
Das nächste Thema, was in meiner Heilarbeit neben der „Ahnenarbeit“ für mich eine sehr große Rolle spielt(e) – und das gleichzeitig sehr eng auch mit der „Ahnenarbeit“ zusammenhing -, war und ist das Thema „Weiblichkeit“.
Lange hatte ich gedacht, „Meine Körperzellen erneuern sich doch ständig. Wenn ich (und mein Partner) ihnen ganz viel Liebe schenke, müsste es doch möglich sein, dass sie sich wieder in gesunder Form erneuern“.
Das denke ich immer noch.
Nur: Die in meinen Zellen gespeicherte Missachtung, die lässt sich nicht einfach „überschreiben“. Die neu gebildeten Zellen orientieren sich an den bisherigen. Und so lange der in den Zellen gespeicherte Schmerz nicht gesehen und anerkannt wird, ist echte Liebe nicht möglich (sondern nur oberflächliches so tun, als ob; kurzzeitiges „Wohlfühlen“).
Und damit ist auch keine wirkliche Heilung möglich.
Dieser Schmerz, der geht sehr sehr tief. Denn er wurde über die mütterliche Linie schon seit Jahrtausenden an die Töchter genetisch und epigenetisch weitervererbt. Und er ist in den weiblichen Zellen gespeichert.
Auch zu diesem Thema ging es daher zunächst mal für mich darum, mir anzusehen, wieviel Schmerzen und wie furchtbar viel Leid der Weiblichkeit durch die jahrtausendelange Missachtung durch die Männlichkeit zugefügt worden ist.
Denn all der Schmerz und all das Leid, das der Weiblichkeit zugefügt wurde, MÜSSEN gesehen werden! Von mir, von allen Frauen.
Und insbesondere auch von den Männern!
Dass zwischen Frauen und Männern wieder echte Liebe einkehren kann, setzt zwingend voraus, dass die Männer sich dem Empfinden des Unrechts öffnen, das die Männlichkeit den Frauen jahrtausendelang zugefügt hat!! Denn ansonsten bleibt in uns Frauen etwas unterdrückt.
In meinem Beitrag „Männlichkeit“ habe ich Einiges von dem tatsächlich „toxischen“ Anteil einer fehlgeleiteten Männlichkeit beschrieben. Das dort Beschriebene ist toxisch für die Liebe zwischen Frau und Mann. Und entsprechend steht dort auch, dass die Liebe sich mit solch einer Männlichkeit keine Welt teilt.
Solange es in der Männlichkeit einen solchen für die Liebe giftigen Anteil gibt, ist keine wirkliche Heilung dieser Welt möglich. Und das wirkt sich auch auf meinen Körper aus, der dann nämlich nicht durch die bedingungslose Liebe meines Partners geheilt wird. Sondern mit solchem Gift eher weiter zerstört würde.
Aber auch hierzu gilt: Das ist ein Prozess, um den es dabei geht.
Es ist für Männer nicht möglich, mit einer Willensentscheidung mal eben all das Toxische abzuwerfen. Denn das ist eben auch schon jahrtausendelang in ihren Zellen.
Und der Kirchenaustritt alleine ändert da erstmal wenig. [Und es ist auch nicht immer der richtige Schritt. Insbesondere in eher auf das NT fokussierenden Gemeinden, sind Viele sehr mitmenschlich engagiert und tun viel Gutes!]
Ich selbst bin schon vor etlichen Jahren aus dem „HERRenverherrlicherverein“ Kirche ausgetreten. Der Schritt war einfach. Als mir nach meiner Öffnung für andere Dimensionen deutlich gemacht wurde, wie viel Verdrehungen und Scheußlichkeiten in der Bibel stehen; beziehungsweise teils absichtlich, teils durch Unverständnis (indem die Texte wörtlich genommen oder falsch interpretiert wurden) aus ihr entstanden sind, war mir noch nicht klar, wie sehr das meinen Körper, meine Gesundheit, mich, direkt beeinflusst (hat). Wie sehr das diese Welt beeinflusst hat. Und immer noch beeinflusst.
