
Auf Webseiten lese ich immer mal wieder, – auch von denen, die sich selbst als „spirituell“ bezeichnen -, Häme, Verächtlichmachung oder gar Hetze gegen Politiker*innen der Grünen. Insbesondere gegen Annalena Baerbock. So besonders „spirituell hochstehend“ kommt mir dieses Verächtlichmachen anderer Menschen allerdings nicht vor… . Auch dieses ständige, die Grünen zum Feindbild zu machen, finde ich wenig schön. Es werden – völlig entgegen der Mitmenschlichkeit – zwei Feindbilder gegeneinander gestellt (die AfD auf der einen Seite, die Grünen vermeintlich auf der anderen), die letztlich „Theater“ sind. Und manchmal habe ich auf solchen angeblich „spirituellen“ Seiten tatsächlich den Eindruck, dass hinter der betreffende Webseite eine der AfD nahestehende – patriarchalisch ausgerichtete – politische Agenda steht, die nur versucht, sich spirituell zu verbrämen, um damit an Wählerschichten zu gelangen, die ihr bisher verschlossen waren.
Es können aber auch ehemalige Anhänger*innen der Grünen sein, die aus Enttäuschung über eine ihnen gar nicht mehr wirklich ökologisch erscheinende Politik besonders wütend auf die reagieren, die man / frau einst geliebt hat – und die diese Liebe enttäuscht haben.
Tatsächlich sind die Grünen ja ursprünglich mal mit der Agenda angetreten, die ich hier immer als „weiblich“ bezeichne:
Schutz und Pflege von Natur und Natürlichkeit. Schutz der empfindlichen natürlichen Ökosysteme. Sorge vor Zerstörung der natürlichen Umwelt.
Daher gegen Pestizide, und gegen Gentechnik.
Gegen Waffen aller Art. Für Frieden. Für ein friedliches Miteinander aller Menschen.
Für Gleichberechtigung von weiblich und männlich.
Das ursprüngliche Ziel der Grünen war Umweltschutz, Erhalt und Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen der Menschen.
Und das lief sowohl dem Patriarchat als auch der von nahezu allen Staaten dieser Welt betriebenen Politik des Wirtschafts-Wachstums im Grunde zuwider. Denn ständiges Wachstum, Wachstum, dem alles andere untergeordnet wird, ist nicht natürlich.
Die ursprünglichen Grünen waren daher per se globalisierungskritisch.
Es ist insofern nicht erstaunlich, dass Organisationen wie das Weltwirtschaftsforum, das ja auch eng mit Formaten wie den (damals noch) G8 zusammenhängt, – gegen die es lange viel Kritik und Proteste gegeben hatte; – versucht haben, auf die zuzugehen, die diese Formate kritisierten.
Das ist ja an und für sich auch eine sehr gute Idee, sich gegenseitig zuzuhören.
[Apropos „zuhören“:
Nach dem Interview von Tucker Carlson mit Putin war ich etwas erstaunt, in vielen Kommentaren dazu zu lesen, was für ein „kluger Mann“ Putin doch sei.
Ich sehe es auch so, dass es ein der Menschheit wenig dienlicher gelenkter Frame war und ist, Putin als den zu bekämpfenden „Bösen“ darzustellen, dem man / frau nicht zuhören dürfe. Und dass hinter dieser ständigen Betonung „Putin`s Angriffskrieg“ zumindest auch eine Verweigerung steht, sich die durchaus komplexen Hintergründe dieses Kriegs näher anschauen zu wollen; würde ich auch nicht bestreiten.
Aber diese seltsame Lobhudelei gegenüber Putin deutet ebenfalls auf ein sehr schiefes Bild hin.
Putin ist ein Machtpolitiker, dem ein Menschenleben nicht viel zählt (außer vielleicht seinem eigenen). Russland ist leider kein Rechtsstaat! Und so etwas sollte niemand loben!
