Gibt es eine Verbindung zwischen meinem Atlaswirbel und meiner Auto-immunerkrankung? – Teil 2

groß, nicht mehr ganz frisch – und vielleicht künftig etwas weniger fragil…?!

Jetzt ist es schon fast vier Wochen her … – Mein „Abenteuer“ Atlaswirbeltherapie.

Ich war nicht erstaunt, als der Therapeut nach kurzer Untersuchung feststellte, dass mein Atlaswirbel um rund 2 cm verschoben war. Die Therapie selbst war nicht besonders angenehm, aber gut aushaltbar. Es war für mich unmittelbar spürbar, als die Wirbel wieder richtig aufeinander saßen und ich fühlte mich irgendwie erleichtert. Es hieß, ich könne die nächsten Tage so etwas wie Muskelkater im Rücken spüren. In der Erwartung ging ich also nachhause.

Ich bin auch noch gut Zuhause angekommen. Aber dann gingen die Schmerzen los. Heftigste Knieschmerzen. Dann irgendwann wieder etwas besser. Dann eine Schulter. Dann die andere. Dann wieder ein Knie. Der Muskelkater im Rücken fühlte sich demgegenüber eher harmlos an (besteht aber immer noch…). Ich hatte und habe nachwievor das Gefühl, der Körper richtet sich neu aus. Das ist gut. Das das von heftigen kreischenden Schmerzen begleitet ist, ist weniger schön. Die Schmerzen fühlen sich dabei nicht wie typische Rheumaschmerzen an, sondern eher, als hätte es was mit meinem Nervensystem zu tun. Die Schmerzen sind heftigst, entstehen vor allem bei Belastung (auch leichter), halten über mehrere Stunden an, bis sich plötzlich irgendetwas ganz leicht zu verschieben scheint – und alles ist gut. So lange, bis es dann wieder von vorne los geht. Oft an anderer Stelle.

Nun habe ich ja das Problem, dass ich bereits mit einem schiefen Atlaswirbel laufen gelernt habe. Das heißt, seit mein Körper aufgerichtet ist, kennt er gar nichts anderes, als die Notwendigkeit, eine vom Kopf her schiefe Statik auszugleichen. Alle meine Muskeln und Faszien sind entsprechend unglaublich verhärtet. Ich gehe seit mehreren Jahren regelmäßig zur Rolfing-Therapie, aber da mein Atlaswirbel ja so schief war, hatte das immer nur begrenzte Wirkung. Auch wenn sich mein Therapeut intensivst meinen Nackenmuskeln gewidmet hatte, waren die kurz darauf schon wieder genauso steinhart wie vorher, ohne dass ich mir das damals so richtig erklären konnte. Wirklich weich und durchlässig ist mein System auch jetzt natürlich noch lange nicht, aber die Schmerzen zeigen ja immerhin auch an, dass sich was tut.

Und der verschobene Atlaswirbel hatte ja nicht nur Auswirkungen auf mein Bewegungssystem: Ich habe schon sehr zufrieden festgestellt, dass ich jetzt erstmals auch rückwärts im Bus sitzen kann, ohne sofort mit Schwindelgefühlen und Übelkeit zu reagieren! Wow!!!

Ich hoffe, dass auch mein Gehör noch etwas besser wird. Den Eindruck einer leichten Besserung habe ich bereits auch hier: Bisher hatte ich in größeren Gruppen immer Probleme, einem konkreten Gespräch zu folgen. Denn bei entsprechendem Hintergrundlärm war ich oft nicht in der Lage, das, was meine Gesprächspartnerin sagte, aus diesem Hintergrundlärm herauszufiltern. Das Ganze war für mich mit großer Anstrengung verbunden, und Treffen in größeren Gruppen haben mich daher in gewisser Weise immer gestresst.

Auch meine damit verbundene sehr starke Lärmempfindlichkeit scheint zumindest ein klein wenig nachgelassen zu haben. Ich bin gespannt, wie es weiter geht. Ich habe mir bereits mehrere Bücher gekauft, um Gehör und Augen zu trainieren, in der Hoffnung, hier jetzt noch etwas mehr rauszuholen (also die dazu gehörenden Nerven anzuregen bzw. zu stabilisieren).

