Spannender als Matrix….

gemalt von Dörte Müller

Ein Selbstgespräch … :

Also, da gibt es dieses Virus. Menschengemacht aller Wahrscheinlichkeit nach. Kein „Killervirus“, sondern so „designt“, dass es vor allem für alte Menschen, Menschen mit schweren Vorerkrankungen, insbesondere Herz- Kreislauferkrankungen und Übergewicht, tödlich ist. Gefährlich also vor allem für Menschen in den Industriestaaten, insbesondere auch in den USA….?

Dieses Labor liegt doch in China, in Wuhan. Dieses Labor, das die weltweit größte Sammlung an Corona-Viren beherbergt und damit forscht. Dann könnte das heißen, dass die Chinesen …?

Vielleicht. Aber: Die Gain of Function-Forschung, das ist Forschung mit der man Viren für Menschen künstlich gefährlicher macht, die wurde von den USA in just dieses Labor ausgelagert. Nachdem sie im Heimatland verboten worden war.

Also amerikanische Forschung, die insbesondere für die Bevölkerung der USA, also die eigene Bevölkerung – und zwar vor allem die ärmere, – gefährlich wäre? Das klingt nach einer Story!

Genau, zumal ausgerechnet der Typ, der die Gelder für die amerikanische GoF-Forschung in Wuhan genehmigt hat, Anthony Fauci, Chefberater der amerikanischen Präsidenten in Fragen der Pandemie ist.

Thrillerpotential! Und die Reaktion in Deutschland?

Tja. Das Virus war vermutlich im Oktober 2019 auf irgendeine Art aus diesem Labor entwichen oder sonstwie aufgetaucht. Im Januar 2020 kam die Nachricht von einem Virusausbruch in den deutschen Medien an und Gesundheitsminister, „Chefvirologe“, Medien mahnten zur Besonnenheit. Panikmache, die in einigen Gruppen in sozialen Netzwerken betrieben wurde, brandmarkten sie aufs Schärfste als „rechte Verschwörungstheorien“.

Nicht lange danach änderte sich diese Szenerie dann aber um exakt 180 Grad. Warum?

Keine Ahnung. Ich stelle mir vor, „Chefvirologe“ Drosten könnte über seine internationalen Virologen- und Forschungsnetzwerke erfahren haben, dass das Virus auf GoF-Forschung zurückzuführen ist und gerät in Panik. Malt Horrorszenarien von 50 Millionen Toten an die Wand, vergleicht mit der Spanischen Grippe.

Komischerweise hat er ähnliche Horrorszenarien bereits bei der Schweinegrippe vorhergesagt.

Ja, komisch. Egal. Er informiert die Bundesregierung. Dort bricht aus irgendwelchen Gründen ebenfalls heillose Panik aus und ersetzt jeden gesunden Menschenverstand.

Fortan befindet man sich im Krieg. Gegen ein Virus.

Und im Krieg gegen all die, die weiterhin zur Besonnenheit mahnen, und fachlich fundiert darstellen, dass es viele gute Erfahrungen gibt, was man in einer Pandemie „normalerweise“ tun würde.

Dr. Wodarg, dem es bei der Schweinegrippe noch gelungen war, einen unnötigen Hype und damit viel Leid zu verhindern, wurde plötzlich zum Spinner, der nicht mehr auf der Höhe der Zeit sei.

Genau wie jeder andere Fachmann, der sich aus dem Ruhestand -und damit relativ frei von Interessenkonflikten und Ängsten um Karriere oder gar berufliche Existenz- als Wissenschaftler zu Wort meldete.

Es scheint fast als wollte man aus irgendwelchen Gründen unbedingt so ziemlich ausschließlich das Gegenteil von dem tun, was man „normalerweise“ in einer Pandemie tun würde. Und  als wollte man genau darauf nicht hingewiesen werden.

Ja. Ein Nobel-Preisträger und Professor aus Stanford weist (auf der Grundlage seiner Berechnungen, die sich auf einen Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff bezogen) früh daraufhin, dass die Prognosen von Drosten, Ferguson und anderen über erwartbare Todeszahlen um ein Vielfaches zu hoch sind. Aber das interessierte niemanden. 

Ein Staatssekretär im – nicht für Gesundheitsschutz -, sondern für öffentliche Sicherheit, zuständigen Bundesinnenministerium beauftragt fach- und ministeriumsfremde Personen damit, ein Papier mit Pandemie-Szenarien zu entwerfen. Das Papier enthält eine Regieanweisung, wie man Menschen die größtmögliche Angst vor dem Virus machen kann.
Medien und Politik halten sich in der Folge peinlich genau an diese Regieanweisung. Lieblingsbilder der Medien sind Särge und Menschen, die beatmet auf der Intensivstation liegen.

