Widersprüchlichkeiten – oder die ungeliebte Kehrseite

gemalt von Dörte Müller

Gestern Abend, da hätte ich die junge hübsche Moderatorin der Regionalnachrichten gerne gefragt, wie sie eigentlich zu dem Plastikproblem in unserer Umwelt steht. Dem Plastik in den Weltmeeren – und dem, was wir Menschen dazu beitragen.

Ich bin mir sicher, sie hätte gesagt, das finde sie ganz furchtbar.

Wenn ich sie dann darauf hingewiesen hätte, dass es Studien gibt, wonach die Menschen derzeit weltweit jeden Monat fast 130 Milliarden Gesichtsmasken verwendeten (FSE-21005-XEG 1..3 (springer.com)), die meisten davon Einweg-Gesichtsmasken aus biologisch nicht abbaubaren Kunststoff-Mikrofasern, die sich in Kleinstpartikel auflösen und im Ökosystem verbreiten, – dann hätte sie mich böse angesehen.
Als „Corona-Leugnerin“ abgestempelt und von dieser Kehrseite nichts hören wollen.

Es ist die gleiche Moderatorin, die vor mehreren Wochen in derselben Sendung Aerosolforscher interviewt hat, die ihr gesagt haben, dass die Corona-Ansteckungsgefahr im Freien gen Null geht. Auch andere Forscher, die sie interviewt hat, haben ihr schon Ähnliches gesagt, selbst für die Fahrt in öffentlichen Verkehrsmitteln gilt die Gefahr als niedrig. Die logische Folgerung wird von ihr nicht gezogen. Ganz im Gegenteil. [Von unseren Gerichten auch nicht. Heute ist „Tag des Grundgesetzes“: no comment… .]

Gleiches gilt für diese Einmalschnelltests: Jede Menge Plastik. Vermutlich in Plastikbehältern zu entsorgen, da ja theoretisch kontaminiert.

Plastikeinweggeschirr das ganze Jahr über von den Gastronomen, die irgendwie versucht haben, zu überleben.

Ein Plastikproblem? Na, soo schlimm ist es dann doch nicht, also jedenfalls nicht bei DIESEN Produkten, da kann man schließlich nichts ändern.

Und wenn ich sie nach gentechnisch modifiziertem Mais, Soja, Kartoffeln gefragt hätte? Sie wäre dagegen gewesen. Ich bin mir ziemlich sicher.

Ein Gentechnik-Experiment am eigenen Körper?
HURRAAAAA!!!! Nix wie her damit! SOFORT!!! Und alle!!! (Und wer das nicht will, ist böse oder „gefährlich“ ….)
Auch Medikamentenrückstände landen in der Umwelt? All die Ressourcen, die für die Herstellung dieser Milliarden Spritzen verbraucht werden?
Sie würde meine Frage nicht verstehen. Gesundheit gehe schließlich vor. Und dass wir mit diesen Spritzen (und NUR damit) gesünder werden, sei ja nun einmal „Fakt“ – und ich gegen den wissenschaftlichen Fortschritt, was mich ohnehin als Gesprächspartnerin disqualifiziere.

Aber: Auch den Bauern, die gentechnisch verändertes Saatgut verwenden, hat man erzählt, dies sei ein Fortschritt. Das Saatgut mache ihre Pflanzen resistenter gegen Schädlinge, sei wichtig, um den Welthunger zu bekämpfen. Kontaminierung der übrigen Flächen sei leider nicht zu vermeiden, aber selbstverständlich unschädlich.
Wie hat Greenpeace DAS damals gesehen?!
Einen Menschen gentechnisch zu verändern ist natürlich unproblematischer, als bei einer Pflanze, nehme ich an? Oder WILL man sich einfach nur bestimmte Fragen nicht stellen?

Die gleiche Moderatorin ist selbstverständlich Anhängerin des Klimaschutzes – und ebenso selbstverständlich bekennende Netflix-Junkee. Wie viel CO2 die Serverleistung für Streaming verbraucht, ist nicht relevant.
Selbstverständlich müsse die Digitalisierung ohnehin dringend weiter vorangetrieben werden. Schüler*innen endlich alle mit Notebooks ausgestattet werden. Und alle Arbeitsplätze soweit irgend möglich digitalisiert werden. In welchem Jahrhundert leben wir denn, dass das immer noch nicht passiert ist?!

CO2? Verbrauch natürlicher Ressourcen, die anderswo umweltschädlich abgebaut werden?
Man muss Prioritäten setzen… .