Ich warte jetzt also, dass sich in meinem gesamten körperlichen System alles etwas stabilisiert und setzt. Aber ich warte natürlich nicht nur. Geduld ist ja nicht so ganz meine starke Seite … ;-), und daher versuche ich auf verschiedenen Wegen, mein System dabei zu unterstützen, sich zu regenerieren und neu auszurichten. Dazu dann mehr in den folgenden Beiträgen …

Gibt es eine Verbindung zwischen meinem Atlaswirbel und meiner Autoimmun-Erkrankung?

groß, duftend, nicht ganz perfekt, nicht mehr ganz frisch und sehr fragil ….

Wenn man wie ich gestrickt ist, gibt man sich mit der Diagnose „Autoimmunerkrankung“ und den damit verbundenen Aussagen der Schulmedizin „Ursache unbekannt“ und „unheilbar“ nicht zufrieden.

Die beiden Aussagen bedeuten für mich in erster Linie, dass man bisher über die umfassenderen Zusammenhänge im Immunsystem noch nicht viel weiß. Insbesondere über den Zusammenhang des Immunsystems mit allen anderen körperlichen (und psychischen) Systemen. Dass es hier vielfältige Zusammenhänge gibt, ist heutzutage unbestritten. Es gibt inzwischen sogar eigene Fachrichtungen, die sich damit beschäftigen. In der gängigen (ambulanten) Therapie dieser Erkrankungen werden diese Zusammenhänge nach meiner persönlichen Erfahrung allerdings dennoch weitestgehend ausgeblendet, was vermutlich zum einen an der Spezialisierung in unserer Medizin, v.a. aber an der Kostenpolitik in unserem Gesundheitswesen liegen dürfte. Und natürlich an dem Hang, in all unseren wissenschaftlichen Systemen immer Einzelteile und nicht Gesamtheiten zu betrachten.

Egal. Ich bin eh Fan von Eigenverantwortung. Meiner Ansicht nach liegt der Schlüssel zu einer besseren Gesundheit genau darin: Die Verantwortung nicht beim Arzt abzugeben – oder gar bei der Pharmaindustrie (auch wenn letztere sich darüber sehr freut … ;-)). Denn wer, wenn nicht die betroffene Person selbst, könnte die Gesamtheit bzgl. des eigenen Körpers und eigenen Lebens besser einschätzen?

Aus meiner Sicht ist ja im Körper, wie auch in unserer Gesellschaft, in unserer Umwelt und letztlich in unserem ganzen Universum alles mit allem verbunden. Das bedeutet, dass es immer Auswirkungen auf das Ganze hat, wenn ein Teil aus dem Gleichgewicht gerät. Heilung kann immer nur geschehen, wenn man das Gesamtgleichgewicht wieder herstellt. Und niemals, wenn man nur an Symptomen herumdoktert und bestehende Ungleichgewichte dabei weiter verstärkt. Das gilt für unseren Planeten genauso wie für meinen Körper. Davon bin ich überzeugt. Daher ist die in unserem Gesundheitssystem herrschende Herangehensweise, die bei jedem Symptom die medikamentöse Therapie weit über alle anderen Therapiemöglichkeiten stellt, aus meiner Sicht keine wirklich gute Lösung.

Meine Erkrankung sehe ich als Zeichen, dass etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist (vgl. auch meinen Beitrag „Meine etwas andere Theorie zur Entstehung von Autoimmunerkrankungen“).

Aber was ist aus dem Gleichgewicht geraten? Das ist Detektivarbeit. Im Grunde ist es genau diese Detektivarbeit, die mich an der Medizin fasziniert. Gleichzeitig ist diese Faszination ein Grund, warum ich nicht Medizin studiert habe und auch nicht hätte studieren wollen. Denn unser Gesundheitssystem ermöglicht es Ärzt(inn)en nicht, sich die Zeit für Detektivarbeit zu nehmen.

Also, wo könnten die Probleme herkommen?