Auf der Grundlage dieser Bilder wird die Forderung nach möglichst völliger Abriegelung des öffentlichen Lebens erhoben, um sich vor dem „Killervirus“ zu verstecken. Ein Mitarbeiter des Bundesinnenministeriums, der in einem ausführlichen und mit vielen Fachleuten abgestimmten Papier vor den vielfältigen Schäden warnt, die eine Abriegelung mit sich bringt, und eine Kosten-Nutzen-Analyse fordert, wird aus dem Ministerium entfernt.

Man scheint es darauf anzulegen, den Menschen so viel Stress wie nur irgend möglich zu machen, um ihr Immunsystem weitmöglichst zu schwächen?

So wirkt es. Der Starvirologe Drosten war währenddessen allerdings nicht nur panisch, sondern hatte längst in Windeseile ein Protokoll für einen PCR-Test auf das Virus entwickelt. Dieses Protokoll wurde dann auch in Windeseile veröffentlicht und in Windeseile von der WHO zum Standard erklärt. Der Erfinder des PCR-Test, der dafür den Nobelpreis erhalten hatte, sagte, dass dieser für diagnostische Zwecke nicht geeignet sei, aber der Mann war dumm. Jedenfalls interessierte das niemanden. Später stellte ein Gremium aus verschiedenen Fachleuten etliche fachliche Mängel in dem Corman-Drosten-Protokoll fest, aber das interessierte niemanden. Drosten war inzwischen Träger des Bundesverdienstkreuzes und längst der bekannteste Virologe Deutschlands.

Und dann gab es diesen Test und man hat ihn aus irgendwelchen Gründen dann auch noch so merkwürdig angewandt, dass man möglichst wenig belastbare Daten über die Pandemie und die Wirksamkeit der Maßnahmen generieren konnte?

Irgendwie schon. Das Zentrum für evidenzbasierte Medizin wies in mehreren Stellungnahmen immer wieder darauf hin, dass man belastbare Zahlen brauche, um den Verlauf einer Pandemie abschätzen zu können und damit auch abschätzen zu können, welche Maßnahmen sinnvoll sind, und welche nicht. Dass man die Anzahl positiver Tests immer in Bezug setzen müsse zur Gesamtzahl der Tests. Dass solche Tests ab einem bestimmten ct-Wert völlig wertlos sind (und man den ct-Wert jeweils benennen müsse). Aber das interessierte niemanden.

Schon gar nicht das RKI, dessen Aufgabe genau das eigentlich gewesen wäre.

Ein Virologe wagte eine Studie, wie sie in Pandemie-Situationen eigentlich Standard sind, und schaute, wie viele Menschen in einem besonders betroffenen Landkreis insgesamt Antikörper gebildet hatten. Er wurde dafür heftig kritisiert. Denn es waren recht viele Personen, was zeigte, dass das Virus eben kein Killervirus war – aber das wollte niemand hören.

Der Rechtsmediziner Püschel in Hamburg widersetzte sich dem Verbot, Menschen, die mit positivem PCR-Test verstorben waren, zu obduzieren. So dass in Hamburg alle 100 in der sogenannten ersten Welle „an Corona“ verstorbenen Personen obduziert wurden – und er stellte fest, dass jede Person schwere Vorerkrankungen hatte, also „mit“ und nicht unbedingt „an“ Corona verstorben war. Aber das wollte niemand hören.

Ärzte hatten die Anweisung, bei jeder Person, bei der bis zu 28 Tage vor dem Tod ein positives Testergebnis vorlag, Covid-19 als Todesursache zu vermerken.

Und das RKI addierte Tag für Tag irgendwelche Zahlen, und die Tagesschau verlas diese Abend für Abend.

Ermüdend irgendwann.

Ja, aber es half, das Thema „Killervirus“ in den Köpfen zu halten. Das war wichtig, denn parallel lief eine andere Entwicklung: Bereits im Januar hatte sich das deutsche Unternehmen BionTec daran gemacht, seine Expertise jetzt ganz in den Dienst der Impfstofferforschung gegen Covid-19 zu stellen. Diese Expertise hatte es gewonnen bei bis dahin eher erfolglos verlaufenen Versuchen, mit Hilfe von m-RNA Mittel zur Tumorbekämpfung zu entwickeln. 

