
Sie lagen auf der Picknickdecke und philosophierten verwegen vor sich hin:
„Wenn du das Paradies erschaffen könntest, Anna, wie würde es aussehen?“
„Definitiv eine Wiese mit ganz vielen verschiedenen Blumenwundern. In unterschiedlichsten Formen und Farben zum Nichtsattsehenkönnen.“
„Umschwirrt von summenden Bienen und Hummeln.“
„Jaa! Sonne, kleine Wolken am Himmel. Und – ich will eine sanfte Windbrise.“
„Lach! Ich auch! Und schattenspendende Bäume in der Nähe, falls es in der Sonne irgendwann zu warm werden sollte.“
„Duftende Rosensträucher.“
„Bunte Schmetterlinge in der Luft.“
„Und Vogelgezwitscher.“
„Unbedingt! Ein kleiner Springbrunnen nahebei und schillernde Libellen überm Wasser würden mir auch gefallen.“
„Und das Ganze, lieber Tom, zusammen mit dem wundervollsten Menschen der Welt!“
„Also eigentlich …“, freute er sich … .
„Genau! Eigentlich haargenau so, wie wir es gerade haben!“
Die zwei strahlten sich an und versanken in einem langen und innigen Kuss.
💋💋💋
Aus dem sie plötzlich aufschraken, als eine schrille Stimme in der Nähe erklang:
„HIER willst du picknicken, Karlo? Hast du wenigstens vorher recherchiert, was hier alles blüht? Ich bin Hochallergikerin! Ist das dahinten etwa eine Eiche?! Wohlmöglich ist die von diesen furchtbaren Eichenprozessionsspinnern befallen. Das wäre der Supergau für mich!
Dieses Gesumme hier macht mich wahnsinnig! Da soll ich ein Picknick genießen?! Spinnst du? Und bestimmt gibt es auf dieser Wiese auch noch Zecken?!
Ich will hier weg! Ganz schnell…!“
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Wie immer mit Dank an Christiane für ihre liebevolle Betreuung der Etüden, deren Regeln hier Schreibeinladung für die Textwochen 23.24.21 | Wortspende von nellindreams | Irgendwas ist immer (wordpress.com) zu finden sind, und an Ellen von Nellindreams für die diesmalige Wortspende.