Es galt daher: Schau dir an, welchen Beitrag die Bibel und ihre „Auslegung“ zur Unterdrückung der Frau geleistet hat!
Der Auszug der Menschen aus dem „Paradies des Nichts Wissens“ mit dem Ziel der Selbst-Erkenntnis der Seele.
Wurde in diesem Buch umgeschrieben:
Eine Männlichkeit, deren Ziel es anscheinend war, sich an der Weiblichkeit rächen zu wollen (es gibt diesen vorkirchlichen Uranus-Mythos, wonach dieser als „Erdgeborener“ der Gaia später von ihrem gemeinsamen Sohn Kronos entmannt wurde, – auf Anstiftung von Gaia …).
Behauptet, dass diese Welt von einem männlichen Wesen erschaffen wurde. Und dass die bösen Menschen, insbesondere die bösen Frauen, sich SEINEN Anweisungen widersetzt hätten, und ER sie deshalb zur Strafe aus dem Paradies vertrieben habe.
Dieser biblische „Gott“, der es so gar nicht mit Liebe hat, straft wahnsinnig gern. Denn durch die Angst der Menschen vor seinen Strafen wurde er mächtig.
Frauen behandelt der Typ, als seien wir Objekte. Mit der „Ur-Schuld“ ausgestattete Objekte, für Männer sexuell „verführerisch“ zu sein. Was den Männern sozusagen erlaube, sie zu benutzen (als ihnen „gehörende Objekte“) und sie zu bestrafen, wenn sie „gesündigt“ hätten.
[Gerda wies letztens auf den „Ring der Nibelungen“ hin. Im Grunde das gleiche Motiv, wie es auch in Teilen der Bibel zugrunde liegt:
Eine sich von der Weiblichkeit gekränkt fühlende Männlichkeit will Macht und Alleinherrschaft und zerstört die Liebe, – reduziert sie auf (SEINE) Lust -, weil ER sich ungeliebt fühlte.]
Zu der Geschichte von Kain und Abel las ich gerade „Eine Verbindung zwischen Kain und dem Nomadenstamm der Keniter, der gleichfalls Jahwe verehrt hat und dessen ruhelose Existenz als eine Israel irritierende Erfahrung in der Exegese zumeist als traditionsgeschichtlicher Hintergrund zu Gen 4 angesehen wird (Seebass, Genesis, 162ff.), spielt im Text Gen 4,1-16, der weder historisiert noch psychologisiert noch eine Stammesätiologie zur Menschheitsfrage erhebt, keine Rolle.“ Eine Behauptung, die ich in Frage stelle. Denn es ist mehr als wahrscheinlich, dass die Schreiber der Bibel einen älteren Mythos (der Mythos um Kain und Abel hat z.B. eine gewisse Ähnlichkeit zu dem altägyptischen Mythos um Seth und Osiris …) so umgeschrieben haben, dass der Text ihren Machtinteressen diente. Die Bibel ist Schamanismus pur.
Und die damit erschaffenen Energien sind wegen der weltweiten Verbreitung der Bibel und des damit verbundenen Glaubens bis heute mächtig.
Menschen sind über Angst extrem manipulierbar.
Wesen, die ihre Macht missbrauchen, setzen immer zumindest auch auf Angst (wobei sie sich logischerweise immer selbst als besonders „gerecht“ inszenieren lassen; die „Schuld“ liegt „selbstverständlich“ bei denen, die es wagen, ihren Machtmissbrauch in Frage zu stellen und ihnen nicht bedingungslos zu gehorchen. Und die werden von ihnen hart bestraft.).
Wenn ich so oft schreibe: „Diese Welt ist zutiefst krank.“, dann meine ich damit die geistige Welt der Menschen! Denn der Geist, der von Institutionen, denen es um Macht ging, über die Bibel (und andere Schriften) in dieser Welt, in den Menschen, verbreitet wurde, ist alles andere als heilig!
