Ganzheitliche Medizin III

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Ein Thema, das in Zusammenhang mit meiner Autoimmunerkrankung für mich gerade in jüngster Zeit wieder sehr hoch gekommen ist, ist das Thema „Krieg“.
Ich finde Krieg furchtbar. All das Leid, das da entsteht, und über Generationen so furchtbar schädliche Wirkungen entfaltet! All die völlig unnötige Zerstörung.

Vor 6 Jahren habe ich im Sommerurlaub am See das Buch „Das weisse Land der Seele“ von Olga Kharitidi gelesen, das ich sehr eindrücklich fand. Bei der Lektüre bin ich etwas unsanft über die Archetypen „gestolpert“. Gestolpert insofern, als meine Beschäftigung mit diesem Thema über C.G. Jung damals auf einer eher distanzierten „Verstandes“- Ebene erfolgt war. Und jetzt war ich da gefühlsmäßig reingezogen worden.
Und war völlig entsetzt. Denn mein Gefühl war: „Ich bin die Kriegerin.“ [Aus heutiger Sicht würde ich sagen, dass ich nicht nur einen Archetypus verkörpere. Aber die Kriegerin durchaus ein Teil von mir ist.]

Als ich das im Anschluss an diesen Urlaub, voller Entsetzen, einer Therapeutin von mir erzählte, fand sie es nicht so schlimm. Es gebe doch auch friedvolle Krieger*innen, die friedlich für Gerechtigkeit kämpfen.

Vielleicht. Aber das, was mich so entsetzt hatte, war ja, dass ich mich immer dann besonders energetisch aufgeladen fühlte, wenn ich gegen etwas kämpfte, oder vielmehr wenn ich gegen jemanden kämpfte.
Ich mache so etwas nicht von mir aus (und ohnehin nicht mit körperlicher Gewalt, die ich ganz schrecklich finde). Aber wenn mir (oder manchmal auch meiner Mutter) irgendein Mann arrogant und gleichzeitig fies ganz „dumm kam“, dann sprang die Kriegerin in mir an.
Und dann bereitete es mir eben geradezu Genuss, diesen Typen nach Strich und Faden argumentativ zu zerlegen. Und mich daran zu freuen, wie er immer kleiner wurde. Das setzte jedesmal eine Energie in mir frei, die mir körperlich gut tat. Und von der ich oft tagelang profitierte.  
Der einzige Sport (von den Sportarten, die ich in meinem Leben ausprobiert habe), der mir richtig viel Spaß gemacht hat, war ein Selbstverteidigungskurs für Frauen. Bei dem die männlichen Trainingspartner nicht unbedingt zimperlich waren. Aber meine eigenen Kräfte dabei ausprobieren zu können, machte mir (als damals sehr junge Frau) so viel Spaß, dass ich – trotz meiner sonstigen Schmerzempfindlichkeit – die blauen Flecke, die ich bei jeder Trainingseinheit mitnahm, allenfalls am Rande bemerkte. [Leider ließ das Rheuma weiteres Training in der Richtung dann aber nicht mehr zu.]
Und auch auf meinem Blog ist mein kriegerisches Element klar ersichtlich.


Obwohl die Kriegerin in mir mir körperlich gut tut. Und sie auch niemanden von sich aus angreift (jedenfalls nicht absichtlich), sondern nur zur Verteidigung in Erscheinung tritt, tat ich mich lange sehr schwer mit ihr.

Gründe waren meine Ablehnung von Krieg. Meine Erziehung. Der katholisch-kirchliche Einfluss. Und eben auch die jahrtausendelange „Erziehung“ der Weiblichkeit durch brutale männliche Dominanz, die ein sich Wehren von Frauen nicht selten mit brutaler körperlicher Gewalt beantwortet hat. In vielen Frauen ist eine Angst davor gespeichert, dass ihnen Schlimmes geschieht, wenn sie nicht akzeptieren, dass ein Mann meint, klüger oder irgendwie „wichtiger“ als sie zu sein und über sie (ihren Körper; die Art, wie sie zu leben hat, etc.) bestimmen zu dürfen.    