Über Moderna gab es noch 2017 Berichte, wonach die Investoren begannen, auf Rendite zu drängen. Immerhin handelte es sich um das bis dahin höchst bewertete BioTec-Unternehmen der Welt, – dem es noch nie gelungen war, ein Medikament oder Impfstoff mithilfe seiner mRNA-Technologie zu entwickeln.

Überall auf der Welt machten sich zahlreiche Unternehmen an Impfstofferforschung für ein Virus, von dem von Beginn an klar war, dass es nicht ausrottbar sein kann. Dass es mutiert, die Menschheit aber bei einem normalen Verlauf eine gewisse Grundimmunität dagegen entwickeln würde. Das allerdings wollte niemand hören.

Stattdessen bekamen die Pharmaunternehmen, zu deren Anteilseignern mit Unternehmen wie BlackRock die reichsten der Welt gehören, viele Millionen Steuergelder, um „schneller zu forschen“. Dass es wenig plausibel ist, Forschung mit Geld zu beschleunigen, indem man notwenige Beobachtungszeit einfach abkürzt, wollte niemand hören.

Der RKI-Chef sagt früh in 2020, er wisse nicht, was für einen Impfstoff wir haben werden, wie dieser wirken wird, und was er bewirken wird, aber wir werden Impfstoffe haben.
Die WHO bringt bereits im Frühjahr 2020 eine nie dagewesene Definition von Genesenen ins Spiel, indem diese besser noch zusätzlich geimpft werden sollen, weil man als Genesener vielleicht weniger immun sei. Dass das hanebüchener Unsinn ist, interessiert niemanden.

Inzwischen hat man den „Mund-Nasen-Schutz“ als sozusagen Allheilmittel erfunden, mit dem jede Person völlig unabhängig vom tatsächlichen Risiko zwangsbeglückt wird.

Ja. Die ganze Vorgehensweise erinnerte immer mehr an das Mittelalter mit Pestmasken und Quacksalbern und empathieloser Isolierung von Alten und Schwachen und damit besonders gefährdeten Menschen.

Nachdem es im Sommer in Deutschland wenigstens ein paar Erleichterungen gab, wird im November 2020 wieder alles runter gefahren. Für einen Monat. Man will den Menschen „ein schönes Weihnachtsfest“ ermöglichen.

Es wurde der längste Monat der Zeitrechnung. Bisher gut ein halbes Jahr. …

Die Menschen in den Alten- und Pflegeheimen (und die Zuhause lebenden alten Menschen) sind zu dem Zeitpunkt der Verkündung des Lockdowns im November schon seit vielen Monaten isoliert und eingesperrt. Sie sollen ihr Zimmer nicht verlassen. Besuch dürfen sie nicht empfangen. Da bekannt ist, wie gut gerade der Besuch der Enkelkinder den meisten älteren Menschen tut, wird dieser explizit verboten. Den Kindern eingeschärft, dass sie die Großeltern umbringen würden mit ihrem Besuch.

Zum Jahreswechsel sterben viele dieser alten Menschen. Einsam.

In Deutschland hüpft schon seit Monaten der SPD-Abgeordnete Lauterbach vor jede Kamera und verkündet, man müsse alles schließen in Deutschland. Sonst würden die Intensivstationen volllaufen und Krankenhäuser überlastet. Es ist derselbe Lauterbach, der vor der Pandemie als „SPD-Gesundheitsexperte“ durch die Lande gezogen war mit dem Credo, man müsse kleine unrentable Krankenhäuser schließen und Betten abbauen in Deutschland (was man auch in 2020 brav getan hat). Den Widerspruch interessiert niemanden. Lauterbach darf weiter hüpfen.

Irgendwie würde ich mir wünschen, dass ihn mal jemand für 6 Wochen in eine 2-Zimmer-Wohnung einsperrt. Gemeinsam mit zwei Teenagern, mit denen er Homeschooling üben dürfte…. . Und ihn nach diesen 6 Wochen fragt, ob er die Idee immer noch so toll findet. ..

Die armen Teenager… .

Zum Jahresende sind dann wie gewünscht die ersten Impfstoffe da, Juchhuuu, juchhuhh, juchheissasa!!!

Niemand weiß, wie sie genau wirken – und womit es den Herstellern gelungen ist, die bisher bei ihren Versuchen mit der mRNA-Technologie aufgetretenen Probleme zu verhindern. Aber das interessiert auch niemanden.

Schon gar nicht die EMA, die über die Zulassung in Europa entscheidet. Man entscheidet sich, alle Angaben der Hersteller für plausibel zu befinden und darauf zu verweisen, dass man ja noch weitere Daten erheben wird, nachdem man 70 % der Menschheit damit geimpft haben wird.