Oder, – so würde ich es sagen -, man entscheidet sich, seinen Blick sehr einseitig dahin zu wenden, wo es einem nicht weh tut.

Und wenn einen jemand mit der Nase auf die Kehrseite stößt, also dahin, WO es weh tut, dann diesen jemand für „böse“ zu halten. Denn er oder sie zerstört einen Traum. Den Traum, dass man ein rundum „guter Mensch“ ist mit seinen Idealen und Vorstellungen. Den Traum, dass diese Ideale und Vorstellungen alle nur zum Besten aller gereichen würden – und alles wundervoll harmonisch und miteinander vereinbar sei.

Es ist der Traum, auf dessen Tastatur Lobbyisten sehr virtuos spielen. Sie spielen mit Ängsten, Wünschen und Sehnsüchten. Und das so geschickt, dass wenige merken, dass viele ihrer vermeintlich erfüllten Bedürfnisse, zu einem großen Teil erst durch dieselben Lobbyisten-Gruppen geschaffen wurden.

Diese Gruppen verfügen über viel Geld und viel Expertise. Sie wissen, wie man an Urängste anknüpft. Sie wissen, dass Menschen Risiken nicht einschätzen können, und man nur ihre Aufmerksamkeit auf ein Risiko lenken muss, damit dieses für sehr viel größer gehalten wird, als es tatsächlich ist. Sie wissen, dass die meisten Menschen „Gutes“ tun wollen.
Und sie nutzen all das aus.

So kann es geschehen, dass ein Wirtschaftswachstumsprogramm als „Klimaschutz“ verkauft wird, indem man behauptet, die sogenannte „Energiewende“ in Deutschland, DAS wäre die Wende für die Eisberge in der Antarktis.
Man stellt dafür irgendwelche Berechnungen vor, die angeblich jede*r ernst zu nehmende Wissenschaftler*in unterschreibe. Natürlich wird der Bau von Windkraft- oder Solaranlagen ebenso wenig wie der Bau von Elektroautos in diese Berechnungen einbezogen. Die benötigte Infrastruktur und Logistik auch nicht. Ebenso wenig wie die erzeugten Abfälle durch den Neubau – und die Verschrottung eigentlich noch tauglicher bisheriger Anlagen / Autos etc. .
Ressourcenverbrauch gilt als irrelevant. Jedenfalls bei so was. Ist ja für einen „guten Zweck“ … .

Natürlich stört sich niemand an dem CO2, das durch die Raketen verbraucht wird, die die für das G5-Netz benötigten Satelliten ins All schießen. Natürlich stört sich niemand an dem Ressourcenverbrauch für diese Satelliten. Natürlich stört sich niemand an dem, was G5 mit all seinen Facetten wirklich bedeutet. Sondern freut sich, dass er oder sie in Zukunft einen selbst einkaufenden Kühlschrank haben kann. Und allerlei anderes „Spielzeug“, das die „industrielle Revolution 4.0“ uns verspricht. Nicht zu vergessen die „digitalen Impfpässe“ und die Versmartphonung der Welt, die dafür nötig sein würde.
Weltweiter Stromverbrauch? Ressourcen? UMWELT??? Datenschutz…?

Es reicht doch, Windräder aufzustellen. Vielleicht dafür sogar noch Bäume abzuholzen, damit die Windräder genug Platz haben und nicht gar zu dicht an Häusern stehen müssen.

Und im Übrigen sollen das doch „die da oben“ regeln. ICH habe meine Schuldigkeit getan, wenn ich die da oben darauf aufmerksam mache, dass sie endlich mehr Windräder aufstellen sollen, und schneller. „Mehr und schneller“ so wie beim „Impfen“, das erscheint uns deutlich wichtiger, als nachdenken – und eine Sache zunächst mal von mehreren Seiten zu beleuchten, so scheint es.

Wenn Menschen selbst den Hauch eines Risikos, dass sie sich an einer mehr oder weniger gefährlichen Erkrankung anstecken könnten, wichtiger nehmen, als ihre Umwelt, kann das dann was werden mit echtem Umweltschutz / Plastikvermeidung / echtem Klimaschutz?

Wenn Menschen in den Industrienationen denken, sie könnten Umwelt- und Klimaschutz zum Nulltarif haben, ohne jegliche Bequemlichkeits- und Wohlstandsverluste, kann das dann was werden mit echtem Umweltschutz / echtem Klimaschutz?