Das betrifft gerade auch das Thema „Kritikfähigkeit“. Dieser „Gott“ wurde als „unfehlbar“ bezeichnet, damit niemand SEINE Macht reduzieren könne, indem er oder sie SEINE Entscheidungen in Frage stellt. Kritikfähigkeit ist etwas, was noch heute vielen Menschen extrem schwer fällt.
Obwohl ich mit meinem „Männlichkeits“-Text niemanden persönlich ansprechen wollte, sondern es mir um die schädliche Energie ging, reagierten einige Männer persönlich beleidigt. Von einer Bereitschaft, sich ehrlich und offen anzuschauen, welches Leid Männer Frauen zugefügt haben, war hingegen wenig bis nichts zu spüren!
Eher kam dann noch ein empörtes: „Das Matriarchat war auch nicht besser.“
Ich weiß nicht, wie das Matriarchat war (wobei ich vermute, DASS es besser war). Aber das ist nicht der Punkt.
Der Punkt ist, dass zwingende Vorbedingung für die Wieder-Ermöglichung von echter Liebe zwischen Frauen und Männern ist, dass die Männer bereit sind, sich ehrlich und offen anzuschauen, wie schlecht sie Frauen gegenüber gehandelt haben. Dass sie anerkennen, wie viele Schmerzen und wie viel Leid sie mit ihrem Verhalten der Weiblichkeit angetan haben!
Dass es dafür möglicherweise Gründe gegeben hat, und Frauen bereit sein müssen sich auch diese Gründe ehrlich und offen anzuschauen, ist der zweite Schritt!
So, wie ich es in dem ersten Beitrag dieser Reihe bezüglich meiner Eltern und mir beschrieben habe.
Und auch bezüglich der Männer gilt: Es geht nicht um Schuldzuweisungen!
Es geht darum, dass Schmerzen und Leiden gesehen werden müssen!! Um dann zu einem echten – von Leiden und Ressentiments ungetrübten – Verständnis auf Herzensebene kommen zu können!!!
Wut gegen die Männlichkeit, die bisher nicht zu ihrer Verantwortung steht, zuzulassen, und eben nicht mehr zu unterdrücken, aus (unbewusster) Angst, sonst nicht liebenswert zu sein. Das war für mich nicht ganz einfach. Während der „wut-donnernde“ „Zeus“ angeblich besonders „männlich“ und testosteron-gesteuert sexuell attraktiv sei; hieß es lange, dass wütende Frauen sexuell abschreckende „Furien“ seien; oder dass sie „hysterisch“, also „krank“ und „unnormal“ seien.
Zudem war ich ja auch in „Gottesfürchtigkeit“ erzogen worden. [Was ist das für ein Wesen, das verlangt, dass frau und man ihn fürchtet; und der das dann völlig verdreht als „Liebe“ verkauft?!]
Ich war ja in den Glauben hineinerzogen worden, Gutes zu tun, wenn ich diesen „Gott“ anbete.
Dazu mir wurde sehr sehr deutlich gesagt: „Es ist nicht deine Schuld, denn du bist furchtbar manipuliert worden, und es war dir unmöglich, zu erkennen, wie sehr du belogen wurdest zu deinem Schaden.
Aber, du tust mit der Anbetung dieses „Gottes“ ganz und gar nichts Gutes:
Denn mit diesem „Gott“ betest du Macht an, das Gegenteil von Liebe.
Mit dem Blödsinn, die göttliche Quelle als männliches Wesen zu personifizieren, dem Blödsinn, dass ER die Menschen erschaffen habe (und die Frau aus der Rippe Adam`s 🤥), wurdest du, Maren, als Frau klein gemacht. Und wenn du diesen „Gott“, diesen ER anbetest, hältst du dich klein!
Pass auf deine Sprache auf, Maren! Denn Sprache erschafft Energien und damit Realitäten.