Politik und Medien brechen in Jubelgeheul aus, das nur dadurch getrübt wird, dass das mit den Impfungen der 70 % nicht ganz so schnell geht, wie erhofft.

In Israel ging es schneller. Dort hat man im Gegenzug alle Gesundheitsdaten der geimpften Bevölkerung Pfizer versprochen. Der CEO von Pfizer war glücklich, dass Israel sich bereit erklärt hat, sich zum Labor der Welt machen zu lassen – und konnte natürlich sofort liefern. Dass die Todeszahlen in Israel nach Beginn der Impfungen plötzlich rasant stiegen, hat man in den Statistiken der EMA gut versteckt. Und irgendwann zu Ostern hat man dann wohl zu Ehren dieses christlichen Feiertags auch etliche Tote wieder auferstehen lassen. Jedenfalls waren die Statistiken dann anscheinend geändert. Aber das interessierte natürlich niemanden.

Todesfälle und schlimme Nebenwirkungen im Zusammenhang mit Impfungen gab es nach der offiziellen Darstellung allenfalls beim Impfstoff AstraZeneca.  

Wer wollte das bezweifeln, außer „Verschwörungstheoretikern“?

Eben. Bill Gates hatte bereits früh in 2020 stolz verkündet: „Wir werden bald 7 Milliarden Menschen impfen.“

„Wir?“

Er ist an vielen der Unternehmen finanziell beteiligt (bei BionTec z.B. ist er im Oktober 2019 eingestiegen), insofern passt das schon mit dem „wir“. Und die Über-Regierung bildet er quasi auch. Die Kommissionspräsidentin dankte ihm ausdrücklich für seine „leadership“.

Der Gates, der sein Geld mit einem Betriebssystem gemacht hat, bei dem du dich damals vor vielen Jahren schon gewundert hast, dass es so schnell und so leicht eine Quasi-Monopolstellung erlangen konnte? Dass es auch in Deutschland von allen Behörden übernommen wurde und alles andere dann dazu kompatibel sein musste? Wo du dachtest, der muss mächtige Fürsprecher gehabt haben, dass er das so hinbekommen hat?

Ja, der. Und er bedankt sich für das in ihn gesetzte Vertrauen, indem er seit Jahren großzügige Spenden gibt. An Presseunternehmen ebenso wie an medizinische Vereinigungen und viele andere. Der unabhängige Journalismus von Correctiv z.B., die doch in der Pandemie so großartige Arbeit leisten, wäre ohne seine Großzügigkeit ebenso wenig denkbar, wie der Betrieb der WHO in der derzeitigen Form.

Ein großherziger Mensch.

Zweifellos.

Etwas verstörend fand ich allerdings das Video, in dem er sagt, dass das nächste Virus von jedem ernst genommen werden wird. Und er und seine Frau sich dabei anstrahlen, als würden sie sich diebisch darüber freuen.

Ja, komisch. Die beiden lassen sich jetzt übrigens scheiden. Vielleicht wird sie eines Tages erzählen, warum sie sich in dem Video anscheinend so freut? Wer weiß … .

Und dann gibt es da noch diesen Klaus Schwab. Noch eine sehr interessante Figur.

Ja. Dritter Handlungsstrang. Ein inzwischen recht alter Mann mit hoch fliegenden Zielen. Er hat vor vielen Jahren das „Weltwirtschaftsforum“ in Davos ins Leben gerufen. Und aus irgendwelchen Gründen kam und kommen immer (fast) alle, die Rang und Namen und Geld haben.

Manchmal scheinen einzelne Männer große Strahlkraft zu haben. Ähnlich wie Gates….

Die meisten Gäste des Herrn Schwab kommen aus Unternehmen, Großkanzleien, Politik und Medien, wohl auch aus der Wissenschaft. Weltweit. Man kennt sich. Es ist die weltweite Elite, zumindest in der Selbstwahrnehmung. Derselbe Klaus Schwab sitzt auch dem Lenkungskreis der „Bilderberger“ vor. Bestimmt also, wer die Ehre hat, in dem jeweiligen Jahr eingeladen zu werden. Es sind ähnliche Gäste wie in Davos. Hochexklusiv die Treffen, und im Gegensatz zu Davos mehr oder weniger geheim. Ein großer Teil der deutschen Politiker war wohl schon einmal dabei.

Zwei Kreise, in denen die „Weltelite“ Networking betreibt. Ist doch nett….

Zwei Kreise, die sich regelmäßig treffen. Zwei Kreise, die so manche Verabredungen erlauben, von denen der normale Bürger nichts mitbekommt, zumal er diese Kreise auch nicht demokratisch wählen kann. Zwei Kreise, die selbstverständlich alle wichtigen Medien im Boot haben. Und zwei Kreise, die in der breiten Öffentlichkeit kaum wahrgenommen werden.