Wenn Menschen hauptsächlich auf andere zeigen, – aber ihren eigenen Anteil nicht bereit sind anzuschauen,- kann das dann was werden mit echtem Umweltschutz / echtem Klimaschutz?

Wenn Wissenschaftler bereit sind, sich auf die ein oder andere Art korrumpieren zu lassen – und Widerspruch zu ihren Ansichten zu bekämpfen, unterdrücken, diffamieren suchen, kann das dann was werden mit echtem Umweltschutz / echtem Klimaschutz?

Wenn wir nicht bereit sind, unser Verständnis von Wirtschaftswachstum als vermeintliche Grundbedingung eines glücklichen Lebens in Frage zu stellen, kann das dann was werden mit echtem Umweltschutz / echtem Klimaschutz?

Meine Überzeugung ist:
So lange wir nicht bereit sind, unbequeme Fragen zu stellen; so lange wir es stattdessen vorziehen, einfach zu glauben, was uns „DIE Wissenschaft“ (in DEN Medien) verkündet, wird es nichts werden mit echtem Umweltschutz / echtem Klimaschutz. (Und wahrscheinlich auch nicht mit „echter Gesundheit“.)

Denn hinter „DER Wissenschaft“ (also einer angeblich völlig einigen Wissenschaft) verbirgt sich allzu oft einfach nur „echter Lobbyismus“ – von sehr mächtigen Industrie- und Finanzkonzernen. Das ist lange bekannt: Die Stichworte „Tabak“, „Zucker“, Margarine“ z.B. kennen heutzutage die meisten, auch die Rolle, die DIE Wissenschaft (oder besser die verbreitete strukturelle Korruption DER Wissenschaft) dabei gespielt hat.
Die logische Schlussfolgerung daraus ziehen die wenigsten.

Und am allerwenigsten die Medien. Denn sie sind offensichtlich längst selbst ein Teil dessen, was „strukturelle Korruption“ meint:

Ein Mix aus einem Spiel, das mit gezielter Finanzierung, Anerkennung und Lob, Vermittlung von Glauben an gewünschte Ideale, entsprechender Aus- und Fortbildung – und dem unbarmherzigen Ausschluss „unerwünschter“ Stimmen arbeitet.

Lachen und Wertschätzung in Politik und Gesellschaft

Und noch einmal Wertschätzung. Aber diesmal geht es mir um Politik. Um das Denken in unseren Gesellschaften. Fehlende Wertschätzung ist aus meiner Sicht das, was maßgeblich für die „Erkrankung“ unserer Gesellschaften verantwortlich ist. Denn auch global gesehen empfinde ich eine Art „Autoimmunerkrankung“. „Entzündungen“. Sichtbar an der Klimaerwärmung, zunehmenden Klimakatastrophen, wie Dürren oder Überflutungen, Waldbränden, aber auch an zunehmenden Radikalisierungen verschiedenster Art von Menschen in eigentlich wohlhabenden Staaten.

Da ich überzeugt bin, dass auf dieser Welt alles miteinander zusammenhängt (und die moderne Physik bestätigt das ja auch), finde ich den Vergleich mit den zunehmenden Autoimmunerkrankungen bei Menschen in den Industriestaaten gar nicht so abwegig. Ähnlich wie ich es auch in „Meine etwas andere Theorie zur Entstehung von Autoimmunerkrankungen“ beschrieben habe, scheinen mir aber auch hier die Überwärmung und die Überreaktionen Symptom und nicht Ursache einer Erkrankung zu sein.

Ursache ist aus meiner Sicht tatsächlich die in den Industriestaaten verbreitete „Religion“, wonach der Mensch ein Zufallsprodukt der Evolution sei, irgendwie zufällig entstanden, zufällig hat er dann auch noch ein Bewusstsein entwickelt (das ist besonders merkwürdig), und nach dem Tod im Nichts versinkt er ins Nichts. Oder so ähnlich. Die Seele sei eine Illusion, ein Phantasieprodukt von leicht beeindruckbaren Menschen, die irgendeine Hoffnung für sich bräuchten, um das Leben nicht als sinnlos zu empfinden.

Diese „Religion“ scheint mir dabei nicht ganz zufällig entstanden zu sein. Sie war Voraussetzung für das äußerst materialistische und konsumorientierte Denken in den Industriestaaten, in denen alles der Priorität untergeordnet wird, den materiellen Wohlstand zu sichern.