Allerdings ist auch die Rechtsstaatlichkeit in den USA leider nicht gegeben, wenn es um „Interessen“ all der dortigen Geheimdienstorganisationen geht. Putin hat es deutlich gesagt, die Leute auf der anderen Seite sind im Grunde seine Kollegen. Denn auch den amerikanischen Geheimdiensten gilt ein Menschenleben leider nicht viel. Beide Seiten sind sich sehr ähnlich (was Putin – durchaus auch aus strategischen Gründen – offen zugibt.). Und sie benutzen einander zur „Legitimation“ ihrer jeweiligen eigenen machtpolitischen und strategischen Operationen. Vielleicht meinen sie in ihrer Verblendung, dabei „russischen“ oder eben „amerikanischen“ Interessen zu dienen, dass sie sozusagen „auserwählt“ seien, irgendwelche Volks-Interessen zu schützen. Tatsächlich sind Geheimdienste allerdings natürlich den Interessen der Menschheit an sich zuwiderlaufende Organisationen, die es in einer gesunden Welt nicht geben würde!
Wer wirklich an Frieden in dieser Welt interessiert ist, sollte sich dabei beide Seiten sehr kritisch anschauen! Einseitigkeit ist immer schädlich!]
Aus meiner Sicht ist den Grünen etwas passiert, was ich auch schon mal anhand des Christentums beschrieben habe:
Als eine Bewegung, die den weiblichen Weg vorantrieb, mehr und mehr Zulauf bekam, nahmen die jeweils Mächtigen, denen diese Bewegung gefährlich zu werden drohte, einen Teil dieser Bewegung in sich auf. Und zwar so in sich auf, dass diese Bewegung für die Ausweitung ihrer Machtbestrebungen eher nützlich wurde.
Während der ihrem Machtanspruch wirklich gefährlich werdende Teil der Bewegung abgespalten und ins Abseits gedrängt wird.
Den heutigen Mächtigen, die seit geraumer Zeit weltweite „Elitegruppen“ gebildet (und darin u.a. auch etliche Grünen-Politiker*innen aufgenommen) haben, geht es anscheinend nicht so sehr nur um ständiges Wirtschaftswachstum.
Sondern sie haften allem Anschein nach einer Ideologie an, die, wie Wikipedia es beschreibt, „die Grenzen menschlicher Möglichkeiten, sei es intellektuell, physisch oder psychisch, durch den Einsatz technologischer Verfahren erweitern will. Die Interessen und Werte der Menschheit werden als „Verpflichtung zum Fortschritt“ angesehen.“
Der Wikipedia-Eintrag über die „philosophische Idee des Transhumanismus“ ist sehr lesenswert Transhumanismus – Wikipedia
Transhumanismus ist so ziemlich das genaue Gegenteil der ursprünglichen Ideale der Grünen.
Das Gegenteil von Schutz und Erhalt natürlicher biologischer Lebensgrundlagen.
Im Grunde geht es darum, eine angeblich „höherwertige Menschenrasse“ auf technologischem Weg zu erschaffen. Über Gentechnik, über Bewusstseinsmanipulationen.
Aus der ursprünglichen Bewegung der Grünen wurde der Wunsch nach dem Bunten, nach Vielfalt aufgenommen. Aber der eigentliche Umweltschutz umgeleitet in eine – angeblich zum Schutz der Menschheit zwingend so erforderliche Energie- und Klimapolitik – (die von wirtschaftlichen Interesse nicht gerade frei ist, und daher dem Postulat des Wachstums nicht entgegensteht).
Diejenigen Grünen, die für „elitäres Denken“ empfänglich waren und sind, waren damit auch in gewisser Weise offen für die „Ideen“ des Transhumanismus. Vermutlich allerdings ohne sich mit dieser furchtbaren Philosophie überhaupt näher beschäftigt zu haben. Sie waren, wie es menschlich ist, und weiten Kreisen von „Experten-Eliten“ ebenfalls passiert ist, vermutlich einfach nur stolz, zu den „Eliten“ dazu zu gehören.
Das ist kein Grund auf Annalena Baerbock oder sonst irgendeinen dieser Menschen einzuschlagen; die meisten dieser „Auserwählten“, die in „elitäre“ Gemeinschaften und Treffen eingeladen wurden, haben einen durchaus hohen IQ. Und genau das wird ausgenutzt von denen, die erhebliche Veränderungen dieser Welt in ihrem Sinne vorantreiben wollen.