Es gibt sogar eine Art „Jugendprogramm“, das Young Global Leadership Program des WEF.

Es ist immer gut, Menschen, die Chancen auf Machtpositionen haben, früh einzubinden in die eigenen Ideale bzw. die des WEF. Jens Spahn gehört dazu ebenso wie Annalena Baerbock. Auch hier ist die Teilnahme eine große Ehre. Entsprechend glücklich sind High Potentials aus aller Welt, wenn sie dazu gehören dürfen.

Keine schlechte Idee, die „Führungspersonen von morgen“ frühzeitig weltweit zu vernetzen. Könnte zum weltweiten Frieden beitragen … . Theoretisch.

Schwab hat zusätzlich die Zeit gefunden, eine Reihe von Büchern zu schreiben. Er zeigt sich darin als großer Fan von Digitalisierung, künstlicher Intelligenz, einem Neustart in eine Neue Weltordnung. Eine Weltordnung, in der Menschen dazu angehalten werden, sich „wohl zu verhalten“, indem man ihnen Rechte und soziale Teilhabe nimmt, wenn sie sich „nicht an Regeln halten“.

Ja, es heißt, er habe gute Kontakte nach China, und dort probiert man das mit einem „sozialen Punktesystem“ ja schon mal aus. Wer einen „Fehler“ macht, bekommt Punktabzug und ist irgendwann gesellschaftlich nicht mehr existent.

In Deutschland probiert man gerade den umgekehrten Weg: Man nimmt allen ihre Grundrechte weg. Und gibt sie nur denen wieder, die sich „richtig“ verhalten.

Sehr spannend das Ganze. Und wer von all denen ist nun der Böse?

Der Böse?? Das sind alles Gute. Die wollen alle nur das Beste.

Kein guter Film kommt ohne Bösewicht aus.

Ja, also das sind die Querdenker, die „sogenannten“. Familien, Alte, Junge, Kreative, Selbstständige usw., die auf die Straße gehen, um für ihre Grundrechte und den Erhalt ihrer wirtschaftlichen Existenz zu demonstrieren und zu tanzen.

Das sind die Bösen?

Ja, sie stellen mit ihrer Kritik an staatlichen Maßnahmen die „Legitimität staatlichen Handelns in Frage“ und werden deshalb sogar vom Verfassungsschutz beobachtet.

Ups?

Na ja, die Verfassungsorgane sagen, das Grundgesetz, so wie es von dessen Vätern mal gedacht war, das gilt ab so fort nicht mehr. Wir nehmen euch die Grundrechte. Und nur, wenn ihr euch so verhaltet, wie wir das wünschen, bekommt ihr diese wieder. Vielleicht….

Und da sich alle Verfassungsorgane einig sind, ist das alte Grundgesetz weg.

Und das Bundesverfassungsgericht?

Das hat in 2020 einen Präsidenten bekommen, der bis zum Zeitpunkt seiner Berufung ans BVerfG 2018 Abgeordneter der Regierungsfraktion im Bundestag war. Zuvor bzw. parallel war er Partner und Vorstandsmitglied / Mitglied der Geschäftsführung einer großen international tätigen Wirtschaftskanzlei. Er ist gut vernetzt und ich würde mich sehr wundern, wenn er nicht auch schon zu den Gästen oben genannter Kreise gehört hat.

Es ist also kaum damit zu rechnen, dass das Gericht das alte Grundgesetz, also die bisher bekannte und praktizierte Auslegung des GG wieder herstellen wird?

„Rückwärtsgewandt“ nannte eine Moderatorin vorgestern solche Forderungen im Fernsehen.

Die Legitimität staatlichen Handelns wird also heutzutage einfach aus der Behauptung hergeleitet, dass es legitim sei.

Und da alle mitmachen, ist es legitim.

Und die, die nicht mitmachen wollen, sind Spielverderber und folglich böse.

Und wenn du denen dann noch ein paar sogenannte „Reichsbürger“ an die Seite stellst und ein paar Leute mit nationalsozialistischen Symbolen, ob echt oder gekaufte Hooligans ist egal, dann glaubt jeder, DA seien die zu bekämpfenden Bösewichte.

Tut mir leid, irgendwie ist das etwas dünn. Als Bösewicht reißen die keinen Kinobesucher vom Hocker. Das würde jeder lächerlich finden.

