
Da ich Energien spüre, bin ich verletzlicher als andere Menschen.
Von frühester Kindheit an waren gegen mich gerichtete (auch verbale) Aggressionen so etwas wie Giftpfeile, die von Außen in meinen energetischen Körper geschossen wurden. Und sich dann von der energetischen Ebene ausgehend auch in der physischen Ebene meines Körpers manifestierten.
Auch wenn andere vor meinen Augen ungerecht behandelt und irgendwie gequält wurden, machte das was mit meinem energetischen Körper. Denn ich konnte mich nicht abgrenzen. Ich FÜHLTE mit.
Ich vermute, dass es mir als Kind geholfen hätte, wenn mich der Hausarzt unserer Familie homöopathisch mit Silicea behandelt hätte. Was meinen empfindsamen feinfühligen Körper vielleicht unterstützt hätte, das Bindegewebe, in dem das Gift sich ablagerte, von den schädlichen Fremdstoffen zu befreien.
Stattdessen behandelte er meine ständig wiederkehrenden Kopfschmerzen, die als Stirnhöhlenentzündungen gedeutet wurden, leider mit Breitbandantibiotika, die damals gerade relativ neu auf dem Pharmaziemarkt waren, und als „DAS Wundermittel“ galten. Und die in meinem körpereigenen Immunsystem vermutlich ziemlich viel aus dem Takt gebracht haben. Denn mein körperliches Immunsystem selbst (betreffend „normaler“ Bakterien und Viren) war eigentlich gar nicht schlecht gewesen.
Noch heute reagiere ich deutlich empfindlicher auf Aggression gegen mich, als andere Menschen das meist tun.
Die wenigsten können sich vorstellen, wie es ist, wenn frau die aggressive Energie, die auf sie abgeschossen wird, körperlich spürt.
Zu einer Zeit, als ich nach – meinen körperlichen Zustand jeweils weiter verschlechtert habenden – Operationen / jahrzehntelanger Einnahme beziehungsweise Spritzen von (den jeweils gerade als „DAS Wundermittel“ geltenden) aggressiven Medikamenten beschlossen hatte, mir so etwas nie wieder andrehen zu lassen, war ich dennoch ein letztes Mal bei einer Rheumatologin gewesen.
Sie wollte mir unbedingt wenigstens Schmerzmittel verschreiben; sagte mir, dass bei dem körperlichen Zustand meiner Gelenke völlig eindeutig sei, dass ich erhebliche Schmerzen leiden müsse, und sie es nicht für „gut“ halte, dass ich diese einfach nur „mental wegdrücken“ würde.
Nun bin ich es seit Jahrzehnten gewohnt, mich nicht auf die Schmerzen (die ja auch unter den „Wundermitteln“ nie weg waren) zu fokussieren, und konnte stets trotz der chronischen Schmerzen lachen. Und auch unter hohem Zeitdruck und Stress intellektuell herausfordernde Arbeiten verrichten.
Aber dieses mentale Unterdrücken der Schmerzen kostet(e) mich Energie und Kraft. Und da sozusagen ein „Grundschmerzlevel“ immer da war und ist, ist für mich ein zusätzlich hinzukommender Schmerz, der für andere völlig harmlos wäre, – wenn ich mich z.B. irgendwo stoße,- etwas, was mich unter Umständen über die Schmerztoleranzschwelle bringen und mich in Schmerztränen ausbrechen lassen kann.
Da ich also bereits verletzt bin, bin ich entsprechend auch sehr viel verletzlicher und reagiere auf von Außen kommende Aggressionen dementsprechend sehr viel empfindlicher, als Menschen mit „dickem Fell“.
Ich habe ja schon öfter geschrieben, dass ich an Reinkarnationen glaube. Und ich bin überzeugt, dass wir alle verschiedene Persönlichkeitsanteile in uns tragen. Also nicht nur die in dieser Inkarnation „Hauptpersönlichkeit“ „sind“; sondern auch Anteile in uns tragen, die aus einigen unserer früheren Inkarnationen stammen. Vielleicht, weil dort noch etwas „zu bereinigen“ ist, vielleicht auch, weil diese Anteile eine unterstützende Ressource für unsere Aufgabe in dieser Inkarnation sind. Vermutlich teils – teils.