Du hältst mit der Aufrechterhaltung dieser Energie, wenn gerade DU, als FRAU, diesen Mist immer wieder nachbetest; nicht nur dich klein, sondern alle Frauen! Du schadest damit ALLEN deinen eigenen Geschlechtsgenossinnen ganz erheblich!!
Damit neue Energien in diese Welt einziehen können, damit die echte Liebe wieder einziehen kann; müssen die alten schädlichen, diese Welt so krank gemacht habenden Energien von Euch Menschen zunächst mal vollständig losgelassen werden!
Die Bibel ist kein heiliges Buch! Das wurde Euch eingeredet, um Euch Angst zu machen.
Meine Bibel landete also im Altpapier. Das war auch noch einfach.
Sehr viel schwieriger war es dann aber, die erhaltenen Erkenntnisse öffentlich zu äußern, um sie auch anderen Menschen zugänglich zu machen; damit Heilung geschehen kann.
Noch immer ist in vielen Frauen Unbehagen, wenn andere Frauen Wut äußern über den toxischen Anteil der Männlichkeit, also über den toxischen Anteil der Energie des biblischen „Gottes“.
Eine große Schwierigkeit, um Weiblichkeit wieder in ihre Kraft bringen zu können, um selber wieder in MEINE Kraft zu kommen, war für mich zudem das vermeintliche „christliche Ideal der Erduldung“. Dem ich auch sehr lange aufgesessen bin.
Dieses „gut“ sein wollen. Und die Meinung, dass das Sanfte, Duldsame, sich für andere Aufopfernde „gut“ sei.
Ja, das Sanfte mag ich nachwievor. Aber nicht, wenn es als angeblich weibliche Eigenschaft gehandelt wird! Cholerische Männer kann ICH überhaupt nicht leiden. Sanftheit ist eine Eigenschaft, die bei Männern noch viel zu selten ist!!!
Ich hatte vor etwa zwei Jahren mal eine Etüde geschrieben mit dem Titel „Das Opferlamm“. Darin ging es um Schafe, die die Menschen so sehr lieben, dass sie freiwillig deren negative Energien aufnehmen, und sich dann, wenn es zu viel geworden ist, dem Wolf opfern. Letztes Jahr habe ich diese Etüde wieder gelöscht, weil mir klar geworden ist, wie furchtbar diese Opferlamm-Geschichten eigentlich sind, und wie viel Schaden sie gerade auch in der Weiblichkeit angerichtet haben. Denn gerade Frauen, die sich von diesen Geschichten um Jesus oft besonders angesprochen fühl(t)en, haben sich dadurch einreden lassen, dass es „Liebe“ sei, sich für andere zu opfern. Es war ja kein Zufall, dass ich meine eigenen Bedürfnisse so lange „heroisch“ unterdrückt habe. Einen Teil meines Selbst geopfert habe in dem Versuch, die Erwartungen anderer zu erfüllen.
Aber ein Vater, der seinen Sohn brutal foltern und gar kreuzigen lässt, um damit SEINE Macht zu demonstrieren; der weiß ja gar nicht, was Liebe überhaupt ist. Diese furchtbare Geschichte verführt Menschen aber leider – bis heute – dazu, ihre eigenen Söhne für angeblich „höhere Ideale“ im Krieg zu opfern.
Und der sich „gehorsam“ opfernde Sohn erlöst mit diesem Opfer niemanden!
Und die sich aufopfernde Ehefrau und Mutter bekommt auch selten besondere Wertschätzung. Sondern wird vom Ehemann manchmal auch noch mit einer – mehr in ihrer eigenen weiblichen Kraft stehenden – Geliebten betrogen.
Denn nach meiner Überzeugung WOLLEN die meisten Männer eine kraftvolle weibliche Partnerin.
Und erkennen nicht, dass sie immer noch einen Anteil in sich haben, der möglicherweise Angst vor der urweiblichen Kraft hat; und der die weibliche Kraft daher bisher (unbewusst) immer noch unterdrückt.
Jeder Tag ist Welt-Frauentag!
Fortsetzung folgt.