Natürlich. Aber es ist ja auch nur der Cliffhanger. Bei so einem Blockbuster gibt es selbstverständlich eine Fortsetzung. Vielleicht sogar mehrere. Es bleibt spannend … .   

Veröffentlicht von lachmitmaren

Ich bin voller Lebensfreude. Manchmal albern, manchmal ernst. Gute Zuhörerin. Vielseitig interessiert. Ich bin kritisch und hinterfrage die Dinge. Bin Volljuristin, staatlich geprüfte Heilpraktikerin, zertifizierte Lachyoga-Leiterin - Und Rheumatikerin seit gut 30 Jahren.

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35 Kommentare

  1. Ich möchte mit diesem Beitrag niemanden provozieren oder verärgern. Es geht mir darum, die Geschehnisse für mich besser einordnen zu können. Und – indem ich sie mir als eine Art Film vorstelle – gleichzeitig innerlich einen gewissen Abstand zu gewinnen.

    Gefällt 3 Personen

    1. Ich denke / hoffe, es wird sich irgendwann zeigen, warum das alles so gelaufen ist, wie es gelaufen ist … . Vielleicht gibt es ja auch völlig harmlose Erklärungen 🤔 und gute Gründe für alles, was uns derzeit so merkwürdig erscheint, aber irgendwie … .

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  2. Dass ich ähnlich denke, weißt du bestimmt. Mir fällt aber noch ein konspiratives Detail ein: Im Oktober 2019 fanden in Wuhan die 7. Militärweltspiele des Internationalen Weltsport-Verbands statt. Passt doch prima zu einer weltweiten Verbreitung. Der erste angesteckte aus Heinsberg soll übrigens zu einem ebenfalls infizierten Militärangehörigen Kontakt gehabt haben. Ich las das einmal kurz auf web.de. Waren ja vielleicht Fake News. Wer weiß sowas heute schon…

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      1. Guten Morgen, liebe Maren,
        ja, was für ein Begriff – ein wahrlich abartiger Begriff, so abartig wie auch die „gain of funktion“-Forschung, die verboten gehört und die wohl tatsächlich dieses ganze Trauerspiel erst möglich gemacht hat.
        Deine Zusammenfassung der Ereignisse und deine Anordnung der Bruchstücke und Puzzleteile finde ich sehr gut und sehr gelungen.
        Nur ein kleines Detail, das ich anders sehe: Ich glaube nicht, daß unser Staatsvirologe Drosten auch nur eine Sekunde lang selbst an den ganzen Quatsch geglaubt hat, den er uns hier tagtäglich präsentiert und ich glaube auch nicht, daß er es war, der die Bundesregierung informiert hat oder informieren musste.
        Vielmehr glaube ich, daß sowohl Drosten als auch die Bundesregierung schon längst im Bilde waren, haben doch die Pandemieplanspiele der letzten Jahre oder Jahrzehnte genug Gelegenheit geboten, das Ganze gemeinsam zu planen und einzuüben.
        Und an dem Versuch, mit Schweinegrippe eine Pandemie auszurufen, war ja auch (schon 10 Jahre zuvor) Drosten mit beteiligt.
        Ansonsten finde ich deine Zusammenfassung sehr gut und erhellend, liebe Maren –
        und ich wünschte nur, das ganze wäre wirklich nur ein Film –
        und wir könnten nun das Kino verlassen, etwas aufgewühlt und verstört, aber doch erleichtert. War ja nur ein Film, würden wir uns sagen, und die Matrix dann hinter uns lassen. So aber wird es wohl noch Jahre oder Jahrzehnte dauern… bis dieser Film, in dem wir uns befinden, zuende sein wird.
        Viele liebe Grüße, Hannah

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      2. Liebe Hannah, herzlichen Dank für deinen ausführlichen Kommentar, über den ich mich sehr freue! Ich hatte irgendwie versucht, eine Erklärung zu finden, warum Bundesregierung und Medien zunächst so abgewiegelt und durchaus besonnen reagiert hatten, bevor dann plötzlich der Kipppunkt kam. Die meisten Leute sagen, der Kipppunkt sei „Bergamo“ gewesen, aber mein Eindruck (und deiner ja anscheinend auch) war eigentlich umgekehrt: Die Botschaft war schon vorher da, und Bergamo wurde genutzt, um diese möglichst eindrucksvoll in die Wohnzimmer der Leute zu transportieren … .
        Meine persönliche Theorie ist ja, dass hinter dem Ganzen das steht, was Eisenhower mal als „militärisch-industriellen Komplex“ bezeichnet hat, der das eigentliche Sagen in den USA habe. Ich würde heutzutage statt industriell „finanz-industriell“ sagen, und den Einfluss bei weitem nicht auf die USA beschränkt sehen. Andere nennen das „Deep State“ und es sei eine „Verschwörungstheorie“, dass es so etwas gebe … . Auch die Planspiele passen für mich in dieses Bild: Man wusste, dass es irgendwann eine Pandemie geben würde. Alleine aufgrund der vielen Labore, die GoF-Forschung betreiben, wurde schon allein die Wahrscheinlichkeit eines „Laborunfalls“ von vielen Fachleuten als sehr hoch eingeschätzt. Statt dann aber diese Forschung einzustellen, hat man die Möglichkeit eines Unfalls nach meinem persönlichen Eindruck billigend in Kauf genommen, und geübt, wie darauf zu reagieren sei. So zu reagieren sei, dass für bestimmte Kreise ein möglichst hoher Gewinn und Nutzen abfällt … .
        Ganz herzliche Grüße an dich
        Maren