Und einer meiner Persönlichkeitsanteile ist sehr kämpferisch. In manchen Situationen übernahm / übernimmt dieser Persönlichkeitsanteil, ohne dass ich das bewusst hätte steuern können. Es ist dann, als lege sich innerlich plötzlich ein Schalter um, und gegen den Menschen, der mir da sehr „dumm“ gekommen ist, kommt bei mir trotz meiner Empfindsamkeit nur noch ein „SO NICHT! NICHT MIT MIR!“.
Ich finde diesen Persönlichkeitsanteil wichtig, weil in dieser Welt leider sehr viele die sehr lieben sanften und duldsamen Menschen einfach niederwalzen. Und ich finde es wichtig, ihnen zeigen zu können: „STOP!, du tust hier nichts Gutes.“
Und für mich funktioniert es halt auch nicht, was ja viele gerne empfehlen; einfach darüber hinwegzugehen, dass mich jemand (manchmal auch nicht konkret „jemand“, sondern politische Vorgaben …) unfair oder aggressiv behandelt hat. Denn, wie oben beschrieben, ist das für mich ein Gift, das in meinen Energiekörper injiziert wurde. Und dieses Gift schwärt weiter, wenn mir keine Möglichkeit gegeben wird, es auszuleiten.
Ich kann zu Personen, von denen ich mich verletzt gefühlt habe, zwar eventuell den weiteren Kontakt vermeiden; aber dann werde ich das Gift nicht los.
Ich kann stattdessen versuchen, oberflächlich weiterhin (oder wieder) höflich-freundlich zu der Person zu sein. Aber auch dann werde ich das Gift nicht los, denn ich fühle etwas anderes. Und ich mag das oberflächliche Unauthentische ohnehin nicht.
Das Ausleiten des Giftes funktioniert für mich dadurch, dass es zu einem gegenseitigen Verständnis füreinander kommt. Dass die andere Person mir offen und ehrlich mitteilt, was für Bedürfnisse, Gefühle, Ängste, Trigger hinter der Aggression mir gegenüber standen. Und dass diese Person ehrlich daran interessiert ist, zu verstehen, warum ich mich auf diese oder jene Art verhalten habe.
Das Ausleiten des Giftes ist für mich daher nahezu unmöglich, wenn die andere Person hieran nicht mitwirkt.
Ich habe einen weiteren Persönlichkeitsanteil, der eine sehr starke Energie und Kraft hat. Und deshalb ist es mir trotz des Rheumas möglich, nicht einfach aufzugeben, wenn derjenige, der mich verletzt hat, sich offenbar sehr schwer damit tut, an der Heilung mitzuwirken.
Denn es geht bei all diesen Fragen und Themen ja nicht nur um mich.
Und weil es nicht nur um mich geht, ist es mir wichtig, eine gute Herangehensweise zu finden.
Aber wie?
Mich nicht zu wehren, wenn ich mich verletzt fühle, macht mich unglücklich, weil dann gefühlt irgendwie eine „Rechnung offen ist“. Ein Giftstachel in meinem Energiekörper sitzt.
Mich zu wehren, macht mich aber auch nicht wirklich glücklich. Jedenfalls nicht, wenn das dann irgendwie in einen Kampf ausartet, ich also dann Gewalt mit Gegengewalt beantworte.
Ich versuche es (nach Abflauen meines ersten reflexartigen Ärgers) gerne mit einer Schilderung meiner Bedürfnisse und Gefühle, um in einen Dialog zu kommen.
Denn – wie gesagt – aus meiner Sicht kann nur durch einen echten beiderseits offenen und ehrlichen Dialog das Gift ausgeleitet werden.
Allerdings sind meine Dialogangebote in so einem Fall auch nicht unbedingt nur höflich und freundlich, denn ich fühle ja Ärger über die betreffende Person. Und da ich das Unauthentische Übertünchende nicht mag, scheint mein Ärger dann auch durch.
Was unter Umständen wiederum von der anderen Person als gewalttätig empfunden werden kann. Insbesondere, wenn diesem Menschen vielleicht gar nicht wirklich bewusst war, mich verletzt zu haben. Oder dieser Mensch der Überzeugung anhängt, mit seinem Verhalten mir gegenüber „im Recht“ gewesen zu sein, weil ich seiner Meinung nach irgendetwas „falsch“ gemacht habe, was ihn dazu „berechtigt“ habe, mir gegenüber aggressiv zu werden.
Ganz schlimm finde ich dann das, wozu (jedenfalls nach meinen persönlichen Erfahrungen) insbesondere Männer zu neigen scheinen: Sie hauen auf andere drauf, möglicherweise ohne sich dessen bewusst zu sein; weil es in ihrem Selbstverständnis vielleicht normal für sie ist, anderen zu zeigen, wie „stark“ oder „cool“ sie sind. Dass sie eine „Autorität“ sind.