Und:
Ich habe eben auch einen Persönlichkeitsanteil in mir, der unbedingt „gut“ sein möchte.

„Gut“ sein wollen bedeutet dabei für mich nicht, irgendwelchen arroganten Dummköpfen nach dem Mund zu reden, eher im Gegenteil.
Aber es bedeutet, dass ich Gewalt nicht eskalieren möchte. Und wenn ich (verbale) Gewalt mit (verbaler) Gegengewalt beantworte – und die andere Person „auseinandernehme“, dann ist die Wahrscheinlichkeit relativ hoch, dass diese Person mir nachträgt, ihr eine „Niederlage“ zugefügt zu haben.
Das könnte mir vielleicht egal sein. Ist aber im Sinne eines Förderns der Energien von Frieden und Harmonie in dieser Welt eben nicht unbedingt optimal.

Allerdings frage ich mich inzwischen, warum ich eigentlich meine, dass ICH mir den Schuh dann anziehen müsse, zu versuchen, dann irgendwie doch wieder zu Harmonie mit dieser Person zu kommen. Wenn ich angegriffen wurde. Denn dann reicht es ja eigentlich, wenn ich signalisiere, gesprächsbereit zu sein (und das auch bin). Und alles andere ist dann nicht meine Sache und Verantwortung.
Sprich: Ich neige dazu, viel zu hohe Ansprüche an mein eigenes „gut“ sein zu stellen. Was MIR nicht gut tut.

Mein Immunsystem ist ja im Grunde auf körperlicher Ebene meine innere Kriegerin. Die sich wehrt, wenn mein Körper angegriffen wird.

Es ist nicht so, dass ich meinem Immunsystem übel nehme, überzureagieren; und dass ich es deshalb nicht so richtig wertgeschätzt hätte. Sondern ich habe tatsächlich schon Schwierigkeiten mit den Bezeichnungen einiger damit unmittelbar zusammenhängender Zellen: „Antikörper“, „natürliche Killerzellen“. Da mein Körper ja irgendwie auch ein Spiegel des Großen Ganzen ist, klingt das für mich immer so, als wäre es „natürlich“, dass es „Killer“ gibt, und die seien sogar besonders wichtig für die Lebenserhaltung des Gesamtorganismus.
Diese Gleichsetzung mit menschlichen „Killern“ ist rational logischerweise unsinnig. Aber sie erfolgt ja bei mir auch nicht auf der rationalen Ebene… .
Jedenfalls wünsche ich mir, dass man solche Begriffe für das Immunsystem nicht verwendet. Denn implizit werden dadurch menschliche Morde eben doch verharmlost.

Wie wenig ich mein Immunsystem, meine körperliche innere Kriegerin, wertgeschätzt habe, zeigt sich vor allem dadurch, dass ich es so viele Jahre medikamentös unterdrückt habe. Weil sich immer wieder irgendwas in meinem Körper entzündete, habe ich sozusagen implizit meinen Immunzellen „die Schuld“ gegeben; beziehungsweise habe die Sicht Anderer, dass es „die Schuld“ meiner Immunzellen sei, einfach unhinterfragt akzeptiert. Und meine eigenen Körperzellen mit giftiger Chemie bekämpft.

Meine eigenen Körperzellen.

Die Herangehensweise war: Körpereigene Zellen greifen aus irgendeinem unbekannten Grund andere körpereigene Zellen an. Und deshalb müssen Erstere aggressiv bekämpft und lahmgelegt werden. Kollateralschäden sind in Kauf zu nehmen.

Einer der Kollateralschäden war logischerweise eine deutlich erhöhte Infektanfälligkeit, da ja das Immunsystem teilweise lahm gelegt wurde, konnte es seine eigentliche Aufgabe: Angriffe von Außen abzuwehren, nicht mehr richtig erfüllen.

Und wertgeschätzt fühlten meine Körperzellen sich von mir bei diesem Vorgehen natürlich gar nicht. Weder die Immunzellen. Noch die übrigen Körperzellen, die von den medikamentösen Giften natürlich immer auch in Mitleidenschaft gezogen werden.