Die Ernährung liegt immer nahe, und ist sicher bei sehr vielen Menschen auch tatsächlich der wesentliche Faktor für eine Erkrankung. Nun ist gesunde Ernährung aber eines meiner Spezialgebiete. Bei uns wird jeden Abend frisch gekocht. Industrielle Fertignahrung lehne ich ab, soweit es irgend geht. Fettige und oftmals übersüßte Fast Food-Gerichte mag ich nicht. Unser Essen (und Trinken) ist so naturbelassen wie möglich. Gemüse spielt die klare Hauptrolle. Brot gibt es nur zum Wochenendfrühstück und wird von uns selbst gebacken. Ich achte auf die Zufuhr von gesunden Fetten. Wir besitzen weder Industriezucker noch Industriesalz, aber ein reichhaltiges Gewürz- und Kräutersortiment. Vieles stammt superfrisch aus dem eigenen Garten. Auch Wildkräuter wie Löwenzahn, Brennnesseln etc. landen bei uns selbstverständlich auf dem Tisch. Gehören sogar zu meinen Lieblingen, für deren kostenlose Bereitstellung ich der Natur dankbar bin :-). Überhaupt bin ich Fan von Bitterstoffen in der Nahrung. Zwar mache ich unterwegs oder bei Einladungen durchaus Kompromisse, in letzter Zeit sogar deutlich mehr. Dennoch ist meine Ernährung ziemlich sicher nicht der „Übeltäter“.

Der Darm? Ich habe viel Mühe darein gesteckt, meine Darmschleimhaut wieder einigermaßen zu regenerieren. Nachdem ich ja nun einmal viele Jahre viele verschiedene Medikamente eingenommen oder gespritzt habe, war meine Darmschleimhaut (und meine Darmflora) ziemlich im Eimer. Für das Immunsystem spielt der Darm bekanntermaßen eine sehr wichtige Rolle. Aber meine dahingehenden Probleme waren wohl eher Folge der Erkrankung bzw. genauer gesagt, der Medikamente gegen diese Erkrankung, als ihre Ursache.

Die Zähne? Hier war ich lange etwas zu nachlässig. Bereits in der Kindheit hatte ich sehr schlechte Zähne (obwohl das durch die Ernährung nicht zu erklären war) – und entsprechend viele Amalgamfüllungen bekommen. Zu lange habe ich den Beteuerungen vieler Zahnärzte geglaubt, dass Amalgam kein Problem sei. Und erst vor nicht allzu langer Zeit die letzte dementsprechende Füllung entfernen lassen. Dass ich damit so lange gewartet hatte, war sicher dumm, weil die Quecksilber-Metallverbindungen des Amalgam natürlich ein zusätzlicher Toxizitätsfaktor für meinen ohnehin geschwächten Körper waren.

Impfungen? Wie für die Amalgamfüllungen kann auch für die Impf“Hilfsstoffe“ gelten, dass sie einen zusätzlichen Toxizitätsfaktor darstellten, zumal man zumindest früher da gerne Quecksilber- oder Aluminiumverbindungen oder ähnliches verwendet hat. (Auch heutige „Hilfsstoffe“ in Impfungen sind in gewisser Weise für den Körper toxisch. Das ist ihr Sinn, sie sollen das Immunsystem „hochfahren“.) Aber Auslöser der Erkrankung? Wohl allenfalls im Sinne des Tropfens, der das Fass zum Überlaufen bringen kann.

Stress? Ja! Ich hatte ja schon in „Meine etwas andere Theorie zur Entstehung von Autoimmunerkrankungen“ von meinem dauerangespannten Nervensystem geschrieben. Stress also bei mir nicht im Sinne von Arbeitsstress oder ähnlichem, sondern als Grundmodus, seit ich denken kann. Ich hatte ja auch beschrieben, dass ich darüber zur Beschäftigung mit dem Vagusnerv kam. Und das wiederum war der Auslöser, mich auch nochmal mit den anderen Hirnnerven zu beschäftigen.