Als eine der Unterströmungen des Transhumanismus wird in dem genannten Wikipedia-Beitrag der „Postgenderismus“ beschrieben: „Eine Sozialphilosophie, welche die freiwillige Abschaffung des biologischen Geschlechts in der menschlichen Spezies durch die Anwendung von Biotechnologie und assistierten Reproduktionstechnologien anstrebt.“
Gestern Morgen hörte ich im Radio ein Interview mit einer Feministin, die darauf hinwies, dass derzeit versucht wird, das biologische weibliche Geschlecht, Weiblichkeit an sich, nicht mehr „nur“ zu unterdrücken , sondern abzuschaffen.
Sie berichtete von einem Zeitungsartikel über Endometriose, in dem nicht ein einziges Mal das Wort „Frau“ benutzt wurde; sondern stattdessen durchgehend „Menschen mit Gebärmutter“ geschrieben wurde. Auch mit dem (mir bis dato unbekannt gewesenen) Begriff „FLINT“ – statt Frau -, wird offensichtlich die Abschaffung der biologischen FRAU, die Abschaffung des natürlichen weiblichen Geschlechts angestrebt.
Das ist ein Grund, warum viele Menschen das „gendern“ empört ablehnen, – und warum ICH es konsequent tue. Denn mir geht es gerade darum, die FRAU, das Weibliche endlich wieder SICHTBAR zu machen. Und SIE weder hinter der männlichen Form verschwinden zu lassen, noch gar ihrer Auflösung zuzustimmen.
Unter „Technologie und Moral“ findet sich in dem Wikipedia-Beitrag Folgendes:
„Der Schwerpunkt der Transhumanismusbewegung ist die Anwendung neuer und künftiger Technologien; dazu zählen unter anderem:
- Prothetik: Verbesserung der menschlichen Funktionalität durch Prothesen[14]
- Nano- und Biotechnologie mit Schwerpunkten in der Gentechnik und der regenerativen Medizin
- Gehirn-Computer-Schnittstellen, welche das Hochladen menschlichen Bewusstseins in digitale Speicher ermöglichen sollen. Dieses Vorhaben teilen nicht alle Transhumanisten, es ist aber ein essenzieller Bestandteil des technologischen Posthumanismus.[15]
- Entwicklung von Superintelligenz, Weiterentwicklung der Kryonik
Die Technologien sollen es jedem Menschen ermöglichen, seine Lebensqualität nach Wunsch zu verbessern, sein Aussehen sowie seine physikalischen und seelischen Möglichkeiten selbst bestimmen zu können; niemand solle dabei zu irgendeiner Veränderung gezwungen werden.“
Dieses Postulat der Selbst-Bestimmung scheint mir von denen, die diese „Ideen“ vorantreiben, allerdings nicht wirklich umgesetzt zu werden.
Zumal auch fraglich ist, wie das bei dem Thema Gentechnik überhaupt funktionieren können soll. Jede gentechnische Veränderung z.B. in der Landwirtschaft hat immer Auswirkungen auch auf die Menschen, die selbst-bestimmt Gentechnik ablehnen!
Und auch die massenhafte Anwendung von Nano- und Biotechnologie in der Medizin hat mit „Selbst-Bestimmung“ leider äußerst wenig zu tun!
Das, was aber vor allem dagegen spricht, dass Selbst-Bestimmung den „elitären Philosophen“ des Transhumanismus wirklich ein Anliegen ist, sind all die Frames, die gesetzt wurden, um den weiblichen Weg, den Weg der FRAU, der Wertschätzung gegenüber Natur und Natürlichkeit; zu diffamieren:
Indem ausgerechnet dem weiblichen Weg, angedichtet wurde, irgendeine Gemeinsamkeit mit einer – ja gerade das Männliche und Technik völlig krank überhöhenden – Ideologie wie dem Nazitum zu haben.
Der Transhumanismus hingegen hat unübersehbare Anklänge an Eugenik und andere schlimme Verirrungen der Nazis.
Und offenbar bedienen die den Transhumanismus Vorantreibenden sich auch der eher dunklen Seite der Esoterik sehr gezielt.