Medizin ist ja leider in Teilen zu einer Ideologie verkommen. Noch immer verstehe ich nicht so ganz, warum da eigentlich mit so harten Bandagen gekämpft wird. Und warum Menschen, die mit purer Pharmazie- / OP-Gläubigkeit unterwegs sind, es nicht schaffen, es dabei zu belassen, dass sie dann halt die Medikamente / OP´s für sich nehmen. Sondern dass es sie furchtbar zu triggern scheint, dass andere Menschen ihren Glauben nicht teilen.

Und sie dann anscheinend meinen, sanfte Ansätze wie Homöopathie, Wertschätzung gegenüber den eigenen Körperzellen, etc., lächerlich machen zu „müssen“; und so zu tun, als sei das etwas für „naive Frauen“. Nun passe ich von meinem Lebenslauf her so gar nicht in das Klischee der angeblich etwas naiven in selbst gebatikten Wallekleidern herumlaufenden „Waldorf-Mutti“, das von manchen Pharmazie-Gläubigen bemüht wird. Aber dass jemand mit meinem beruflichen Hintergrund die Pharmazie- / Wissenschaftsideologie nicht (mehr) teilt, scheint einige erst recht megawütend zu machen.
Aus Angst?
Weil ich ihnen damit etwas zu nehmen scheine, woran sie sich bisher geklammert haben, obwohl sie in einem Teil von sich selber nicht so wirklich überzeugt davon sind? Diesen kritischen Teil in sich aber bisher unterdrückt haben, weil das für sie zu viel in Frage stellen würde? Und sie gerade deshalb auf jede Kritik von Außen so allergisch reagieren?

Oder weil sie wirklich an die Wissenschaftlichkeit der pharmazeutischen Studien und der Doppelblindstudien glauben? Doppelblindstudien sind sicherlich ein für die Forschung durchaus wertvolles Hilfsmittel. Ein Hilfsmittel.
Gold-Standard“ sind sie nur aus wirtschaftlicher Sicht. Da die Pharmaindustrie letztlich zu einem großen Teil lebt von dieser Unterstellung, dass jeder Mensch im Grunde gleich sei, und bei den gleichen oder ähnlichen Symptomen dasselbe Medikament brauche.
Die Frage ist halt, ob die Menschheit es weiterhin zulassen will, dass das „Gesundheitssystem“ eben nicht die Gesundheit, sondern die Wirtschaft, an oberste Stelle setzt. Und ich verstehe die Panik, die manche vor genau dieser Frage haben. Denn auch Wohlstand ist ein gesundheitlich durchaus wichtiger Faktor.

Aus meiner Sicht muss über diese Fragen aber offen und ehrlich diskutiert werden. Statt ideologisch fanatisch eine vermeintliche Wissenschaft „zu verteidigen“, die in der Form eben gerade keine Wissenschaft ist. Zumal die „Verteidigung“ in Wahrheit aggressive Angriffe sind gegen alle, die andere medizinische Vorgehensweisen / Denksysteme leben oder diesen zumindest aufgeschlossen gegenüber stehen. So, als sähe man diese als Störfaktoren, die vernichtet werden müssten. Auch um den Preis, selber damit im Endeffekt überhaupt nicht gesund oder gar glücklich zu sein.
Die Lust am Krieg?
Das Energetisierende daran, andere zu bekämpfen? Und diese damit dann zum (Verteidigungs-)Kampf gegen die Schulmedizin herauszufordern?