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  3. Es hört sich plausibel an. Und ich bin dankbar dafür. Wie aber damit umgehen, bleibt die Frage. „Erkennen ja, richten nein“ , das wurde mir zum Wegweiser. Das Erkennen ist wichtig, als ein Teilschritt. Die Schuldfrage zu klären, ist aber schwieriger. Diese richtet sich ja nun an die Menschheit insgesamt.

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    1. Das Erkennen ist sicher noch nicht abgeschlossen. Wichtig erscheint mir vor allem auch, dass die Menschheit aus solchen Ereignissen lernt, und z.B. diese gain of function Forschung weltweit verbietet. Noch wichtiger wäre, dass es für Forscher selbstverständlich würde, so etwas nicht zu tun …

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    1. Ich freue mich, dass du solche Texte liest. Denn die Bereitschaft, sich immer wieder auch Texte mit ganz klar anderen Meinungen als der eigenen, „anzutun“, finde ich gut! Mit deiner Frage kann ich allerdings nicht ganz so viel anfangen, weil ich in dem Text niemandem unterstelle, falsche Hooligans zu engagieren. Mein Ausdruck „ob echt, oder gekauft“ bezog sich darauf, dass Dinge oft genug eben nicht so sind, wie sie auf den ersten Blick zu sein scheinen. Ich denke da z.B. an die Begründung der damaligen US-Regierung für den Beginn des Irak-Krieges. Von der dann später offenbar wurde, dass sie größtenteils auf Lügen beruhte. Durchaus nicht das einzige Beispiel in der Geschichte, aber eines der prominenteren. … .
      Und ich dachte an die nur einmal kurz zu hörende Nachricht in einem öffentlich rechtlichen Sender zu der „Erstürmung des Reichstags“ bei einer Demo in Berlin im August, als dieser sagte: Aus der vor dem Reichstag stattfindenden Demo von „staatenlos.de“ … . Mit anderen Worten, man hatte von den damals rund 40 angemeldeten Demonstrationen in Berlin ausgerechnet einer Reichsbürgerdemo genehmigt, vor dem Reichstag zu demonstrieren, wo das normalerweise untersagt ist. Um sich dann öffentlichkeitswirksam über „Querdenker“ aufzuregen, die mit irgendwelchen Fahnen die Treppe zum Reichstag hochgelaufen seien (wo sie sich aber wenigstens von insgesamt drei Polizisten aufhalten lassen). So etwas finde ich zumindest merkwürdig.

      Gefällt 3 Personen

      1. Ich lese eine ganze Menge teilweise aus sehr obskuren Quellen. Es hat mich nur noch nichts überzeugt. Unter anderem deswegen ärgern mich öfter die stereotypen Anschuldigungen, des „Mitlaufens“ und „Nachplapperns“ etc.

        In deinem Text steht doch „ein paar Leute mit nationalsozialistischen Symbolen, ob echt oder gekaufte Hooligans ist egal …“ die gekauften Hooligans müssen ja von irgendjemandem gekauft worden sein und so wollte ich wissen, wer sie deiner Meinung nach gekauft hat.

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      1. Mir ist schon klar, was du damit sagen wolltest. Wenn man aber diesen Gedankengang verschriftlicht – dass ja nichts so sein muss, wie es scheint, muss man – wenn es um einen konkreten Fall geht – auch die Information mitliefern, wen man verdächtigt. Sonst bleibt es ein „ach, die Welt ist so schlecht und man kann sich auf nichts verlassen“

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      2. Ach komm, Maren. Geht es hier um rhetorische Figuren? Wie immer man es dreht und wendet, ist es nicht korrekt, Dinge zu unterstellen und dann obendrein diese Unterstellungen als „Beweise“ zu verwenden.