Ich empfinde die Pfeiler, auf denen diese „Religion“ steht, als sehr wackelig: Mathematisch ist das mit dem Zufall schlichtweg unmöglich (das gilt für die ganze Evolution). Physikalisch kann ein Urknall, der ja als Entstehung unseres Universums gilt, nicht aus einem „Nichts“ entstanden sein. Wie denn? Und unser Bewusstsein, das ja nun einmal eine Energie ist, kann nach unserem Tod auch nicht einfach so verschwinden. Das widerspräche dem Grundsatz der Energieerhaltung der Physik.

Die Prinzipien, auf denen unsere angeblich so objektive wissenschaftliche Weltsicht gründet, erscheinen mir persönlich also weder objektiv noch wissenschaftlich.

Das Problem an dieser Weltsicht ist, dass ihren Anhängern der Schutz der natürlichen Ressourcen, die Wertschätzung von „Mutter Erde“ und auch die Wertschätzung anderer Menschen nicht wichtig erscheinen. Warum sollen sie auf irgendetwas Rücksicht nehmen, oder das gar wert schätzen, was rein zufällig entstanden ist und keinen tieferen Sinn hat? Warum sollen sie mit den Ressourcen der Erde sparsam umgehen, wenn sie doch nur einmal kurz leben und dabei möglichst viel „Spaß“ haben wollen? (Wie kann ein „Zufallsprodukt“ eigentlich so etwas wie Spaß empfinden...?!)

Tja, warum? Vielleicht, weil viele Menschen tief im Innern dann doch spüren, dass die Wertschätzung anderer, das Eintreten für Schwächere und für die Umwelt sich gut anfühlen. Denn glücklicherweise nimmt das ehrenamtliche Engagement in den Industriestaaten durchaus zu. Viele Menschen spüren bzw. wissen, dass die materialistische Weltsicht erhebliche Schwächen hat. Trotzdem ist sie in Politik und Gesellschaft immer noch vorherrschend. Um nicht zu sagen allein- herrschend. Politische Entscheidungen werden immer unter der Prämisse gefällt, dass auf keinen Fall unser Wirtschaftswachstum und damit unser Wohlstand gefährdet werden darf. Das gilt für jede der bekannten Parteien bei uns. Wertschätzung der Umwelt spielt in politischen Entscheidungen offensichtlich eine nachgelagerte Rolle (oder gar keine, je nach Partei).

Bezüglich Wertschätzung von Personen, scheint es die allgemeine Ansicht zu ein, dass diese sich vor allem über Geld ausdrücke. Und dass, obwohl x Studien belegen, dass Gehaltserhöhungen, Boni etc. – wenn überhaupt -, dann nur ganz kurz, zu einem höheren Zufriedenheitsgefühl beitragen.

Echte Wertschätzung drückt sich nach meinem Verständnis anders aus. Darin, dass ich der Person vermittele, dass ich sie als Person sehe und schätze. Ihre persönliche Leistung und auch die von ihr zu überwindenden Herausforderungen wahrnehme und anerkenne. Das ist leider äußerst wenig verbreitet.

Wenn ich mir Nachrichten anhöre, sehe oder lese, Interviews, Comedy, politisches Kabarett oder was auch immer. Es geht fast immer darum, andere Menschen (negativ) zu bewerten, schlecht zu machen, sich über sie lustig zu machen. Unsere Medien vermitteln, dass es cool und wichtig sei, andere zu kritisieren. Journalist(inn)en haben meist den Anspruch an sich selbst, kritischen Journalismus zu pflegen.

Leider geht es dabei aber selten um eine echte inhaltliche Auseinandersetzung mit einer Sachentscheidung. Dafür müsste man sich bei jeder wichtigen Frage anschauen, prüfen und diskutieren, welche Konsequenzen eine bestimmte Entscheidung hat, und welche eine andere hätte. Kurz- und langfristig. Auf die Umwelt und auf die betroffenen Personen.

In unserer heutigen schnelllebigen Zeit ist das natürlich idealistisches Wunschdenken, dass Entscheidungen in der Form getroffen (oder getroffene Entscheidungen in der Form hinterfragt) werden. Politiker(innen) meinen, schnelle Entscheidungen treffen zu müssen, man will schließlich „Handlungsfähigkeit beweisen“. Eine Lieblingsfrage von Journalist(inn)en ist, warum „immer noch nichts passiert sei, wo die Missstände doch bekannt seien“.