Vor etlichen Jahren hatte ich mir schon das Buch „Schwachstelle Genick“ von Dr. Bodo Kuklinski und Dr. Anja Schemionek gekauft, konnte mir aber damals nicht so recht vorstellen, dass so viele unterschiedlichste Krankheiten mit dem Genick zusammenhängen sollten, und fand das Buch auch etwas zu „marktschreierisch“. Jetzt nahm ich mir dieses Buch noch einmal vor. Und mir fiel auf, dass meine chronischen Kopfschmerzen in der Kindheit, die dauernden Nasennebenhöhlenentzündungen (die leider immer mit den damals so modernen Breitbandantibiotika behandelt wurden, was meinem Immunsystem sicher nicht gut getan hat), meine Übelkeit bei Autofahrten oder gar auf See, die mich seit frühester Kindheit begleitet hat, und viele Symptome mehr, – eine gemeinsame Ursache haben könnten. Eine Ursache, die auch meine Daueranspannung erklären könnte.

Ich habe seit frühester Kindheit einen gestörten Gleichgewichtssinn. Der hat nicht nur Karussellfahrten für mich statt als Vergnügen als Foltermethode erscheinen lassen. Er hat mir bereits das Laufenlernen erschwert und mich zu einem ängstlichen und nach eigenem Empfinden auch oft etwas ungeschickten Kind gemacht, was manuelle Fertigkeiten oder Sport anging. Als Erwachsene habe ich verschiedenste Untersuchungen machen lassen, um meine Schwindelattacken abzuklären. Selbstverständlich ohne Befund. Die Diagnose lautete damals „gutartiger Lagerungsschwindel“ und ich hielt das für plausibel. Noch vor kurzer Zeit habe ich mich gefragt, warum ich in starker Dunkelheit in Panik verfalle. Dabei ist das leicht erklärt: Ich kann mich im Raum nicht richtig verorten, wenn das Auge nicht hilft. Tja, und jetzt kam mir die Vermutung, dass all diese Symptome damit zusammenhängen können, dass bestimmte Hirnnerven bei mir nicht ganz „korrekt“ arbeiten.

Diese Vermutung erschien tatsächlich auch nicht aus der Luft gegriffen, denn ich hatte in meinem Leben eine Reihe von Unfällen, die sich ganz erheblich auf Kopf und Genick ausgewirkt haben. Ich wusste von meiner Mama, dass der erste Unfall dieser Art bereits im Kleinstkindalter passiert und wohl auch relativ heftig war.

Im Teenageralter kamen weitere Unfälle hinzu. Irgendwann nahm ich an, dass sich das mit den Kopfschmerzen etwas „verwachsen“ hätte, da ich nicht mehr ganz so stark und häufig mit Kopfschmerzen und Übelkeit kämpfte. Für beides blieb ich allerdings weiterhin sehr anfällig. Ja, und dann kam das Rheuma. Also die Bewegungseinschränkungen und Gelenkdeformitäten.

Mein Körper hat eine komplett schiefe Statik – und ich musste immer enorme Muskelkraft aufbringen, um mich trotzdem irgendwie auf den Beinen zu halten. Dafür fehlt die Muskelkraft, um mich vorwärts zu bewegen. Ich hielt die schiefe Statik immer für eine Folge des Rheuma`s. Aber vielleicht stimmt das gar nicht, vielleicht ist es in Wahrheit eine Ursache?!

Nachdem ich all die o.g. Tatsachen miteinander in Zusammenhang gebracht habe, habe ich mir diese Frage gestellt – und mir einen Therapeuten für eine Atlaswirbelkorrektur nach Arlen gesucht.

Obwohl wahrscheinlich gar nicht so wenig Menschen von dieser Therapie profitieren könnten (sie wird insbesondere empfohlen bei Migräne, Tinnitus, Blutdruckproblemen und Schwindel), gibt es nicht viele Therapeuten für diese Methode. Die Therapie ist nicht ganz billig und wird von den Krankenkassen selbstverständlich nicht bezahlt.

Vor rund zwei Wochen bin ich dann da also hin. Voller Erwartung – und vielleicht auch etwas naiv…

Fortsetzung folgt …. ;-).