Und wenn – insbesondere frau – nicht gewillt ist, sie als „Autorität“ „anzubeten“, ihnen widerspricht; sich das auf sie draufhauen nicht einfach gefallen lässt, sondern deutlich sagt: „So nicht!“; dann meinen sie, ihre „Autorität“ dadurch zu zeigen, dass sie diese Frau als ihnen „lästig“ behandeln. Und reagieren mit Kontaktabbruch und mauerndem Schweigen auf ihre Dialogangebote.
Verhalten sich also alles andere als souverän und erwachsen, sondern wie ein trotziges dreijähriges Kind, das beleidigt ist, dass jemand sein Verhalten kritisiert hat. Oder beleidigt ist, weil frau sich geweigert hat, ihn bestimmen zu lassen, was frau für Meinungen habe dürfe.
Solches mauerndes Schweigen macht mich oft richtig wütend. Ich kann es nicht leiden, wenn ein erwachsener Mann meint, besonders „stark“ zu sei, wenn er sich wie ein trotziges dreijähriges Kind verhält. Ich empfinde das als würdelos von einem Erwachsenen. Und habe gleichzeitig das Gefühl, er versucht, mir meine Würde als Mensch und Frau abzusprechen, indem er versucht, mich wie ein ihm lästiges Insekt zu behandeln.
Für mich ist das mit solchen Mauern einfach nur frustrierend, und so unnötig. Es fühlt sich an, als meinen solche Mauernden, es sei eine gute Idee, anderen mit mauernden Schweigen Schmerzen zu machen, – nur weil die Mauernden anscheinend nicht die charakterliche Größe besitzen, ihr eigenes Verhalten einfach mal selbstkritisch zu hinterfragen?
Im größeren Kontext sind es die Themen des sich Wehrens. Und des Mauern Bauens gegen Menschen, die man / frau aus irgendwelchen Gründen meint abwerten zu dürfen.
Dieses „Brandmauern“ gegen andere Menschen errichten. Eine Kaste „Unberührbarer“ erschaffen, was politisch so furchtbarerweise vorangetrieben wird.
Statt jedem Menschen eine liebevolle Umarmung zu geben, wie Amma es in Indien tut, werden in Deutschland in den letzten Jahren ständig Mauern gegen andere Menschen errichtet, und verboten, sich diesen zu nähern. Das bezieht sich längst nicht „nur“ auf die AfD.
Es wurden Mauern errichtet gegen Homöopathie. Also gegen etwas sehr Sanftes. Warum?
Ich bin überzeugt, dass mein Körper durch echte Liebe heilen würde.
Und vermutlich nicht nur mein Körper. Tatsächlich halte ich es nicht für ganz unwahrscheinlich, dass gerade Autoimmunerkrankte gar nicht so selten Menschen sind, die einfach nur empfindsamer sind als andere.
Mein körperlicher Zustand treibt mich dazu, für die Rückkehr echter Liebe und echter (nicht nur oberflächlicher) Harmonie in diese Welt zu kämpfen.
Denn ich will Heilung.
Dass ich dafür von dem Verhalten anderer abhängig bin, macht es für mich sehr schwierig, und treibt mich gleichzeitig dazu, Menschen immer wieder an ihre jeweils eigene Verantwortung für eine für alle bessere Welt zu erinnern.
Aber wie gelingt es mir, Menschen zum Mitfühlen zu bringen, die aus irgendwelchen Gründen irgendwelche Vorurteile gegen mich haben und mich so, wie ich nun einmal bin, nicht mögen? Die sich vielleicht sogar freuen, wenn ich leide. Weil sie mich nun einmal so, wie ich bin, nicht mögen. Oder vielmehr so, wie sie denken, wie ich sei. Wobei die Schublade, in die frau / man von anderen hineingestopft wird, oft sehr viel mehr mit den einen dort Hineinstopfenden zu tun hat, als mit einem selber.
Braucht die Mehrzahl der Menschen Vorurteile? Weil sie jemanden brauchen, den sie vermeintlich „legitimerweise“ bekämpfen „dürfen“?
Weil die meisten Menschen sich scheuen, den Kampf zwischen Gut und Böse im eigenen Innern aufzunehmen? Ein Kampf, der aus meiner Sicht eigentlich kein Kampf ist, sondern ein Unterscheiden lernen.
Ich freue mich auf Eure Kommentare!