Wir lieben es, „Druck zu machen“, und wir lieben es, auf die Fehler der anderen zu schauen, und nicht auf ihre guten Seiten. Das fängt schon an bei Berufsgruppen, wie zum Beispiel der Polizei. Ich finde, die Polizei macht einen sehr harten, extrem stressigen und gefährlichen Job für eher wenig Geld und sehr wenig Wertschätzung. In den Nachrichten erscheint die Polizei vor allem dann, wenn jemand von ihnen einen Fehler gemacht hat. Natürlich müssen Fehler thematisiert werden. Aber wenn geschätzt rund 80 % gut läuft und vielleicht 20 % nicht so gut (das ist eine grobe Schätzung von mir, die nicht mit irgendwelchen Daten belegt ist), erscheint es mir wenig wert schätzend, wenn sich 90 % der Berichterstattung ausschließlich auf die Fehler fokussiert. Zumal ich denke, dass genau solch eine mangelnde Wertschätzung Mitglieder der Polizei eher in die falsche Richtung treiben.

Ähnlich ist es bei Lehrer(inne)n. Auch das eine Berufsgruppe, bei der Eltern gern jeden echten oder vermeintlichen Fehler aufspießen. Hohes Engagement hingegen für selbstverständlich halten und selten anerkennen.

Bezüglich der Paketzusteller hat sich inzwischen herum gesprochen, dass die einen anstrengenden und unterbezahlten Job machen, trotzdem nehmen die Beschwerden über diese Leute ständig zu.

Und es gibt noch zig andere Beispiele.

Sich über Politiker(innen) lustig zu machen, scheint heutzutage ohnehin zum guten Stil zu gehören. Politisches Kabarett lebt davon, diese als total unfähig darzustellen. Sich mit echten Sachfragen auseinanderzusetzen, wäre hingegen viel zu komplex und auch nicht wirklich lustig. Und die Leute mögen es, wenn sie sich über die vermeintlich Mächtigen lustig machen können. Jedenfalls im Kabarett. Im wirklichen Leben führt das vermutlich eher zu Politikverdrossenheit und Radikalisierung. Leider sind auch die meisten Politiker(innen) selbst ein katastrophales Vorbild, was gegenseitige Wertschätzung als Mensch angeht. Aber wenn man sich selbst innerhalb einer Partei nicht wert schätzt, wie kann man dann erwarten, dass die Wähler es tun?

Gegenseitige Wertschätzung von Menschen anderer Berufe, anderer Herkunft, anderer Hautfarbe, anderer Lebensgeschichten, das wäre so wichtig für das Glücksempfinden in unseren Gesellschaften!

Und natürlich Wertschätzung unserer Umwelt. Unserer natürlichen Ressourcen! Der Gaben, die uns von „Mutter Erde“ kostenlos zur Verfügung gestellt werden! Wertschätzung von Tieren (das schließt Massentierhaltung aus!). Gesellschaften, die das Wirtschaftswachstum an erste Stelle setzen, beuten die natürlichen Ressourcen rücksichtslos aus. Sie vermüllen Landschaften und Ozeane, vergiften das Trinkwasser, also unser aller Lebensgrundlage mit Pestiziden, Nitraten und sonstigen Chemikalien. Sie überfischen die Meere, zerstören den Regenwald, um dort billiges genmanipuliertes Tierfutter anzubauen. Bauen Kies, Sand, seltene Erden und sonstige Rohstoffe ab – ohne jede Rücksicht auf die Natur. Sie bringen das gesamte Ökosystem vollkommen aus dem Gleichgewicht, erzeugen auf diese Art von allem viel zu viel – und werfen einen großen Teil als Müll wieder weg, der dann ebenfalls in der Umwelt landet.

Zu einem großen Teil sind das die sogenannten „entwickelten“ Staaten, die als Vorbilder gelten weltweit. Vorbilder in Sachen Wertschätzung leider nicht!!!

Warum eigentlich nicht? Ach ja, wegen dem Wirtschaftswachstum… Aus irgendeinem Grund gehen die Menschen bisher fast weltweit davon aus, dass Wirtschaftswachstum das Beste für die Menschheit sei.

Ich bin hingegen überzeugt, dass gegenseitige Wertschätzung und Wertschätzung unserer Umwelt, der gesamten Natur das Beste für die Menschheit ist! Aber für mich sind Menschen auch keine seelenlosen Zufallsprodukte… (Tiere auch nicht…).

Dieser Beitrag hatte jetzt nicht so viel mit Lachen zu tun… Aber ich bin überzeugt, dass Veränderungen letztlich bei jedem einzelnen beginnen. Und wertschätzendes gemeinsames Lachen zu üben – anstelle eines sich übereinander lustig machen, kann ein Anfang sein.