Wenn man mir mit dümmlichen Frames kommt, passiert bei MIR (und vielen anderen) nämlich genau das Gegenteil dessen, was mit diesem Frame möglicherweise beabsichtigt ist: Die Wahrscheinlichkeit, dass ich mich der mit diesem Frame Druck ausübenden Meinung unterwerfe, sinkt gegen Null. Die rational logische Juristin in mir sagt sich, dass niemand mit dümmlichen Frames kommt, wenn er gute sachliche inhaltliche Argumente für seine Meinung hat. Wenn jemand meint, es nötig zu haben, Frames zu setzen, ist schon mal klar, dass sachlich argumentativ offenbar nicht viel für dessen Meinung spricht.
Warum setzt man Frames? Weil in der eigenen Argumentation erhebliche Schwachstellen bestehen. Um nicht in die unangenehme Lage zu kommen, dass diese Schwachstellen von der Mehrheit erkannt werden, und man der dann aufkommenden Kritik nichts entgegen setzen kann; geht man nach dem bei allen Machtmenschen „beliebten“ Schema vor: Das eigene „böse“ Verhalten – beziehungsweise das, von dem klar ist, dass es die eigenen Schwachstellen sind -, wird in die projiziert, die als Kritiker*innen den Machtmenschen gefährlich werden könnten.
Wenn man eine entsprechende Medienmacht auf der eigenen Seite hat, ist es den Kritiker*innen dann nämlich kaum noch möglich, mit ihrer Kritik durchzudringen.
Und ja, diese Naivität, die den Kritiker*innen der Schulmedizin mit dem o.g. Frame unterstellt wird, die ist bei vielen Anhänger*innen der Schulmedizin klar vorhanden. War bei mir ja auch so. Ich habe mir ja damals nicht einmal Gedanken gemacht, was ich meinem Immunsystem, meinem Körper, mit den Medikamenten antue. Etwas war gesundheitlich nicht in Ordnung. Also tat ich das, was alle in dem Fall zu tun schienen: Ich ging zum Arzt. Der verschrieb Medikamente. Und ich nahm sie ein. Nicht einmal, als ich bereits studierte, – und mir längst klar war, dass man / frau auch mit Studium nicht gerade allwissend ist,- nahm ich das damals zum Anlass, mir selber Gedanken darum zu machen, was in meinem Körper passiert.
Die zunehmenden Frames gegen Alternativmedizin, insbesondere auch gegen Homöopathie, und gegen jede kritische Frage zu Impfungen, ließen eine anscheinend immer ideologischer und fanatischer agierende Schulmedizin dann aber in einem immer schlechteren Licht erscheinen.     

Und die nicht nur dümmlichen, sondern beleidigenden und heftigen Frames im Zusammenhang mit den CoVID-Impfungen führten bei mir logischerweise zu einem ganz klaren „NIEMALS!“.
Und, nach dem Motto: „Wer einmal lügt / betrügt / framt, dem glaubt frau nicht…“, möglicherweise auch zu einer Überreaktion gegenüber der Schulmedizin allgemein.  … Ist es das, was herausgefordert werden sollte? Eine deutliche Zunahme der Kritik und der Kritiker*innen, damit es überhaupt möglich wird, das System zu erneuern im Sinne des echten Dienens der Gesundheit der Menschen?!

   
 
Bei meinem Immunsystem schließe ich übrigens nicht aus, dass es gar nicht überreagiert hat. Ich halte es durchaus für denkbar – und nicht unwahrscheinlich -, dass sich irgendwelche (vielleicht irgendwelche EBV) Viren in körpereigenem Gewebe von mir verkapselt haben. Und mein Immunsystem erkannt hat, dass da etwas ist, was da nicht hingehört. Und versucht hat, dagegen vorzugehen.

Und wenn ich dann meine Immunzellen chemisch / „biotechnologisch“ unterdrücke / blocke, hätte ich diesen Viren damit dann leider auch noch immer „bessere“ Bedingungen“ in meinem Körper geboten.

[Und: Um den Bogen zu meinen vorherigen Beiträgen dieser Reihe zu spannen. Alles ist ja irgendwie auch immer ein Ausdruck des Großen Ganzen: Auch geistige Informationen können aus meiner Sicht „Viren“ sein, wenn sie krank machend wirken. Und auch diese können sich in eigentlich gesundes Gewebe eingekapselt haben, so dass es sehr schwer ist, nur die krank machenden Informationen zu entfernen … Aber es geht dabei um Viren! Andere Menschen schwer zu verletzen oder zu töten, ist aus Sicht des Großen Ganzen immer eine Zerstörung körpereigenen Gewebes. Und schadet dem Gesamtorganismus Erde-Mensch-Natur sehr! ]

Fortsetzung folgt.