchie aufgerufen hat?  

Artikel 5 Grundgesetz sieht die Grenze (von mir etwas vereinfacht ausgedrückt) dort, wo man mit seiner Meinungsäußerung gegen Gesetze (oder das Recht der persönlichen Ehre eines anderen) verstößt. Aber Rosa Luxemburg hat nicht in der Zeit des Grundgesetzes gelebt. Und vielleicht kann es Situationen geben, in denen ein Gesetzesverstoß der Menschheit mehr dienen kann, als die Befolgung? Wer will das beurteilen – und nach welchem Maßstab?

Letztlich muss wohl jede*r mit dem eigenen Gewissen vereinbaren, was er oder sie veröffentlicht. Gedanken Anderer kann man ohnehin nicht beschränken. Nur den öffentlichen Ausdruck dieser Gedanken.

Ich persönlich denke, in einer gut funktionierenden Demokratie sind die Regelungen des Art. 5 GG ein geeigneter Maßstab für eine Schranke der zulässigen Meinungsäußerung.

Aber alle anderen Meinungen sollten sich in all ihrer Vielfalt überall ausdrücken lassen dürfen und sich in den sozialen und den „offiziellen“ Medien in genau dieser Vielfalt auch widerspiegeln. Niemand sollte wegen irgendeiner Meinung, die nicht der „herrschenden“ entspricht, mit unliebsamen Konsequenzen und persönlichen Ausgrenzungen und Angriffen rechnen müssen oder gar öffentlich lächerlich gemacht werden. „Herrschende“ Meinungen sollten der Vergangenheit angehören!

Das ist für mich die „Freiheit der Andersdenkenden“. Und für Euch?

Dank an den Menschen, der mich mit seinen Kommentaren zu meinem Beitrag „Schubladen…“ zu diesen Gedanken angeregt hat!