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  4. Ich liebe solche imaginären Unterhaltungen. Solche „Gespräche“ eiern mir auch öfter mal durchs Hirn, seit wir diese Krise um das „C-Thema“ (O-Ton meiner 11-jährigen Enkelin) haben. Und darin sind auch alle möglichen Variablen enthalten, da wir uns zurzeit statt im Land der Dichter und Denker (die konnten’s jedenfalls noch) nun eher im Land von Analyse und Spekulation befinden, daher eben immer wieder unserer persönlichen analytischen Spekulation ausgeliefert sind. Wie sagt Sokrates so treffen? „Ich weiß, dass ich nichts weiß.“ Und wer WEIß schon???
    Es sind aber die Fakten, die unabwendbar auf dem Tisch liegen, es sind die Erfahrungen, die wir täglich machen, und es ist das, was über ALLE
    Kanäle propagiert wird … all das schafft ein Bild von Zukunft, wie wir sie alle nicht erleben möchten.
    Weiterhin setze ich auf das kleine Feuerchen Zuversicht und vertraue auf Gegengewichte, damit die Schüssel, in der es stark schwappt, wieder zur Ruhe kommt und der Inhalt (nämlich wir alle) wieder eine gesunde Balance finden.

    Gefällt 1 Person

    1. Danke, liebe Wilma, für den schönen Kommentar! Ich denke auch, wirklich WISSEN, woher? Man kann nur das aufschreiben, was man wahr nimmt. Das ist natürlich immer in gewissem Maße subjektiv. Aber mir hilft das Aufschreiben, besser damit umgehen zu können für mich.
      Ich denke, schon lange vor Corona war vieles aus der Balance und irgendwie hoffe ich immer noch, dass es vielleicht auch eine Chance sein könnte, langjährige Entwicklungen nochmal zu überdenken… und vielleicht nicht jetzt einfach nur in Richtung kompletter Digitalisierung zu laufen, wie es von der Wirtschafts“elite“ gewünscht zu sein scheint. Und auch in der Medizin wieder auf andere Wege zu kommen, anstatt in Gentechnik das Allheilmittel zu sehen. Aber dazu bedarf es wohl noch einigen Schwappens in der Schüssel…

      Gefällt 1 Person

  5. Danke Maren,
    für deine umfassende und sehr gut recherchierte Analyse und
    das Zusammenführen der Fäden in diesem Marionetten-Welten-Theater.

    Bei dem vielen Fakten, die du zusammen getragen hast,
    finde ich den Fokus der „Legitimität staatlichens Handelns “ sehr gut und mehr als passend.
    Genau in dieser Richtung sehe ich es genauso, würde noch einen „drauf legen“:

    Sie sind es nur noch selbst und arbeiten daran,
    daß sie, wie die „Dinge“ legal erscheinen,
    jedoch entfernt sich alles von der Gesetzlichkeit.

    Bleibt die Frage nach der Relevanz von Gesetzlichkeit
    oder im Umkehrschluß die Frage nach der Beliebigkeit des „Legalen“.
    Die Auswirkung des letzteren sehen wir gerade – … und leider sind „sie“ noch nicht am Ende der Fahnenstange angelangt!
    Tja, und die gute, alte Gesetzlichkeit hat sich über Jahrhunderte, gar Jahrtausende „herauskristallisiert“,
    um gesellschaftlich gesehen die größte und für alle gesehen, die machbarste Umsetzung ist,
    welche da langfristig trägt. – Auch wenn es hier und da immer etwas zu verbessern gibt (;-)
    Doch die gerade genannte Fahnenstange wird erst erreicht sein,
    wenn all das Erprobte, Tragende, eben das Gesetz.liche auf den Kopf gestellt ist.

    Hmm, und wer da jetzt noch weiter denkt, was „sie“ denn davon haben oder wo denn gar die Intention liegen mag ???
    … ein Schelm, wer da – doch lassen wir das.
    Die wachen Geister werden es von selbst erkennen
    und den Rest wir die Zeit (leider) mit sich bringen.

    Alles Liebe,
    Raphael.

    Gefällt 1 Person

    1. Danke dir, lieber Raphael, für den ausführlichen Kommentar! Diese Frage der „Beliebigkeit des Legalen“, bzw. der „Beliebigkeit der Legitimität staatlichen Handelns“ die du auch aufwirfst, schwirrt mir ebenfalls noch weiter im Kopf herum. Ich denke, dass ich dazu auch nochmal einen Text schreiben werde … .
      Herzliche Grüße
      Maren

      Gefällt 1 Person

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