„Sonnenspirit“ hat in ihrem Kommentar zu meinem vorherigen Beitrag „Spekulationen“, (auf dessen Inhalt ich mit diesem Beitrag hier teilweise inhaltlich Bezug nehme), darauf hingewiesen, dass es Leute gibt, die gezielt „schützende Energien erzeugen, denn das kann man lernen“. Sie meinte das im positiven Sinne.
Aber diese Frames, die uns in den letzten Jahren so gehäuft begegneten, SIND auf esoterischem Weg erzeugte energetische „Schutzschilde“, die anscheinend gezielt gesetzt wurden, um die Menschen davon abzuhalten, die aus Sicht der „Transhumanisten“ „falschen“ Fragen zu stellen. Esoterisch gesehen ist es eventuell der Versuch, den Kern ihrer Agenda so lange „zu schützen“, bis der Kipppunkt erreicht ist, und das, was sie für die Zukunft der Menschheit anstreben, nicht mehr rückgängig gemacht werden kann?
Allerdings haben Frames gleichzeitig immer auch den Charakter eines „Hinweisschildes“: Nicht selten werden genau dort unzählige „Betreten verboten“-Schilder aufgestellt und Mauern errichtet, wo Leute etwas vor anderen verbergen wollen; weil sie wissen, dass sie gar nicht so Gutes tun in ihrem von Mauern umgegebenen „Inneren Zirkel“.
Hinter all dem Vordergründigen, was wir auf der politischen Theaterbühne seit einiger Zeit geboten bekommen (einer Theaterbühne, von der ich vermute, dass den wenigsten Akteuren im Einzelnen bewusst ist, dass sie in vielem, was sie tun, nur als Spielfiguren anderer fungieren), steht aus meiner Sicht die Zukunftsfrage für die Menschheit.
Welche Zukunft möchten die Menschen für sich:
– den „durch Verwendung neuer Möglichkeiten seine menschliche Natur überwindenden Mensch“, wie Julian Huxley zitiert wird? Also den Menschen, der meint, es sei für die Menschheit erstrebenswert, ihre menschliche Natur zu verlieren? Den Menschen, der den natürlichen Menschen als „defizitär“ ansieht, der „optimiert“ werden müsse? Den Menschen, dessen Ideal die krankhafte Überhöhung von Technik zu sein scheint, mit dem Ziel, den Menschen zu technisieren, weil der Mensch damit angeblich „wachse“?
Den Menschen, der das FÜHLEN im Grunde abschafft, und stattdessen, das, was er in einem kranken (weil von der Herzensliebe abgespaltenen) Geist als „Intelligenz“ ansieht, krankhaft überhöht?
– Oder den Menschen, der den „weiblichen Weg“ der Natürlichkeit geht?
Den Menschen, für den Technik ein Mittel ist, das der Menschheit im alltäglichen hilft; und das weder der Überhöhung der Menschen über alles Natürliche noch der Überhöhung eines Staates oder irgendeiner sonstigen Macht dienen darf, da solche Überhöhung menschenfeindlich ist, und diese Welt zerstören würde.
Den Menschen, der den Mensch nicht als defizitär ansieht, aber als menschliches Defizit sieht, dass weite Teile der Menschheit das MitFÜHLEN verlernt hat (und dadurch zu grausamen Menschen- und Tierversuchen verführbar ist).
Den Menschen, der sowohl die natürliche sexuelle wie auch die Herzens-Verbindung zwischen Frau und Mann wieder beleben möchte; und auch die Verbindung zwischen Mensch und Natur. Der keine Abspaltung von der Natur möchte. Und dem die zwischenmenschliche Nächsten-Liebe ein großes Anliegen ist.
Den Menschen, der gerade die menschliche Natur, den biologischen sexuellen menschlichen Körper als Geschenk versteht.
Den Menschen, der in die Liebe hineinwachsen möchte.
Und der die Talente und Gaben, die er hat, in den Dienst der Liebe stellen will; und nicht in den Dienst der Technik.
ICH will den weiblichen Weg der Natürlichkeit!!!!!!
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